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Fichtelgebirge

Wunsiedel kratzt an der 50 000er-Marke

Vor allem die Jugendherberge lockt viele Gäste in die Festspielstadt. Auch das Felsenlabyrinth erzielt klasse Ergebnisse, obwohl es nicht mehr so viele Führungen gibt.



Nicht nur Tourismus-Fachkraft Melanie Wehner-Engel (Foto) liebt das Luisenburg-Felsenlabyrinth, wie die hohen Besucherzahlen zeigen.	Foto: Florian Miedl
Nicht nur Tourismus-Fachkraft Melanie Wehner-Engel (Foto) liebt das Luisenburg-Felsenlabyrinth, wie die hohen Besucherzahlen zeigen. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Auf eine zwar nicht überragende, aber durchaus gute Entwicklung des Tourismus hat Tourismus-Fachkraft Melanie Wehner-Engel in der jüngsten Stadtratssitzung hingewiesen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 48 802 Übernachtungen im Stadtgebiet gezählt worden. Dies seien etwa 900 mehr als im vergangenen Jahr. "Ich hoffe, dass wir heuer wieder einmal die 50 000er-Marke schaffen." Gästeankünfte gab es 16 040.

Jugendherberge vorne

In Wunsiedel gibt es viele Möglichkeiten für Gäste zu übernachten. Nachfolgend Übernachtungszahlen in den einzelnen Kategorien im Jahr 2016:

Hotels- und Gasthöfe: 10 772

Ferienwohnungen: 15 508

Privatzimmer: 470

Jugendherberge: 17 482

Wohnmobilstellplatz: 520

Collis Clamat: 2600

 

Wie seit vielen Jahren war wieder die Jugendherberge die Einrichtung mit den höchsten Übernachtungszahlen. 17 482 mal waren die Betten belegt. Auch die Ferienwohnungen sind ein bedeutender touristischer Wirtschaftsfaktor (15 508 Übernachtungen). Da hier die Gästezahlen mit 2257 im Vergleich zur Jugendherberge (6309) weitaus geringer sind, bedeutet dies, dass die Besucher länger in der Stadt bleiben. In Hotels- und Gasthöfen betrugen die Übernachtungszahlen 10 772 und waren damit um 110 niedriger als ein Jahr zuvor.

Die durchschnittliche Übernachtungsdauer beträgt drei Tage. "Auf diesem Level bewegt sie sich seit Jahren", sagte Melanie Wehner-Engel.

Relativ gut entwickelt sich auch der Wohnmobilstellplatz, auf dem im vergangenen Jahr 220 Wohnmobilisten übernachteten. "Wir erhalten immer wieder Dankesschreiben von Gästen, denen es in Wunsiedel sehr gut gefallen hat." Besonders lobten die Wohnmobilisten den Standort, der gut zu erreichen und nahe der Innenstadt gelegen sei.

Nicht ganz zufrieden war die Tourismusfachfrau mit dem Tretbootverleih am Eisweiher, der mit 2557 Ausleihen um 700 das Ergebnis von 2015 verfehlte. Grund sei wahrscheinlich das Wetter gewesen. Erfreulich entwickle sich hingegen der Greifvogelpark auf dem Katharinenberg, der die 20 000-Besucher-Marke nur knapp verfehlte. "Die Einrichtung ist auf einem guten Weg." Ebenso verhalte es sich mit dem Felsenlabyrinth, das 68 099 Besucher anlockte. "Und das, obwohl wir im vergangenen Jahr weniger Führungen angeboten haben. Diese waren dann aber immer ausgebucht."

Dass nach wie vor Postkarten geschrieben werden, zeigt der Verkauf von Merchandisingartikeln am Kiosk auf der Luisenburg. Hier wurden im vergangenen Jahr unter anderem 2231 Postkarten, 223 Stocknägel, 121 Wanderkarten und 761 Labyrinth-Broschüren verkauft.

Damit Wunsiedel weiterhin eine Tourismushochburg in der Region bleibt, präsentiert sich die Stadt auf mehreren Tourismusmessen und in vielen Zeitschriften. Erst in der vergangenen Woche war die Festspielstadt auf der Messe "Freizeit, Touristik und Garten" in Nürnberg vertreten. "Unser Stand wurde zeitweise regelrecht belagert", berichtete Melanie Wehner-Engel.

Stolz ist die Tourismusbeauftragte auf die erneute Zertifizierung der Touristinfo für die Servicequalität. Hier haben die Prüfer dem Personal attestiert, dass es mit 100 Prozent die Maximalanforderungen erfülle. "Was die Fachkräfte in der Touristinfo leisten, das ist genial", sagte Melanie Wehner-Engel. Matthias Bäumler

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21. 03. 2017
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