zuletzt bearbeitet: 10.08.2010 15:04 Uhr
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Katharina Schwägerl : Eine Hexe, die singen, tanzen, bergsteigen kann
Wunsiedel - "Zum Skifahren zieh ich mich nicht so warm an": Die "kleine Hexe" Katharina Schwägerl kommt zum Interview zwar nicht ganz so verhüllt wie auf die Luisenburg, aber die sommerlich leicht gewandete Figur auf den Flyern dürfte sie doch schaudern lassen. Die Sprünge, die sie als Star des Familienstücks dafür auf der Felsenbühne bei Wunsiedel absolvieren musste, verlangtem ihr einiges ab, denn es hat sie ein paar Mal kräftig gestaucht: "Ich bin bestimmt ein bisschen kleiner geworden!"
Aber so richtig leid tut sie einem nicht, dafür sagt sie das viel zu fröhlich. Auch nach einem vollen Probentag strahlt sie genau die Kraft und Zuversicht aus, die man der Titelfigur von Ottfried Preußlers Kindergeschichte zutraut. Kein Wunder, kommt doch für sie alles zusammen, was in der kurzen Probenzeit von drei Wochen Erfolg verspricht: Ihren Freund und Berater im Stück, den Raben Abraxas alias Johann Anzenberger, kennt sie aus ihrer Studienzeit in Salzburg, also "brauche ich gar nicht zu spielen, dass er mein bester Freund ist". Und mit Regisseurin Petra Wüllenweber und dem übrigen Team (Peter Engel gestaltet die Bühne, Sebastian Eilers das Tanzen) hat sie schon beim "Michel aus Lönneberga" gute Erfahrungen gemacht. Als herrlich deftige Magd Lina hat sie da festgestellt, dass die Arbeit auf der Luisenburg anspruchsvoll und etwas Besonderes ist: "Ich freu mich total".
Anspruchsvoll bleibt, auch heuer, schon allein der körperliche Einsatz auf der Felsenbühne. Für jede Szene muss Katharina Schwägerl unterirdisch oder seitlich bergsteigen, um an einer anderen Stelle der Bühne wieder aufzutauchen, und das beim Proben mehrere Male hintereinander. "Ich möchte mal wissen, wie viele Höhenmeter ich jeden Tag mache", sagt sie. Ihre strammen Waden allerdings kommen, so hofft sie, vom Tanzen. Das hat sie zusätzlich zu ihrer Schauspiel-Ausbildung gepflegt, und sie ist glücklich, dass sie es jetzt brauchen kann. Und singen wird sie auch, vier Lieder. Die lernte sie mit Komponist Markus Reyhani per E-Mail und Skype und nahm sie dann in Wunsiedel mit ihm nach nur drei Tagen auf: Denn zum ersten Mal wird es eine Luisenburg-CD geben.
Anspruchsvoll findet die junge Frau mit den schönen braunen Augen auch die Figur der kleinen Hexe, die einerseits, in den Augen der anderen Hexen, zwar kindlich und verächtlich ist, die aber andererseits durch ihre Hilfsbereitschaft und ihren Mut, anders zu sein, ihre eigentliche Überlegenheit zeigt. Dass auch kleinere Kinder das verstehen, konnte sie schon testen, denn die Schauspieler gehen in die Kindergärten und spielen Kostproben. Was sie sich jetzt wünscht? "Dass ich wieder nach Wunsiedel kommen kann, dass ich weiter viel Unterschiedliches machen kann und ausgelastet bin".
Premiere: morgen, Mittwoch, 10.30 Uhr.
Karten gibt es noch für alle Vorstellungen unter (0 92 32) 60 21 62 oder unter www.luisenburg-aktuell.de.
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