zuletzt bearbeitet: 24.03.2011 13:45 Uhr
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Die jungen Bayern spielen wieder Fußball
Dieser 2:0-Sieg der SpVgg Bayern Hof über den Bayernliga-Tabellendritten aus Rain am Lech war dreierlei: Glücklich, verdient und enorm wichtig für die Entwicklung der jungen Mannschaft.
Hof: Karnitzschky - Fernando Redondo, Ichim, Busch, Pajonk Schneider, (59. Jörg), Gareis, Tekdemir (66. Sam), Schäffler - Bächer, Bukowski (79. Schraps),
Rain: Jöckel - Egen (7. Schneider), Taglieber, Niederleitner, Bulik (84. Brnadic), Heikenwälder, Löring Schlumberger, Lovric ,Stevanovic, Steiner
Tore: 73. Min. Sam 1:0 (Foulelfmeter), 83. Min. Bächer 2:0 Rote Karte: Niederleitner /Rain) - Gelbe Karten: Schneider, Pajonk, Schraps / Lovric, Niederleitner, Stevanovic - Schiedsrichter: Dreyer (TSV Oberschneiding) - Zuschauer: 500
Dieser 2:0-Sieg der SpVgg Bayern Hof über den Bayernliga-Tabellendritten aus Rain am Lech war dreierlei: Glücklich, verdient und enorm wichtig für die Entwicklung der jungen Mannschaft. Glücklich, weil die Gäste in der Anfangsviertelstunde zwei hochkarätige Chancen versiebten. Verdient, weil sich die Hofer nach diesen kritischen Augenblicken von Minute zu Minute steigerten und selbst auf dem holprigen und von einer "Grünen Au" Lichtjahre entfernten Platz etwas zeigten, was viele Hofer Fans so lange vermisst hatten. Sie spielten Fußball.
Gute Note für Fernando
Natürlich lief noch nicht alles nach Wunsch. Die Schlappe von Buchbach hatte Spuren hinterlassen. Aber gerade die jungen Spieler spürten instinktiv und schnell, dass sie den mit viel Vorschusslorbeeren angereisten Südbayern Paroli bieten konnten. Großartig, wie Fernando, der jüngere der Redondo-Brüder, auf der rechten Abwehrseite Verantwortung übernahm und mit klugen Pässen das Spiel eröffnete. Dennis Pajonk begann zurückhaltender und konzentrierte sich mit Erfolg darauf, seinen Gegenspieler zu neutralisieren. Der Dritte im Bunde der Juniorenspieler war Waldemar Schneider, der sich mit feinen Dribblings Respekt verschaffte. Auch der nur wenig ältere Neuzugang Tobias Bukowski fügte sich gut ein. Seine beste Szene hatte er nach 20 Minuten, als er mit einem Gewaltschuss den guten Jöckel im Rainer Tor prüfte.
Natürlich spielte den Bayern auch der frühe Platzverweis in die Karten. Aber er war auch das Resultat dieser Steigerung. Kein Zufall, dass ihn der agile, stets anspielbare Markus Bächer erzwang, als er mit unbändigem Willen einem schier aussichtslosen Ball hinterher sprintete und von Niederleitner umgerissen wurde. Notbremse! Der sichere Schiedsrichter Dreyer musste nicht überlegen.
Hof war also in Überzahl, aber Rain steckte die Rote Karte ziemlich unbeeindruckt weg und glich mit großem läuferischen Aufwand die zahlenmäßige Unterlegenheit aus. Klare Vorteile konnten sich die Bayern deshalb noch nicht erspielen, aber sie waren auf dem besten Weg dazu. Der Pluspunkt bei diesem Geduldsspiel war Daniel Gareis, der im defensiven Mittelfeld als souveräner Ballverteiler fast fehlerlos dirigierte. Die nötige Ruhe gab ihm das Hofer Innenverteidiger-Duo. Cosmin Ichim spielte nach über einem Jahr Verletzungspause als wäre er nie weg gewesen. Kompromisslos und konsequent. Marcel Busch stand ihm in nichts nach. Beide waren der Garant dafür, dass der von Thannhausen nach Rain gewechselte Bayernliga-Torschützenkönig Stevanovic seine Gefährlichkeit bestenfalls andeuten konnte.
Thomas Kost handelt
Aber noch stand es 0:0 im Spiel elf gegen zehn. Die Bayern wollten natürlich mehr. Trainer Thomas Kost handelte, ersetzte den engagierten, aber zu ballverliebten Okcan Tekdemir und den müde werdenden Schneider durch Matthias Jörg und Daniel Sam. Und genau diese beiden Hofer Spieler schossen den unverdrossen kämpfenden TSV dann ab. Jörg eroberte kampfstark den Ball an der Außenlinie, kurvte in den Strafraum und wurde von den Beinen geholt. Elfmeter! Sam übernahm die Verantwortung und knallte die Kugel in die Maschen. Erlösung und Lohn zugleich. Als dann nur zehn Minuten später Sam auf der rechten Seite unwiderstehlich davonzog, war's um Rain geschehen. Bächer startete im richtigen Moment und spitzelte den Ball nach der präzisen Hereingabe seines Kumpels über die Linie. Rain gab sich zwar noch nicht geschlagen, hatte aber wegen des großen Laufaufwandes nichts zuzusetzen.
Der Sieg war, wie eingangs erwähnt, enorm wichtig für die weitere Zukunft der im Schnitt nur 23 Jahre alten Hofer Mannschaft. Die Spieler wissen seit Samstagnachmittag: "Wir können mithalten." Was sie im Idealfall Woche für Woche nachweisen können. In Großbardorf wartet der nächste Brocken. Die Unterfranken holten beim Spitzenreiter Memmingen einen Punkt. Und der kommt in 14 Tagen auf die dann hoffentlich grünere "Grüne Au". Peter Langer
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