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Vorgewarnt und doch geblitzt

Beim Blitzmarathon sind der Polizei in Hochfranken 94 Temposünder vor die Linse gefahren. Dabei hatten die Beamten schon vorher die Messstellen genannt.



Vorgewarnt und doch geblitzt
Vorgewarnt und doch geblitzt  

Landkreis Hof - "Schnell hat man ein Schild übersehen." Dies ist eine der mildesten Erklärungen, die sich Bernd Etzinger vom Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth für zu schnelles Fahren vorstellen kann. Dies gilt allerdings nicht mehr, wenn jemand auf der Landstraße statt 100, wie maximal erlaubt,164 Stundenkilometer fährt.

Mit einem solchen Tempo toppte beispielsweise ein Autofahrer auf der B 4 in Kaltenbrunn bei Itzgrund die Geschwindigkeits-Messungen der Polizei beim diesjährigen Blitzmarathon von Mittwoch auf Donnerstag in Oberfranken. Diese bayernweite Geschwindigkeits-Kontrolle findet zum fünften Mal im Rahmen des europaweiten Verkehrssicherheits-Programms "Speedmarathon" statt. Die bayerische Polizei hat die Messstellen vorher im Internet veröffentlicht.

Ganz so schnell wie in Itzgrund waren die Autofahrer in Hochfranken nicht unterwegs. Und dennoch gab es einige Temposünder. Die Polizisten kontrollierten in Hof auf dem 70er- und dem 100er-Abschnitt der B 15 bei Wölbattendorf. In Köditz etwa befand sich eine Kontrollstelle an der Bugspitze, an der Auffahrt von der B 173 auf die A 72. In Berg stellten die Beamten ihre Blitzgeräte an der Staatsstraße 2192 auf. Die Polizei verzeichnete in Hochfranken 94 Verstöße mit überhöhter Geschwindigkeit.

In ganz Oberfranken waren 150 Polizisten im Einsatz. Die Beamten haben insgesamt 501 Fälle überhöhter Geschwindigkeit festgestellt. Womit zwei von 100 gemessenen Autofahrern zu schnell gefahren sind. In vielen Fällen blieb die Strafe bei einer kostenpflichtigen Verwarnung. Den B 4-Raser jedoch erwarten nun "neben zwei Punkten in Flensburg und einem zweimonatigen Fahrverbot eine Geldbuße in Höhe von etwa 900 Euro", teilt die Polizei mit.

In München feiert die Polizei die flächendeckenden Blitzkontrollen im Freistaat als Erfolg. Das Gros der Autofahrer sei angesichts der groß angekündigten Messstellen langsamer unterwegs gewesen. Aber andere wiederum "haben offenbar immer noch nicht kapiert, besser den Fuß vom Gas zu nehmen", bedauert Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann in seiner Bilanz des Blitzmarathons. Diese werde man in Zukunft auch zur Kasse bitten beziehungsweise ganz aus dem Verkehr ziehen. Denn "zu schnelles Fahren ist kein Kavaliersdelikt, sondern höchstgefährlich", betont Minister Herrmann.

In Oberfranken sieht die Polizei es genau so. "Unfallursache Nummer eins ist nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit", sagt oberfränkischer Polizeisprecher Bernd Itzinger. Der Blitzmarathon sei daher dazu da, um die Verkehrsteilnehmer daran zu erinnern, wie gefährlich zu hohe Geschwindigkeit sein kann. Denn "kein Verkehrsteilnehmer fährt allein, sondern jeder trägt beim Fahren Verantwortung für sich selbst und für alle anderen auf unseren Straßen".

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Charles Nouledo
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Veröffentlicht am:
20. 04. 2017
21:21 Uhr

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Autor

Charles Nouledo

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Veröffentlicht am:
20. 04. 2017
21:21 Uhr



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