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Gerd Schönfelder feiert größten Triumph

Behindertensport | Der Kulmainer holt erstmals in seiner Karriere in allen Alpin-Disziplinen die kleine Kristallkugel und ist zum achten Mal Gesamtsieger. Am Freitag starten die Paralympics.
Von Peter Perzl
  • fpsp_mwa_gerd-schoenfelder_1 Gilt in Whistler Mountain als Topfavorit: Gerd Schönfelder.
     
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Gerd Schönfelder ist einfach der Größte. Der Kulmainer Behindertensportler hat es tatsächlich geschafft, in Aspen (Colorado) sämtliche alpinen Kristallkugeln zu holen, die es zu gewinnen gibt. "Das ist einfach nur noch Wahnsinn", jubelt der 39-jährige Ausnahmesportler, der von einem "Fullhouse" spricht. Damit steht er zum achten Mal als Gesamt-Weltcupsieger fest. Bei den 10. Paralympics, die am Freitag in Vancouver beginnen (Eröffnungsfeier ab 2.50 Uhr live bei Eurosport) kann er sogar zur Unsterblichkeit aufsteigen.

Nach seinem Sieg am ersten Tag der Doppelabfahrt in Aspen auf einer mit vielen Rippen gespickten und unruhigen Piste und mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen, ließ er 24 Stunden später einen zweiten Platz folgen. Das brachte ihm insgesamt 180 Punkte ein und damit die kleine Kristallkugel, die dem Sieger des Abfahrts-Weltcups zusteht. Zuvor schon stand Schönfelder als Sieger des Slalom- und Riesenslalom-Gesamtklassements fest. Bereits da sprach der Kulmainer vom "erfolgreichsten Winter in meiner Karriere".

Doch wenn der als Draufgänger bekannte Gerd Schönfelder einmal Lunte gerochen hat, dann lässt er nicht mehr locker. Mit dem Sieg im Super G und Bestzeit im abschließenden Kombi-Slalom sicherte er sich auch noch die Weltcup-Kugeln Nummer vier und fünf. "Es ist wirklich unglaublich, wie gut es derzeit läuft", meint Schönfelder, "aber es war ein hartes Stück Arbeit." Auch dem schlechten Wetter mit wechselnden Bedingungen, starken Schneefällen und teils schlechter Bodensicht trotzte er. Die Siege in allen möglichen Disziplinen der sogenannten stehenden Klasse unter 30 Konkurrenten verdeutlichen einmal mehr die Vielseitigkeit Schönfelders, der sich über den "perfekten Abschluss einer perfekten Weltcup-Saison" freute wie ein Schneekönig. Mit 1560 Punkten gewann der Kulmainer mit Riesenvorsprung vor Vincent Manuel Gauthier (Frankreich/813), Toby Kane (Australien/749), Cameron Rahles Rahbula (Australien/696) und dem Schweizer Michael Bruegger (609). Deutschland ist übrigens die einzige Nation, die zwei Weltcup-Gesamtsieger stellt. Denn in der sitzenden Klasse setzte sich auch Schönfelders Teamkollege Martin Braxenthaler durch, wenn auch nicht mit so großem Vorsprung. Am Montag übrigens traf Schönfelder in Whistler Mountain ein, wo die Crew bei besten Bedingungen mit Sonnenschein empfangen wurde. Am heutigen Mittwoch steht das erste freie Training auf dem Programm.

    
    

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