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Hof - Der demografische Wandel und seine Auswirkungen standen im Mittelpunkt des 71. winFORS-Treffens in Hof. Stefan Böhme, Regionalforscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Bayern (IAB), referierte im Landesamt für Umwelt in Hof ebenso kenntnisreich wie lebendig über den Arbeitsmarkt in Hochfranken. Sein Fazit: Der Arbeitsmarkt in Hochfranken sei in besserer Verfassung als die Lage im Bundesdurchschnitt, deutlich positiver als in den neuen Bundesländern und günstiger als in vielen westdeutschen Regionen. Beunruhigend sind allerdings die Prognosen, die Stefan Böhme für die Bevölkerungsentwicklung in Hochfranken präsentierte: Demnach werde die Einwohnerzahl der Region von 2008 bis zum Jahr 2028 um 42 300 auf 186 000 Personen sinken - ein Minus von 18,5 Prozent. Die Stadt Hof werde 14,8 Prozent ihrer Einwohner verlieren, der Landkreis Hof 17,8 Prozent und der Landkreis Wunsiedel 21,7 Prozent. Die negative Entwicklung teile Hochfranken mit anderen Gegenden in Nordbayern, wogegen der Süden des Freistaats ein Plus bei den Einwohnerzahlen erwarten könne. Dadurch wird auch die Zahl der Arbeitskräfte und Bewerber abnehmen. Allerdings führt dies nach den Worten Böhmes nicht automatisch zu Vollbeschäftigung, weil es nicht genügend Bewerber mit den von den Unternehmen gesuchten Qualifikationen geben werde. Hochfranken stehe im Vergleich mit ähnlichen Gegenden in Westdeutschland gar nicht so schlecht da, sei aber immer noch von einem schlechten Image belastet. Der winFORS-Vorstandsvorsitzende Hans Sahrhage machte sich für eine Rückkehrer-Initiative stark. "Generell wollen viele Leute nach ihrem Studium wieder zurück in ihre Heimatregion", sagte Sarhage. "Diesen Trend gilt es für Hochfranken aufzugreifen."


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