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Selb

Frischer Wind für die Unternehmen

Die IHK Oberfranken ehrt die Besten der Aus- und Weiterbildung. Die Ergebnisse bestätigen, dass kaum einer weit und breit die Stützen der Wirtschaft so gut ausbildet.



Die Prüfungsbesten der Berufsausbildung, Toni Weigl, Melanie Keck, Johannes Dunkel, Patrick Dobras und Felix Seidel zusammen mit (von links) Landrat Dr. Karl Döhler, Dr. Laura Krainz-Leupoldt, Vorsitzende des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb, und Bernd Rehorz, Leiter Bereich berufliche Bildung bei der IHK. Auf dem Foto fehlt Bastian Michl. Fotos: Silke Meier
Die Prüfungsbesten der Berufsausbildung, Toni Weigl, Melanie Keck, Johannes Dunkel, Patrick Dobras und Felix Seidel zusammen mit (von links) Landrat Dr. Karl Döhler, Dr. Laura Krainz-Leupoldt, Vorsitzende des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb, und Bernd Rehorz, Leiter Bereich berufliche Bildung bei der IHK. Auf dem Foto fehlt Bastian Michl. Fotos: Silke Meier   » zu den Bildern

Selb - Die IHK für Oberfranken Bayreuth sieht sich in ihrer Position als Marktführer im Ausbildungssektor bestätigt. Bei der Abschlussfeier im Selber Rosenthal-Theater würdigte sie die Absolventen der Aus- und Weiterbildungsprüfungen des Prüf- und Gremiumsbezirkes Marktredwitz-Selb innerhalb der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Prüfungsbesten erfuhren eine Auszeichnung. Auch durch die guten Leistungen der Absolventen sieht sich Dr. Laura Krainz-Leupoldt, Vorsitzende des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb, gratulierte den Absolventen einer Weiterbildung, die sich nach ihren Worten fit gemacht hätten für die Anforderungen der Zukunft, sowie den Auszubildenden, die nach bestandener Prüfung einen wichtigen Lebensschritt erfolgreich abschlossen.

Die besten Prüfungsteilnehmer

Von 144 Prüflingen im Winterhalbjahr haben 133 bestanden, 50 im kaufmännischen, 83 im gewerblich-technischen Bereich. 38 Mal wurde mit der Note zwei abgeschlossen, sechs Prüflinge schafften eine eins vor dem Komma: Patrick Dobras, Industriemechaniker, CeramTec GmbH, Marktredwitz, Johannes Dunkel, Industriemechaniker, Netzsch Gerätebau, Selb, Melanie Keck, Industriekauffrau, Scherdel GmbH, Marktredwitz, Bastian Michl, Industriemechaniker, Wafios AG, Marktredwitz, Felix Seidel, Elektroniker für Geräte und Systeme, Netzsch Gerätebau, Selb und Toni Weigl, Bankkaufmann, Zweckverband Sparkasse Hochfranken, Selb. Prüfungsbeste der Weiterbildung waren Mehmet Erduran, geprüfter technischer Betriebswirt und Kristina Stäudel, geprüfte Fachkauffrau Einkauf und Logistik. Prüfungsbeste und Meisterpreisträgerin ist Melanie Panzer, geprüfte Bilanzbuchhalterin.


Krainz-Leupoldt zitierte den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, "Make America great again", und fragte in ihrer Ansprache, weshalb nach der Auffassung vieler Amerikaner das Land an Größe verloren habe. Nach den Ausführungen der Vorsitzenden spiele das Bildungssystem eine "eminent wichtige Rolle". Zwar gebe es einige Elite-Universitäten. Ansonsten aber würden viele Austauschschüler und -studenten bestätigen, dass das Schul- und Bildungssystem in Amerika eher durchwachsen sei. Lediglich 30 Prozent eines Jahrgangs legten in den USA den Abschluss an einem College ab. Ohne alternatives Ausbildungssystem würden demnach 70 Prozent ohne Kenntnisse und Fertigkeiten für andere Berufe bleiben. 600 000 Jobs könne die US-Industrie derzeit nicht besetzen.

Die Situation sei zwar ähnlich wie in Deutschland, dennoch macht Krainz-Leupoldt einen Unterschied aus: In prosperierenden Regionen wie Oberfranken sei der Arbeitsmarkt leer gefegt. In den USA hingegen gebe es zwar Arbeitssuchende, kaum aber qualifizierte Bewerber. "Was also in den USA fehlt, ist eine berufliche Aus- und Weiterbildung wie in Deutschland" schlussfolgerte Krainz-Leupoldt. In diesem Mangel sieht sie einen Grund, der zur Schwächung der amerikanischen Wirtschaft führte. "Trump wäre gut beraten, eine bessere Ausbildung auf die Beine zu stellen anstatt mit Einfuhrzöllen auf deutsche Produkte zu drohen." In Deutschland sei die Suche der Unternehmen nach Fachkräften in der konjunkturellen Entwicklung begründet. Die Firmen expandieren und brauchen top aus- und weitergebildete Mitarbeiter. Krainz-Leupoldt gratulierte den Absolventen und versicherte, dass Wissen und Können zum persönlichen, aber auch zum Erfolg der Region beitragen.

"Das duale Ausbildungssystem ist eines der besten weltweit", bekräftige auch Landrat Dr. Karl Döhler und bestätigte den Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen der Absolventen, die mit den Ergebnissen zufrieden sein könnten, sich aber nie ganz zufrieden geben sollten. Döhler dankte den Ausbildungsbetrieben für das hohe Niveau.

Als Leiter im Bereich berufliche Bildung der IHK für Oberfranken Bayreuth lobte Bernd Rehorz die Absolventen für ihren Einsatz und den Verzicht auf viel Freizeit. Der Abschluss sei einem Bachelor- oder Master gleichgestellt. Die bayerische Staatsregierung zahle als Zeichen der Wertschätzung den Meisterbonus aus.

Mit dem Föhn, einem aufsteigenden Wind, verglich Werner Gebhardt, Vorstandsmitglied des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb, die Berufsausbildung. Die Azubis nähmen, ähnlich dem Föhn, an Kraft zu und überwänden Herausforderungen. "Auszubildende erfahren Know how zu und gewinnen Lebenserfahrung." Mit dem neu erworbenen Wissen brächten sie frischen Wind in die Unternehmen und nach Oberfranken. Die Chancen für die Berufsanfänger stünden günstig: 21 000 Fachkräfte fehlten aktuell in Oberfranken.

Für die Rede der Absolventen erhielt Toni Weigl viel Beifall. Er hob die Kompetenzen hervor, die bei der Ausbildung vermittelt wurden. "Wir wurden zu Fachleuten ausgebildet, darauf können wir stolz sein."

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
10. 04. 2017
00:00 Uhr

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Silke Meier

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Veröffentlicht am:
10. 04. 2017
00:00 Uhr



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