Nürnberg - Der Klinikbetreiber Sana übernimmt das Krankenhaus Rummelsberg. Wie die Rummelsberger Dienste gestern in Nürnberg bekanntgaben, sind auch für die Kinderklinik in Garmisch-Partenkirchen Käufer gefunden worden. Der bisherige Chefarzt Johannes-Peter Haas und der Investor Karl-Heinz Schmiegelt werden das Haus künftig führen.
Vor allem wirtschaftliche Überlegungen hätten zum Verkauf der Kliniken geführt, räumte der Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste, Harald Frei, ein: "Wir sind auf Dauer zu klein mit zwei Krankenhäusern." Das Rummelsberger Krankenhaus in Schwarzenbruck (Landkreis Nürnberger Land) habe nur mit einem großen Träger eine Zukunft. Auch wolle man mit einem Teil des Verkaufserlöses Schulden tilgen, sagte Andrea Heußner, Vereinsvorstand der Rummelsberger Anstalten und Leiterin der Diakoninnengemeinschaft. Sie betonte aber zugleich, dass man mit dem Verkauf der Krankenhäuser die Betreuung von Jugendlichen, von Behinderten und Älteren als wichtigste Arbeitsfelder weiter stärken könne. Die Rummelsberger Dienste sind eine evangelische diakonische Einrichtung mit 6400 Mitarbeitern in Bayern.
Alle in Schwarzenbruck und Garmisch-Partenkirchen beschäftigten Mitarbeiter werden von den neuen Eignern übernommen, die bestehenden Tarifverträge werden fortgesetzt. Zugleich habe man eine mehrjährige Arbeitsplatzgarantie erreichen können, sagte Frei.
Das 400-Betten-Haus in Schwarzenbruck hat sich vor allem auf die Felder Orthopädie, Neurologie und geriatrische Rehabilitation spezialisiert. Die in Ismaning bei München ansässige Sana AG, die auch das Klinikum Hof betreibt, will in den kommenden Jahren 18 Millionen Euro in die Modernisierung des Hauses investieren. Sana ist nach eigenen Angaben die viertgrößte private Krankenhausgruppe in Deutschland und erwartet in diesem Jahr einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro.

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