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Münchberg plant zweigleisig

Von Peter Langer
  • fpsp_Atanasov_kopf_1sp_4c_1 M. Atanasov
     
  • fpsp_Gahn_1sp_4c_190310 Jürgen Gahn
     
  • fpsp_Guthke_1sp_4c_180310 Roland Guthke
     
  • fpsp_Poschert_1sp_4c_180310 J. Poschert
     
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Am Wochenende soll endlich auch in der Fußball-Bezirksliga Ost der Ball wieder rollen. Während die Spiele im Bayreuther Raum wohl stattfinden werden, stehen die angesetzten Heimspiele der SpVgg Oberkotzau und des FC Martinsreuth auf der Kippe. Die Plätze sind noch mit Schnee bedeckt. Selbst die angekündigten wärmeren Temperaturen würden nach Lage der Dinge keine entscheidende Verbesserung bringen. Aussichtslos ist die Lage beim FC Wüstenselbitz, der gegen Hof West spielen soll.

Der Oberkotzauer Trainer Mario Atanasov ist in der langen Winterpause einen völlig neuen Weg gegangen. "Wir haben ausschließlich in der Halle oder im Fitness-Studio trainiert." Seine Spieler waren begeistert. Atanasov: "Ich wollte sie nicht auf knochenharten Plätzen herumhetzen. Das macht wenig Spaß und birgt eine höhere Verletzungsgefahr." Jetzt ist er gespannt, wie seine Jungs das "etwas andere Training" demnächst auf dem Rasen umsetzen werden. Er kann experimentieren, weil die Mannschaft ihr Soll in der Vorrunde übererfüllt hat. Neuzugänge gibt es bei der SVO nicht. Atanasov sah keinen Grund, sich um Spieler zu bemühen. Jene, die sich in der Winterpause anbieten, fasst er spitzen Fingern an. "Nicht selten ist da was faul." Er vertraut also der Mannschaft, die überraschend Zweiter ist und den Spitzenreiter Röslau in Sichtweite hat. Spannend ist für Atanasov die Frage, ob seine Schützlinge die richtigen Erkenntnisse aus den Testspiel-Ergebnissen ziehen werden. "Gegen die höherklassigen Gegner sahen wir gut aus, gegen niederklassige bekamen wir eins auf die Mütze. Meine Erkenntnis ist, dass wir jeden Gegner ernst nehmen müssen."

Der Nachbar FC Martinsreuth müsste gegen Spitzenreiter Röslau ran. "Wenn wir spielen, dann höchstens auf unserem kleineren Platz", beschreibt Trainer Jürgen Poschert die Situation beim Aufsteiger, der nach einem guten Saisonstart in das hintere Mittelfeld der Tabelle abgerutscht ist. "Die Situation ist noch nicht dramatisch, aber wir müssen auf der Hut sein und vor allem die abstiegsgefährdeten Mannschaften auf Distanz halten." Bei diesem Vorhaben setzt der erfahrene Trainer vor allem auf Matthias Barthold, der nach einer fast einjährigen Verletzungspause zurückgekehrt ist und das Trainingsprogramm mühelos absolviert. Noch müssen sich Fans und Mitspieler aber gedulden. Poschert will seinen gefährlichsten Torschützen im Meisterjahr behutsam aufbauen. "Noch fehlt ihm nach einem Kreuzbandriss die Wettkampfpraxis und das nötige Selbstvertrauen. Da spielt immer die Frage mit: Hält das Knie?"

Antreten müssen der FC Eintracht Münchberg und die SpVgg Bayern Hof II. "Ich komme gerade aus dem Bayreuther Raum. Da liegt überhaupt kein Schnee mehr", weiß Eintracht-Coach Jürgen Gahn zu berichten. Dabei hätte er gern noch eine Woche pausiert. Nur sieben oder acht Spieler konnten in der Winterpause ziemlich regelmäßig trainieren und sind in der von Gahn gewünschten körperlichen Verfassung. "Wir haben viele Spieler im Kader, die aus beruflichen Gründen nicht immer dabei sein können", erklärt der erfahrene Coach, der bei den Trainingseinheiten aber auch klar erkannte, auf wen er sich in Zukunft verlassen kann. Die Münchberger planen zweigleisig. Sie wollen alles probieren,, den Abstieg zu vermeiden. Gahn ist beim FC Eintracht mit einem längerfristigen Konzept angetreten. "Mir ist es lieber, wenn ich eine Mannschaft formen kann. Die Münchberger wollen diesen Weg mit mir gehen." Einen ersten Treffer scheint er mit dem noch für die Junioren spielberechtigten Thorsten Lang gelandet zu haben. Der junge Stürmer schoss in den Testspielen die meisten Tore, soll aber möglichst behutsam an das Männer-Niveau herangeführt werden. Dass die Trauben bei der Bayreuther Bayernliga-Reserve hoch hängen, ist im Münchberger Lager natürlich bekannt.

Rundum zufrieden ist man im Lager der SpVgg Bayern Hof II, die in Mistelgau beginnt. Das Wintertraining verlief unter den widrigen Bedingungen zufrieden stellend. "Wir können nicht klagen", richtete Trainer Roland Guthke ein Dankeschön an die Stadt Hof. Stolz macht Guthke, dass insgesamt zehn von ihm betreute Spieler im Bayernliga-Aufgebot stehen. "Es ist mein Job, junge Spieler weiterzuentwickeln", sagt der Trainer, der sich gleichzeitig über zwei Neuzugänge freuen darf. Manuel Ott ist kein Unbekannter, Konstantin Völkel kommt vom TuS Schauenstein, gilt als Talent, ist aber als Student für Internationales Management ständig auf dem Sprung. Guthke beklagt sich nicht, auch wenn er gerne eine Mannschaft hätte, die in der Bezirksoberliga spielt. Wegen des Sprungs in die Bayernliga.

    
    

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