zuletzt bearbeitet: 06.02.2012 06:01 Uhr
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"Lausbubengeschichten über meine Kindheit"
Regisseur Emre Koca stellt in Hof seinen Films "Seppi und Hias"vor. Im Gespräch verrät er, was die Arbeit mit Kindern für ihn so besonders macht.
Herr Koca, Ihr Film erzählt eine "Lausbubengeschichte". Hatten
Sie beim Dreh viel zu lachen?
Auch eine Komödie zu drehen, kann anstrengend sein; vor allem, wenn man sehr wenig Zeit hat. Wir konnten nur etwa fünf Stunden am Tag drehen, dann noch mit zwei kleinen Jungen. Aber es gab natürlich auch viele lustige Momente. Der Schauspieler von Seppis Onkel hat zum Beispiel in den Szene selbst immer noch einen drauf gesetzt hat.
War es das erste Mal, dass Sie mit Kindern gearbeitet haben?
Ich habe auch schon früher mit Kindern gearbeitet, zum Beispiel bei der TV-Serie "Anschi, Heinz & Co."; allerdings noch nie so lange am Stück. Wir haben zwei Wochen gedreht. Von der Idee über das Casting bis zum fertigen Film, hat es allerdings zwei Jahre gedauert.
Sind Sie zufrieden mit ihren
jungen Hauptdarstellern?
Beide Jungs haben ihre Sache sehr gut gemacht. Sie standen das erste Mal vor der Kamera, was wirklich sehr schwer sein kann. Da versagen auch viele Erwachsene. Aber die beiden kamen sehr natürlich rüber.
Wie entstand die Idee zum Film?
"Seppi und Hias" ist im Grunde mein Abschlussfilm an der Filmhochschule München, und ich wollte etwas über meine Kindheit machen, die sehr schön und idyllisch war. Mit meinem besten Freund Florian, den ich seit dem Kindergarten kenne, hat sich die Idee entwickelt, etwas zu machen, das in die Richtung der "Lausbubengeschichten" von Ludwig Thoma geht. Das haben wir mit Erinnerungen an unsere Kindheit kombiniert. Der Drehort Beuerberg ist zugleich der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, und an dem die Thoma-"Geschichten" spielen.
Ist es etwas Besonderes, wenn Ihr Film bei Festivals gezeigt wird?
Es ist ein super Feedback, wenn mein Film von Veranstaltern ausgewählt wird und somit eine Plattform kriegt. Für mich ist es auch immer sehr spannend, wie die Zuschauer reagieren, wie oft sie lachen und wann.
Philipp Lahm und Hamit Altintop haben kleine Gastauftritte. Wie schwer war es, die beiden Fußballprofis zu bekommen?
Wir mussten sowieso vom Verein absegnen lassen, dass wir im Film regelmäßig FC-Bayern-Trikots zeigen. Wir standen also schon in Kontakt mit dem Verein, als wir entschieden, dass wir einen Profi für einen Gastauftritt brauchen. Bastian Schweinsteiger hatte leider keine Zeit, aber Philipp Lahm und Hamit Altintop waren einverstanden. Allerdings hatten wir nur eine halbe Stunde Zeit, um die Szene zu drehen; deshalb ist sie relativ kurz. Das Gespräch führte Jule Konrad
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