zuletzt bearbeitet: 24.03.2011 13:43 Uhr
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Gelassen im Nassen
Bange Blicke nach außen. Seit Stunden schüttet es wie aus Kübeln. "Werden wir denn heute spielen können?", fragen sich viele Fußballer. Dann, einige Stunden vor dem Anpfiff, kommt der Anruf. "Bei uns geht heute rein gar nichts, unser Platz ist völlig aufgeweicht, der ganze Strafraum steht unter Wasser", teilt der Verantwortliche der Heimmannschaft dem Gegner mit." So erging es jetzt vielen Vereinen in der Region. Und das mitten im Sommer.
"An so einen August kann ich mich nicht erinnern", sagt der Spielleiter im Fußballbezirk Oberfranken, Günter Hahn. Zwar habe es in den vergangenen Jahren hin und wieder mal einen Spieltag im September komplett verregnet, doch offensichtlich rücke das schlechte Wetter jetzt schon im Hochsommer an.
In der Bezirksoberliga sind in der noch jungen Saison bislang vier Spiele den heftigen Regenfällen zum Opfer gefallen, in der Bezirksliga Oberfranken Ost waren es drei - so viele wie noch nie. Selbst in Landesliga und der Bayernliga - die Partie Bamberg gegen Hof musste bereits zweimal abgesagt werden - waren einige Plätze unbespielbar.
Stark betroffen war auch der Fußballkreis Hof-Marktredwitz. Kreisspielleiter Thomas Unger ist in den vergangenen zwei Wochen vorwiegend mit Absagen von Spielen der zweiten Mannschaften konfrontiert worden. In der Kreisklasse Hof seien aber auch mehrere Partien der ersten Mannschaften ausgefallen. Nicht ganz so schlimm sei es im Frankenwald, im Fichtelgebirge und im Stiftland gewesen.
Die Spielausfälle im August bereiten den verantwortlichen Terminplanern wenig Kopfzerbrechen. Die Partien würden meist eine oder zwei Wochen später wieder neu angesetzt, sagt Günter Hahn. Im Kreis Hof-Marktredwitz könnten sich die Vereine laut Thomas Unger selbst auf einen neuen Termin verständigen. "Gibt es keine Einigung, legen wir ihn fest."
Günter Hahn zeigt für die Spielabsagen der Vereine großes Verständnis. "Es macht keinen Sinn, Spiele bei solchem Wetter mit Gewalt durchzuziehen. Denn dann sind die Plätze kaputt." Natürlich, dass weiß auch Hahn, ist der "eine oder andere Schlawiner" unter den Vereinen dabei. Aber bei Witterungsverhältnissen, so wie sie zuletzt in der Region vorgeherrschten, verzichtet Hahn gänzlich darauf, die Platzvereine bei einer Spielabsage mit einem "roten Punkt" zu belasten. "Der ,rote Punkt' wird dann vergeben, wenn ein Verein ein Spiel absagt, ohne dass es dafür ersichtliche Gründe gibt." Jeder Verein hat, wie Günter Hahn stets bei allen Tagungen betont, einmal in der Saison das Recht, sein Spielfeld zu sperren. Wenn aber ein Club, der bereits einen "roten Punkt" hat, seinen Platz zum zweiten Mal sperrt, hat der Spielleiter das Recht, die Paarung zu drehen und die Partie auf des Gegners Sportanlage austragen zu lassen.
Viel problematischer als im Sommer sind für Hahn die Spielausfälle im Spätherbst. "Durch die zum Teil mit 17 und 18 Vereinen besetzten Spielklassen müssen wir heuer bis Ende November spielen. Da naturgemäß so um den 20. November das schlechte Wetter einsetzt, könnte es in diesem Jahr durchaus eng werden."
Aber Hahn hat vorgebaut und bereits für das Frühjahr eine Reihe von Nachholterminen festgesetzt.
Nachholspiele
Die Nachholtermine für die am 17./18. August ausgefallenen Spiele.
Bezirksoberliga: TSV Meeder- TBVfL Neustadt-Wildenhaid (25. August, 18.30 Uhr), FC Wacker Trailsdorf - FSV Bayreuth und FC Strullendorf - SV Pettstadt (beide 1. September, 18 Uhr).
Bezirksliga: SpVgg Bayern Hof II - SC Hummeltal (25. August, 18.30 Uhr), SSV Kasendorf - TSC Mainleus (1. September, 18 Uhr).
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