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Bayern Hof

"Werde es nicht vergessen"

Er hat die SpVgg Bayern Hof im Alleingang abgeschossen. Pokalheld Tim Knoch blickt auf unvergesssliche Tage zurück.



Interview: mit Tim Knoch, Pokalheld des TSV Meeder
Interview: mit Tim Knoch, Pokalheld des TSV Meeder  

Herr Knoch, beim 3:1-Sieg gegen die SpVgg Bayern Hof haben Sie Ihre Mannschaft des TSV Meeder im Alleingang in die nächste Runde geschossen. Wie fühlen sie sich?

Ich fühle mich sehr gut. Die Partie war bis zum Schlusspfiff spannend. Ich war froh als endlich Schluss war.

 

Haben Sie vor der Partie an einen Erfolg geglaubt?

Nein, dass wir Bayern Hof schlagen, habe ich nicht gedacht. Wir hatten wenige Tormöglichkeiten. Dass es so gut gelaufen ist und schließlich doch zum Sieg gereicht hat, freut mich deswegen umso mehr.

 

Mit welchen Gefühlen sind sie in die Partie gegangen?

In der Partie zuvor gegen den FC Mitwitz wurde ich vom Platz gestellt, deswegen wusste ich bis kurz vor Anpfiff nicht, ob ich spielen werde. Mit meinem Verhalten hatte ich der Mannschaft geschadet, deswegen war ich für das Pokalspiel umso motivierter.

 

Sie haben drei Tore gegen einen Bayernligisten geschossen. Wie haben sie ihre Treffer erlebt?

Auf dem Platz denkt man nicht mehr viel. Da hat man nur noch seine Abläufe und den nächsten Ball im Kopf. Eigentlich habe ich die Tore gar nicht richtig wahrgenommen. Das erste schon gar nicht. Erst als ich am Mittelkreis wieder auf den Anstoß wartete, habe ich realisiert, dass ich zum Ausgleich getroffen hatte.

 

Haben Ihnen Ihre Tore mehr Sicherheit im Spiel gegeben?

Vor der Partie war ich natürlich aufgeregt. Vor unserem Gegner und seiner Qualität auf dem Platz hatte ich Respekt. Nach dem frühen Rückstand habe ich mich schon auf eine Nullnummer eingestellt und gehofft, dass wir nicht zu viele Treffer kassieren. Wir hatten Glück, dass die Hofer ihre vielen Chancen nicht genutzt haben. Aber nach dem ersten Tor wurde ich ruhiger. Dann habe ich sogar angefangen, etwas an den Sieg zu glauben.

 

Ihr Pokalgegner, die SpVgg Bayern Hof, spielt zwei Ligen höher als Ihre Mannschaft. Gab es auf dem Platz einen Qualitätsunterschied?

Wir wussten bereits vor dem Spiel, dass die Gäste sehr guten Fußball spielen. Die Abwehrspieler waren körperlich viel robuster als in der Bezirksliga. Vor allem mit ihrem Kapitän Christian Schraps habe ich mir viele Duelle geliefert. Das ist ein ganz anderes Kaliber als meine Gegner in der Bezirksliga.

 

Ihr Trainer Stefan Nöth hat am Tag des Pokalspiels geheiratet. Er hat es lange offen gelassen, ob er trotz Trauung an der Seitenlinie stehen wird. Letztlich war er beim Anpfiff doch da. Wie wichtig war es, dass ihr Trainer am Platz war?

Das war sehr wichtig. Er hat mir und der Mannschaft noch einige Tipps gegeben. Das hat mich und meine Mannschaftskollegen zusätzlich motiviert. Außerdem haben wir so wie im Pokalspiel noch nie zusammengespielt, da bei uns drei wichtige Stammspieler im Mittelfeld ausgefallen sind. Somit mussten junge Spieler aus der A-Jugend ran. Die haben sehr gut gekämpft und ein klasse Spiel gemacht. Auch für sie war es wichtig, dass ein erfahrener Mann wie Stefan Nöth an der Seitenlinie stand.

 

Der Gegner in der nächsten Runde heißt Würzburger Kickers. Haben sie sich schon Gedanken über die kommende Partie gemacht?

So ein Sieg gibt natürlich viel Rückenwind, aber gegen die Kickers aus Würzburg sind wir klarer Außenseiter. Da können wir wieder ohne Druck in die Partie gehen. Zwei Tage vorher spiele ich im Traumspiel in Coburg gegen den FC Bayern München. Diese Wochen werde ich nie vergessen.

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Yannick Seiler
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Veröffentlicht am:
11. 08. 2017
16:33 Uhr

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Yannick Seiler

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Veröffentlicht am:
11. 08. 2017
16:33 Uhr



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