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Lachsalven belohnen die Schauspieler

Mit dem Schwank "Süßer Senf und saure Gurken" meldet sich die Laiengruppe des FC Hohenberg auf der Bühne zurück. Das Publikum ist froh darüber.



Lisa Hoffmann weint sich in der Rolle der Lilo Rosenkranz an der Schulter des Schauspielers Mücke Moggbold (Alexander Fischer) aus. Ungerecht behandelt fühlt sich auch Tina Rosenkranz (Jessica Hoffmann). Mutter Ida (Eva Pusch) beäugt die Szene kritisch.	Fotos: Silke Meier
Lisa Hoffmann weint sich in der Rolle der Lilo Rosenkranz an der Schulter des Schauspielers Mücke Moggbold (Alexander Fischer) aus. Ungerecht behandelt fühlt sich auch Tina Rosenkranz (Jessica Hoffmann). Mutter Ida (Eva Pusch) beäugt die Szene kritisch. Fotos: Silke Meier   » zu den Bildern

Hohenberg - Mit Bravo-Rufen und minutenlangem, stürmischem Beifall honorierten die Besucher am Sonntagabend die Schauspielkunst der Theaterfreunde des FC Hohenberg. Es seien diese treuen Fans, wegen denen sich die Gruppe im vergangenen Jahr entschieden habe, nicht aufzugeben, sagte Regisseur Berndt Amann.

Ein Jahr nach diese Entscheidung, zur Premiere am Ostersonntag, stand er wieder vor großem Publikum und kündigte sieben neue Laienschauspieler an. "Süßer Senf und saure Gurken", einen Schwank in drei Akten von Wilfried Reinher, hatte das Ensemble einstudiert. Mit viel Spielfreude, reichlich Talent und originellen Charakteren brachte die Theatergruppe den Dreiakter auf die Bühne. Die Feuerwehrkapelle der Stadt Hohenberg sorgte vor der Aufführung und in den Pausen für volkstümliche Unterhaltung. Mitglieder des FC Hohenberg übernahmen die Bewirtung. Der Ansturm war enorm, schon nach der ersten Pause war der Vorrat ausverkauft. Und ausverkauft war auch der Saal, in dem die Besucher turbulente Szenen zu sehen bekamen.

Das Stück spielt in der Wohnstube des reichen Senffabrikanten Ludwig Löwe (Max Blöchl). Das Konterfei des Industriellen hängt an der Wand, ebenso Fotos von Reisen in ferne Länder. Trophäen stehen auf dem Boden, eine Hausbar zur Verfügung. Sehr zum Verhängnis des Butlers Egon Leuchtlein, alias James (Harald Max), der zwar die Gläser der Herrschaft putzt, den Whiskey aber gleich aus der Karaffe konsumiert. Hinter der Hausbar versteckt, belauscht James ein Telefonat der Putzfrau Isolde Krawalski (Ingrid Ploss), die ihrer Mutter vorgibt, mit dem Senffabrikanten verheiratet zu sein. Der allerdings pflegt ein Verhältnis mit Veronique Buffier (Stefanie Czech). Jäh endet das Techtelmechtel mit der ehemaligen Tänzerin, als Mücke Moggbold (Alexander Fischer) - Schauspieler ohne Arrangement, dafür mit Sprachfehler - seine Liaison mit Isolde löst und sich Veronique zuwendet.

Richtig Schwung kommt in die Bude, als Isoldes Eltern, Ida und Harry (Eva Pusch und Willi Krause), die Tochter unerwartet besuchen. Schließlich vermuten sie diese reich und glücklich verheiratet. Das Hauspersonal hält zunächst zusammen und will den Schwindel vertuschen. Besonders Sonja Salbe (Daniela Haas), der Sekretärin des Fabrikanten, gelingt das mit immer neuen Ablenkungsmanövern gut. Zumindest bis auffliegt, dass Butler James hinter jedem Rockzipfel her ist und es mit den reichlich verteilten Heiratsanträgen nicht so ganz genau nimmt. Partout nicht einsehen will Köchin Johanna Liebstöckl (Karin Fischer), dass sie ihr Herz umsonst an den Butler verschenkt hat. Auch dann nicht, als Lilo Rosenkranz (Lisa Hoffmann) und Tina Rosenkranz (Jessica Hoffmann) Egon Leuchtlein aufsuchen und an sein Eheversprechen ihnen gegenüber erinnern wollen.

Zum Produkt des Senffabrikanten und dem Genuss der sauren Gurken, die eine Schwangerschaft vermuten lassen, kommt noch Rizinusöl, das, in die alkoholischen Getränke gemischt, für Turbulenzen auf der Bühne und Lachsalven im Saal sorgt. Wer am Ende mit Butler James durchbrennt und wie es mit Isolde und dem Senffabrikanten weiter geht, zeigen die Darsteller noch einmal am Freitag, 21. April, und am Samstag, 22. April, jeweils um 20 Uhr in der Turnhalle in Hohenberg. Karten gibt es bei Edeka Kaiser und an der Abendkasse.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
17. 04. 2017
20:15 Uhr

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Silke Meier

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17. 04. 2017
20:15 Uhr



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