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"Weißes Ross" wird abgerissen

Mehrere Bauprojekte werden in Berg demnächst verwirklicht. Trotz der hohen Förderung muss die Gemeinde dafür viel Geld aufbringen.



Das ehemalige Gasthaus "Weißes Ross" direkt am Marktplatz wird abgerissen. Bürger können Vorschläge für eine Neugestaltung machen.
Das ehemalige Gasthaus "Weißes Ross" direkt am Marktplatz wird abgerissen. Bürger können Vorschläge für eine Neugestaltung machen.   » zu den Bildern

Berg - Was erst nicht möglich schien, wird jetzt Wirklichkeit. Das ehemalige Gasthaus "Weißes Ross" am Berger Marktplatz wird im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern abgerissen. Außerdem stehen in Berg weitere Projekte an. Im Rahmen der Städtebauförderung und der Dorferneuerung werden Gebäude abgerissen oder neu gestaltet.

Bürgermeisterin Patricia Rubner informierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über das Vor-Ort-Gespräch mit Vertretern der Regierung von Oberfranken und des Landratsamtes. "Die äußerst schlechte Bausubstanz gab den Ausschlag für den Abriss des ehemaligen Gasthauses."

Die Bürgermeisterin sagte, dass für die Herbst- und Wintermonate ein Bürgerdialog geplant ist, bei dem über die künftige Platzgestaltung diskutiert werden soll. Auch private Investoren könnten den Zuschlag erhalten und hier ein neues Gebäude errichten. "Wir hoffen auf viele kreative Vorschläge für eine Um- und Neugestaltung", sagte Rubner.

Die Gemeinde hat bei den Projektanmeldungen aus der Dorferneuerung folgende Maßnahmen genehmigt bekommen: Bruck, den Erwerb der Maschinenhalle und Neugestaltung des Dorfteichumgriffs; Rothleiten, den Erwerb und Abbruch des Anwesens Unteres Dorf 6, Rudolphstein, den Erwerb und den Abbruch des Anwesens Panoramastraße 24 und in Gottsmannsgrün, Erwerb und Abbruch des Anwesens Von-Koch-Straße 6.

Das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung war der Grunderwerb des Ina-Gebäudes, Ina-Straße 38 bis 40. Die Gemeinde war einziger Bieter bei der Versteigerung am Amtsgericht und gab das Mindestgebot ab. Nun muss sich die Gemeinde als Besitzer um das Ina-Gebäude kümmern. Hier sei die Lage verheerend, sagte Rubner, verschiedene Gartenarbeiten seien erforderlich. Dafür gäbe es aber Mieteinnahmen.

Wie es mit dem großen Gebäude weitergehe, müsse diskutiert und geplant werden. "Wir müssen Lösungen mit den Mietern finden, die am optimalen Standort Berg aufgrund der Nähe zur Autobahn festhalten wollen." Kämmerin Sabine Puchta teilte mit, dass für die Projekte der Förderoffensive im Haushaltsplan lediglich Platzhalter stünden. Schon der Erwerb des Ina-Geländes sprenge die Summe. Die beiden Anwesen - Ina-Gelände und das Gebäude am Marktplatz - seien getrennt zu betrachten. "In der Städtebauförderung haben wir einen Platzhalterbetrag von 8000 Euro. Das wird bei einer Maßnahme von 80 000 Euro auch bei nur zehn Prozent schon eng." Und für alle anderen Objekte im Bereich der ländlichen Entwicklung seien 7 000 Euro eingestellt. Man würde deshalb um einen Nachtragshaushalt nicht umhin kommen. "Im Ausnahmefall wird uns eine Kreditaufnahme genehmigt werden können. Aber die wird sich nur in der Größenordnung von den zwei Dritteln der Tilgung bewegen, das wären 130 000 Euro."

Rainer Neubauer, CSU, fragte nach dem Zeitplan. Patricia Rubner antwortete, dass die Förderoffensive vier Jahre läuft und in diesem Zeitraum die Umsetzung erfolgen muss. Die Objekte in Rothleiten und Rudolphstein sollten heuer und nächstes jahr abgerissen werden. Florian Müller, SPD, machte darauf aufmerksam, dass für die entstehenden Leerflächen Nachnutzungspläne notwendig sind. Rubner schlug eine Sammelausschreibung für die abzureißenden Gebäude vor.

Das Gremium beschloss, das Grundstück in Rothleiten mit 642 Quadratmetern von Marcus Heyder aus Nürnberg für 6200 Euro zu erwerben wie auch das Grundstück in Rudolphstein vom Landesamt für Finanzen in Würzburg für 29 000 Euro.

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Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
20. 06. 2017
00:00 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
20. 06. 2017
00:00 Uhr



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