zuletzt bearbeitet: 24.03.2011 13:45 Uhr
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Feinster Rasen für wenig Aktive
Eger | Der tschechische Verein hat wenig
Perspektiven, aber ganzjähriges Grün.
Widersprüchlicher kann ein Fußball-Szenario nicht sein. Hier ein 500 000 Euro teurer Kunstrasenplatz, den sich viele Vereine im benachbarten Bayern wünschen würden. Nur 50 Meter entfernt ein abbruchreifes Gebäude, das den Spielern als Umkleidehaus dient und das sie möglichst schnell wieder verlassen.
Beim FC Cheb (Eger) in Tschechien wissen die Verantwortlichen um die unzureichende Infrastruktur. Aber sie wollten und mussten schnell handeln. Zuschüsse vom Staat und der Stadt Eger machten es dem Verein möglich, den Platz zu bauen, obwohl die Männer-Mannschaft nur in der Kreisklasse und keine Jugendmannschaft mehr im Spielbetrieb ist.
Die Verantwortlichen der SpVgg Bayern Hof können nur neidisch die künstlichen Grashalme bewundern, die einen Fußballteppich in das triste Vereinsgelände zaubern. Präsident Reiner Denzler hat kürzlich angekündigt, dass die Hofer im Herbst dieses Jahres das Projekt Kunstrasenplatz angehen könnten. Aber noch gibt es Finanzierungslücken. "Unsere Behörden sollten sich mal ein Beispiel an Tschechien nehmen", deutete Denzler eine Schwäche unseres Landes an.
Erstaunlich ist das Engagement der Stadt und des Staats allemal. In Eger hat der Fußball trotz großer Vergangenheit so gut wie keine Zukunft. Der FC dümpelt wie erwähnt auf Kreisklassenebene hin. Und Union Eger steht wohl kurz vor dem Aus. Der Verein spielte früher in der ersten tschechoslowakischen Staatsliga eine ordentliche Rolle, brach nach der politischen Wende auseinander und erlebte als Union als kurzes Comeback. Jetzt dürften die Lichter endgültig ausgehen. Peter Langer
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