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Hof

Neues Konzept im alten Keller

Der "In.Die.Musik"-Verein beschreitet mit dem zweitägigen "Kommerz kann oben bleiben"-Festival im Stadtkeller Hof einen neuen Weg. Der ist nicht ohne Risiko.



Kommerz kann oben bleiben
  Foto: Marcel Kliemann

17.03.2017 - "Kommerz kann oben bleiben"-Freitag - Foto: Marcel Kliemann

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18.03.2017 - "Kommerz kann oben bleiben" - Samstag - Foto: Marcel Kliemann

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Hof – Mit Traditionen ist es so eine Sache: Einerseits bieten sie Verlässlichkeit, andererseits stehen sie oft einer Weiterentwicklung im Weg. Patrick Leitl, Kopf und Motor des ersten „Kommerz kann oben bleiben“-Festivals sah die Zeit für einen Umbruch gekommen. Die beliebte „Gegen den Strom“-Konzertreihe, die in eine ähnliche musikalische Kerbe schlug, wurde nach fünfjährigem Bestehen zugunsten eines konzentrierten Events eingestellt; auch, um das musikalische Spektrum behutsam zu erweitern. So finden sich im Line-up neben Singer-/Songwritern mit Punk-Background wie Lokalmatador Maximilian Adler oder dem Folk-Duo North Alone auch Low-Fi-Disco-Sänger Bird Berlin und der schwerverdauliche Post Punk von White Wine.

Bis zum Beginn des Festivals am Freitagabend herrscht noch eine gewisse Unsicherheit im Lager der Macher, ob denn das neue Konzept den Nerv der Konzertgänger trifft. Der Grund liegt bei den eher mageren Vorverkaufszahlen. Aber alles ist gut, da sich schon zum Auftakt gut 100 Musikliebhaber im Hofer Stadtkeller einfinden. Der Veranstaltungsort verzaubert durch seine eigene Atmosphäre und schlägt die Brücke zum musikalischen Untergrund, dem hier ein Forum geboten wird.

Zwei Bühnen werden im Wechsel von den Künstlern bespielt, was der Veranstaltung auch eine gewisse Dynamik verleiht. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist vor allem, dass im Gegensatz zur Kneipenatmosphäre eine große Ruhe im Publikum herrscht. Gerade den gefühlvollen und getragenen Auftritten von Benjamin Yellowitz oder Myrra Rós kommt dies sehr entgegen. Es bilden sich spontane Sit-ins, mancher Zuhörer kann ganz in die Musik eintauchen und lauscht gebannt mit geschlossenen Augen.

Anders wiederum beim energetischen Auftritt von Mister Me: Das hohe Energie-Level von Sänger und Rapper Micha überträgt sich schnell ins Publikum, das sich sogleich mitreißen lässt und ausgiebig tanzt. Auch die Hofer Crossover-Band Koalika, die diesmal ein Akustik-Set präsentiert, zieht die Zuhörer mit kraftvollen Songs in ihren Bann. Der Freitagsheadliner Me&Reas erspürt diese Dynamik und nutzt sie voll aus. Dadurch entwickelt sich einer der bewegungsintensivsten Auftritte, auch von Seiten der Band, deren Musiker teils im Publikum agieren und spielen.

Übertroffen wird diese Art des Kontaktes mit den Fans nur vom Headliner des Samstags: White Wine. Frontmann Joe Haege stürmt während seiner Performance nicht nur den Zuschauerraum, er nutzt auch gleich noch Blechmülleimer und Bistro-Tische zur Klangerzeugung und unterstreicht damit den trashigen Synthie-und-Sampler-Post-Punk-Sound seiner Combo. Das irritiert einigermaßen, bleibt aber trotzdem so hör- und vor allem auch tanzbar, dass das Stimmungslevel bis zum Ende des Festivals hoch und positiv bleibt.

Positiv gestimmt zeigen sich am Ende auch die Organisatoren. Die Zweifel an der neuen Ausrichtung des „Gegen den Strom“-Nachfolgers sind ausgeräumt. Die Rückmeldungen seien durchweg sehr gut ausgefallen. Bei knapp 250 Gästen über das Wochenende gebe es zwar noch Luft nach oben, aber „wir machen das ja nicht des Geldes wegen“, lacht Patrick Leitl. Dem ersten „Kommerz kann oben bleiben“-Festival ist auf jeden Fall ein gelungener Start zu attestieren.
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Von Marcel Kliemann
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Veröffentlicht am:
19. 03. 2017
14:46 Uhr

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Von Marcel Kliemann

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19. 03. 2017
14:46 Uhr



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