zuletzt bearbeitet: 27.04.2011 15:46 Uhr
Text
Text
Ein "Halleluja" der anderen Art
Vier Bands heizen den rund 400 Fans am Hofer Theresienstein ordentlich ein - etwas Regen tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Es geht ums Abtanzen, aber Glaubensinhalte bleiben nicht außen vor.
Hof - Sie haben ihn eben, den "Draht nach oben": Wie sonst wäre zu erklären, dass die Gewitterfront, die abends dunkel am Horizont dräute, nicht näher kam, sondern nur einige Regenwolken herüber schickte, die immer einmal mit einer kurzen Dusche die erhitzten Gemüter der Tanzenden kühlten . . .
Von 18.30 Uhr bis Mitternacht herrschte ausgelassene Stimmung bei "Rock am Stein" - wie man es seit nunmehr zehn Jahren kennt. Zum Jubiläumsfest hatten die vier christlichen Jugendorganisationen - EJW, CVJM, CJB und EC Hof - vier Bands eingeladen, die einen bunten Mix von Pop, Rock, Punk-Rock und Hip-Hop auf die Bühne legten. In einem Pavillon fanden Talkrunden statt, bei denen die Fans mit den Musikern ins Gespräch kommen konnten. Und wer auch noch ein T-Shirt oder ähnliches mit dem Aufdruck seiner Lieblingsband mit nach Hause nehmen wollte, wurde am Stand mit Fan-Artikeln sicher fündig. Nur die Gastronomie hatte an diesem eher kühlen Abend das Nachsehen - die aufgestellten Bänke blieben nass und leer.
Spaß und Action
Auch eine Reihe von Aktionen gab es. Die Sprayer Domi und Berti aus Hof und Bernstein am Wald entwarfen eine großformatige Graffiti-Ansicht von Hof in Schwarz auf Gelb. Allerdings mussten sie ihre Arbeit immer wieder unterbrechen, um die Plane über ihren Köpfen von Regenwannen zu befreien. Wer wollte, konnte sich an einem anderen Stand ein "Tattoo" aufsprühen lassen - farbecht bis zur nächsten Dusche.
Um die jugendlichen Besucher so richtig in Schwung zu bringen, verteilten die Veranstalter bunte Lollipops. Wer die lutschte, bekam eine knallbunte Zunge - Blau bevorzugt, passend zum Logo der Veranstaltung. Klar, dass da die Handys gezückt wurden, und auch ein Gruppenfoto entstand. Seifenblasen stiegen in den Nachthimmel, in denen sich die bunten Bühnenlichter spiegelten. Und wenn es gerade mal einen Schauer gab, drängte man sich eben unter Schirmen und Zelten zusammen. Bei einem Gewinnspiel in der Pause gab's als Hauptpreis ein iPod.
Im Übrigen stand die Musik im Mittelpunkt. Die Tanzenden vor der Bühne badeten im Scheinwerferlicht, sie hüpften und wanden sich zu den meist rauen bis harten Klängen und gingen tüchtig mit, wenn die Band zu einer Aktion aufrief, wie etwa: Grimassen schneiden, aus der Hocke gen Himmel springen, laut "Halleluja" singen. Von ihrer persönlichen Einstellung zu christlichen Werten legten Bandmitglieder Zeugnis ab.
Diesen Artikel
|
|||||
Die neuesten Kommentare
Ȇbersicht Kunst und Kultur
Totentanz an der Grenze der Tonalität
Das zweite Orgelkonzert der Hofer Heidenreich-Tage ist hauptsächlich, aber nicht nur der Romantik gewidmet. Jens Amend mutet sich und den Zuhörern Grandioses und Anspruchsvolles zu. »mehr
Literarischer Superstar mit Trauma
Vor 200 Jahren wurde Charles Dickens geboren. Der Engländer ist einer der meistgelesenen Schriftsteller seines Landes da... »mehr
Was den Kopf kostet
Man kann auch die Gastgeberin verstehen. Die protestantische Königin war not amused, als die katholische Exilantin, die ... »mehr
Aus fürs Guggenheim...
Berlin - Überraschend schlägt für das Deutsche Guggenheim in Berlin das letzte Stündlein: Das Renommierprojekt, eines de... »mehr
Das könnte Sie auch interessieren
Party
Nachrichten
Sport
Gelesen
Kommentiert
Bewertet
Prospekte aus der Region
Magazine
Umfrage















































