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Die Bärte sollen weiter sprießen

Eishockey | Der VER Selb will heute in Regensburg ins Finale einziehen – oder spätestens am Sonntag in Selb.
  • fpsp_selb_porzig_120310 Auf, Jungs, Richtung Finale! Kapitän Elko Porzig gibt für den VER die Richtung vor. Foto: Kauper
     
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Bei den Eishockeymännern ist es ein alter Brauch, sich erst dann zu rasieren, wenn die Mannschaft aus den Play-offs rausfliegt. Manche Selber Spieler haben nun schon längere Stoppeln im Gesicht. Und auch wenn das Kratzen nicht jeder mag - am liebsten würden sie sich noch eine weitere Woche die Bärte sprießen lassen. Dann würde es nämlich heißen: "Finale, oho. . . !"

Nach dem ersten Halbfinalerfolg über den EV Regensburg (5:2) benötigen die "Wölfe" in der "best-of-three"-Serie noch einen Sieg, um im Titelrennen weiter dabei zu sein. Und der soll möglichst schon am heutigen Freitag (20 Uhr) gelingen, wenn die VER-Cracks in der voraussichtlich mit über 4000 Zuschauern gefüllten Donau-Arena in Regensburg antreten. Unterstützt werden Porzig & Co. von rund 1000 Selber Schlachtenbummlern. Gelingt der Einzug ins Finale heute noch nicht, herrscht am Sonntag (18 Uhr) in Selb Endspielstimmung im dann alles entscheidenden dritten Spiel gegen Regensburg.

Auch Thielsch wieder dabei

Nach dem hochklassigen und sehr kampfbetont geführten ersten Halbfinalspiel kam Spielertrainer Cory Holden die einwöchige Pause sehr gelegen, damit seine Spieler neue Kräfte sammeln konnten. "Wir hatten schon im Hinspiel einige angeschlagene Spieler. Außerdem stößt heute Dennis Thielsch wieder zur Mannschaft. Er wird der Offensive noch mehr Schwung verleihen." Mit viel Schwung wird aber auch der Gastgeber in die Partie gehen und vor heimischer Kulisse noch einmal alles in die Waagschale werfen, um ein drittes Spiel zu erzwingen. "Selb ist der Favorit, wir haben im Prinzip nichts zu verlieren, aber wir werden noch einmal alles geben, um das Unmögliche zu erreichen", heißt es aus dem Lager des EV Regensburg. Und schon in Selb war der ehemalige Zweitligist lange auf Augenhöhe mit dem VER. "Die haben ein sehr gutes Eishockey gezeigt und waren zumindest kämpferisch mit uns auf einer Ebene", weiß Holden, was sein Team heute erwartet.

1000 Fans begleiten VER

Besonders die gute Abwehrarbeit der Regensburger hob Holden hervor. "Es war sehr schwer für uns, durchzukommen. Und auf der Suche nach Wegen lauert immer die Gefahr von Kontern." Die Selber machen sich jedenfalls auf einen heißen Tanz gefasst. "Dennoch wollen wir heute schon alles klar machen und ein drittes Spiel möglichst vermeiden", spricht Kapitän Elko Porzig im Namen der Mannschaft, in der heute einzig Allrounder Alexander Fischer aus beruflichen Gründen nicht stehen wird.

Die Stimmung im Team ist jedenfalls bestens. Wie auch bei den Anhängern. Neun voll besetzte Fanbusse und dazu etliche Privatfahrer rollen nach Regensburg und wollen den VER im wohl nahezu ausverkauften Regensburger Eisstadion unterstützen. Und auf den Support könnten sich die "Wölfe" auch in einem - wenn nötig - entscheidenden dritten Spiel am Sonntag in der Selber Eishalle sicher sein. Viel lieber hätten die VER-Cracks an diesem Tag aber frei. Und die Stoppeln im Gesicht könnten noch länger werden.

VER Selb: Dirksen (Kümpel) - Holden, Jeschke, Horvath, Schneider, Thumm, Porzig, Ulitschka - Sekera, Hendrikson, Lamich, Siegeris, Waßmiller, Thielsch, Setzer, Jaworin, Schiener, Bauer. M.S./A.P.

    
    

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