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Dämpfer auf dem Weg zum Titel

Eishockey | Der VER Selb verliert erstes Finalspiel gegen Miesbach und muss nun am Sonntag gewinnen.
  • fpsp_kuempel_5sp_200310 Dicke Luft vor dem Selber Tor: Keeper Manuel Kümpel klärt gegen Nicolas Oppenberger (rechts) und Waldemar Detterer. Links verfolgt Tim Schneider die Aktion. Weiter Bilder unter www.frankenpost.de Foto: Kauper
     
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Jetzt wird es eng für die "Wölfe". Vor rund 3000 Zuschauern unterlagen die Holden-Schützlinge am Freitag den bärenstarken Oberbayern, die nun die besseren Karten im Kampf um die bayerische Meisterschaft in den Händen haben. Mit rund 500 Anhängern im Rücken wollen die Selber am Sonntag in Miesbach den Spieß aber noch umdrehen.

VER Selb: Kümpel (Baumgärtner) - Holden, Jeschke, Horvath, Schneider, Thumm, Porzig, Ulitschka, T. Roos - Sekera, Hendrikson, Lamich, Siegeris, Waßmiller, Thielsch, Setzer, Jaworin, Fischer, Schiener, Bauer, Schwarzmeier.

Schiedsrichter: Sperl, Pfeil; Zuschauer: 3000; Tore: 23. Min. 0:1 Hart (5-4), 34. Min. Hendrikson (Jeschke, Sekera (4-4), 42. Min. 2:1 Sekera (Lamich, Holden 5-4), 44. Min. 2:2 Hart (5-3), 46. Min. 2:3 Detterer, 59. Min. Mayr (empty-net).

Strafminuten: Selb 16, Miesbach 18.

Endspielstimmung

Von Beginn an herrschte Endspielstimmung auf den Rängen. Beide Fangruppen feierten ihre Mannschaften für eine grandiose Saison, die für die "Wölfe" die bislang erfolgreichste der Vereinsgeschichte ist. Selbst unter den Miesbacher Anhängern scheint eine neue Eishockeyeuphorie ausgebrochen zu sein, schafften sie es doch erstmals seit Jahren, einen Fanbus auf die Beine zu bringen.

Auf dem Eis hatte der VER den besseren Start und drängte auf eine frühe Führung. Die Gäste standen wie erwartet sehr defensiv, überstanden zwei Unterzahlspiele schadlos und lauerten auf Konter. Die Selber boten in der Abwehr auch hin und wieder einige Lücken, doch Torwart Manuel Kümpel stand seinem Gegenüber im Miesbacher Gehäuse in nichts nach. TEV-Keeper Florian Hochhäuser bewies mit Paraden gegen Sekera und Lamich, dass er laut Statistik nicht umsonst die Nummer eins der Bayernliga ist. Und so blieb es bis zur 17. Minute beim torlosen Remis, ehe wieder einmal die Bande in Mitleidenschaft gezogen wurde und die Schiedsrichter die beiden Mannschaften vorzeitig in die Drittelpause schickten.

    
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Die unfreiwillige Pause brachte den "Wölfen" im Gegensatz zur Vorwoche gegen Regensburg dieses Mal aber kein Glück. Als in der 23. Minute Fischer den Puck vertändelte und Schiener auf die Strafbank musste, nutzten die Gäste die Überzahl zur 1:0-Führung. Torwart Kümpel sah beim Schuss von Hart etwas unglücklich aus. Die Fans trieben ihre Mannschaft aber sofort wieder nach vorne und skandierten "Selber geben niemals auf". Und die Hausherren gaben auch sofort noch mehr Gas. In der 28. Minute lag der so herbeigesehnte Ausgleich förmlich in der Luft, aber Hendrikson und Lamich scheiterten in bester Position am TSV-Keeper, der zwei Minuten später auch gegen Siegeris Sieger blieb.

Es war wie verhext - bis zur 34. Minute. Jeschke ließ drei Miesbacher wie Slalomstangen stehen und bediente Hendrikson, der den Puck zum viel umjubelten 1:1 in den Winkel hämmerte. In der Folge hatten Lamich und Thielsch sogar noch die Möglichkeit zur Führung, doch einmal mehr fanden sie in Hochhäuser ihren Meister. Es blieb so bis zur zweiten Drittelpause beim Remis. Die Zuschauer waren dennoch begeistert vom Schlagabtausch der beiden Mannschaften, die unter Beweis stellten, dass sie die beiden besten der Bayernliga sind.

Noch mehr begeistert waren die Zuschauer in der 42. Minute. Selb war in Überzahl, Lamich passte uneigennützig auf Sekera, und der schoss den VER mit 2:1 in Führung. Dann hatten die Schiedsrichter ihre Hände im Spiel. Nach Setzer schickten sie auch Schneider auf die Strafbank - keiner wusste warum -, und Miesbach nutzte das 5:3-Überzahlspiel zum Ausgleich. Nur 120 Sekunden später schloss Detterer einen Misbacher Konter gar zum 2:3 ab.

Unverständliche Strafzeiten

Die Selber Ausgleichsbemühungen wurden immer wieder durch unverständliche Schiedsrichterentscheidungen im Keim erstickt. Auch die Hereinnahme eines sechsten Feldspielers für Torwafrt Kümpel brachte keinen Erfolg. Im Gegenteil: Der Miesbacher Mayr angelte sich im eigenen Drittel den Puck und schoss ins leere Tor zur endgültigen Entscheidung ein. Jetzt waren die 50 mitgereisten Miesbacher Fans obenauf - und die VER-Anhänger müssen auf einen Sieg am Sonntag und dann ein drittes Spiel in Selb hoffen. A.P.

    
    

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