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Selb

Fußball-Verband hilft Selber Familie

Die Sozialstiftung des BFV steht Menschen bei, die in eine Notlage geraten sind. Die SpVgg Selb 13 schlägt einen Vater und vier Kinder vor, die kürzlich ihre Mutter verloren haben.



Aus dem Fonds der Sozialstiftung des BFV erhielt die in Not geratene Familie Deinath eine finanzielle Unterstützung von 5000 Euro. Das Bild zeigt (vorne, von links): Luca, Alicia-Leonie und Chiara Deinath sowie (stehend, von links) Jugendbetreuer Thomas Wlasak, Dominik Deinath, Klaus Deinath, Bezirksehrenamtsbeauftragter Siegfried Tabbert und Dieter Jülke, Geschäftsführer der SpVgg Selb 13. Foto: Michael Meier
Aus dem Fonds der Sozialstiftung des BFV erhielt die in Not geratene Familie Deinath eine finanzielle Unterstützung von 5000 Euro. Das Bild zeigt (vorne, von links): Luca, Alicia-Leonie und Chiara Deinath sowie (stehend, von links) Jugendbetreuer Thomas Wlasak, Dominik Deinath, Klaus Deinath, Bezirksehrenamtsbeauftragter Siegfried Tabbert und Dieter Jülke, Geschäftsführer der SpVgg Selb 13. Foto: Michael Meier  

Selb - Klaus Deinath hat es hart getroffen: Vor Kurzem ist seine Frau nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Der Vater ist nun allein mit den vier Kindern: Die Mädchen Chiara (zehn Jahre), Alicia-Leonie (12) sowie die Jungen Luca (9) und Dominik (16). Klaus Deinath steht jetzt, ohne Führerschein und Auto, alleine da und muss sich um die Familie kümmern.

Seit vielen Jahren schon ist Familie Deinath Mitglied bei der SpVgg Selb 13, die Kinder treiben dort aktiv Sport. In dem Wissen, dass es für solche Härtefälle eine Sozialstiftung beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) gibt, hat E-Jugendbetreuer Thomas Wlasak einen Antrag auf finanzielle Hilfe für die Familie Deinath gestellt. Nachdem der BFV die Sachlage geprüft hat, sagte er eine Unterstützung in Höhe von 5000 Euro zu.

Am Montagmittag war schließlich die Übergabe eines symbolischen Schecks an Klaus Deinath und seine vier Kinder. Bezirksehrenamtsbeauftragter und Kreisreferent Siegfried Tabbert war dazu nach Selb gekommen. "Fußball steht für Werte, für Solidarität mit den Schwächeren. Daher gehört es zu meinen Aufgaben, den in Not geratenen Mitgliedern unserer Vereine zu helfen", betonte Siegfried Tabbert bei der Übergabe gemeinsam mit Geschäftsführer Dieter Jülke. Der Kreisreferent verteidigte die Pflichtabgabe von einem Euro zum Eintrittsgeld bei Ausscheidungsspielen: "Der Fußballverband will sich nicht bereichern. Dieser Sozialeuro läuft hundertprozentig in die Förderung bei Notlagen", widersprach den Kritikern dieser Abgabe. Nach seinen Worten hat der BFV 2015 insgesamt 6200 Euro aus den Einnahmen von Entscheidungsspielen erzielt. 2016 seien bereits 18 000 Euro in den Landkreisen Hof, Wunsiedel und Tirschenreuth als Hilfe ausgeschüttet worden. "Und heuer sind aus dem Fördertopf bereits 13 000 Euro an Menschen in Not gegangen", sagte Tabbert.

Sichtlich gerührt von der Geste war der gebürtige Straubinger Klaus Deinath. "Ich bedanke mich für die tolle Unterstützung durch unseren Verein. Wir sind von Anfang an Mitglieder bei der Spielvereinigung und halten dem Verein auch weiterhin die Treue. "

Die BFV-Sozialstiftung leistet ganz gezielt Hilfe bei Schicksalsschlägen und unterstützt soziale Projekte. Neben besonders förderungswürdigen Projekten im sportlichen Ausbildungsbereich ist die Unterstützung mit Finanz- und Sachmitteln für gemeinnützige Organisationen im Bereich des Fußballsports sowie bedürftiger Mitglieder der BFV-Familie vorgesehen. Seit einigen Jahren erhebt der Bayerische Fußball-Verband neben dem Eintrittsgeld einen "Sozialeuro", der in den Fonds der Sozialstiftung einfließt. Dieser "Sozialeuro" wird nicht vom "normalen" Eintrittspreis abgezogen, sondern von den Zuschauern zusätzlich entrichtet. Die regulären Einnahmen für die Vereine aus dem Eintrittskartenverkauf bleiben damit bestehen, den Klubs entsteht kein finanzieller Verlust. Weiterhin kommen auch gezielte Spenden sowie Sponsorengelder dem Fördertopf zugute. Alle Vereine können bei der BFV-Sozialstiftung eigene Vorschläge für die Mittelverwendung einreichen. Über die Verwendung der Stiftungsmittel entscheidet der Stiftungsrat, bestehend aus Vertretern des BFV und der Vereine sowie Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben.

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Michael Meier

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Veröffentlicht am:
20. 04. 2017
16:54 Uhr

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Michael Meier

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20. 04. 2017
16:54 Uhr



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