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Trainer Barborka ohne Alternativen

VGF Marktredwitz | Nur der Kapitän freut sich auf die Reise zum Zweiten Dachau.

Ein Spieler des Volleyball-Zweitligisten VGF Marktredwitz freut sich auf die Auswärtspartie am Sonntag um 15.30 Uhr beim ASV Dachau so richtig: Jan Liebscher, der in der Saison 96/97 für den ASV Dachau in der Georg-Scherer-Halle auf Punktejagd ging. Die meisten Mitspieler von damals haben den Verein verlassen oder sind nicht mehr aktiv. Nichtsdestotrotz gibt es mit Trainer Klaus Dammann stets ein herzliches Wiedersehen. Schließlich hat Jan Liebscher zwei Jahre mit ihm zusammengespielt und mit ihm eine Wohngemeinschaft geteilt.

Sogar den Ersten geschlagen

Das sind aber auch schon alle Herzlichkeiten, die am Sonntag ausgetauscht werden. Unterschiedlicher könnte die Lage der beiden Vereine nicht sein. Der eine, die VGF Marktredwitz, steht mit dem Rücken zur Wand und nähert sich mehr und mehr dem Abstieg. Der andere, der ASV, spielt die beste Saison seit Jahren und kämpft um den Aufstieg in die erste Bundesliga. Während die Dachauer in der vergangenen Spielzeit den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag klar gemacht haben, spielen sie heuer eine absolut überzeugende Saison und stehen auf dem zweiten Tabellenplatz. Sogar den Meisterschaftsfavoriten und Tabellenführer aus Bühl haben die Südbayern in der heimischen Halle geschlagen.

Die Stärke der Dachauer kommt nicht von ungefähr. Sie haben sich vor der Saison gezielt mit starken Spielern aus dem Münchener Raum verstärkt. Vom TSV Grafing kam Jakob Weil, von Generali Unterhaching Norbert Kunstek. Vor allem in Block und Aufschlag ist das Team besonders stark. Das bekamen die Spieler der VGF schon im Hinspiel zu spüren, als sie glatt mit 0:3 unterlegen waren.

Ernüchterung eingekehrt

Bei der VGF hingegen ist nach der glatten 0:3-Niederlage gegen Freiburg wieder Ernüchterung eingekehrt. Mangels Alternativen stellt sich die Mannschaft weiterhin von alleine auf: Andreas Söllner hat seinen Magen-Darm-Virus noch nicht auskuriert, Jan Liebscher laboriert weiter an seinem Bänderriss, ist noch nicht hundertprozentig einsatzfähig, und Spielertrainer Pavel Barborka hat nach seiner Knieoperation erst diese Woche wieder mit dem Training begonnen. Auch vom Dauerverletzten Christoph Angermann gibt es keine Besserung zu vermelden. Er hat weiter starke Knieschmerzen. Die VGF hofft den Gegner zumindest ein wenig ärgern zu können.

    
    

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