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Da hat sich die SV 05 Froschbachtal gleich zum Saisonauftakt einen dicken Brocken als Testspielpartner für den morgigen Donnerstag (18.30 Uhr, in Thierbach ) ausgesucht. Die Truppe von Spielertrainer Andreas Deffner freut sich dennoch auf dieses Spiel. Vorsitzender Rainer Wunderlich hat die Kontakte zu den Sachsen hergestellt und weiß, dass die ehrgeizigen Chemnitzer erstmals mit allen neun Neuzugängen antreten. Trainer ist Gerd Schädlich, der den FC Erzgebirge Aue und den FSV Zwickau in den neunziger Jahren in die Zweite Bundesliga geführt hatte und jetzt auch beim traditionsreichen Chemnitzer FC Aufstiegsambitionen hat. " Der CFC will unbedingt in den bezahlten Fußball zurück", betont der erfolgreiche Trainer Schädlich.
Die SV 05 Froschbachtal geht natürlich realistisch in die Partie. "Die Chemnitzer sind klarer Favorit, aber wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen. Vielleicht können wir den höherklassigen Gegner ein bisschen ärgern", kündigen die Spieler Gegenwehr an. Die aus den immer noch existierenden Stammvereinen ATSV Thierbach/M. und ATS Bobengrün hervorgegangene Spielgemeinschaft hat sich in den fünf Jahren seit ihrer Gründung bewährt. Mit dem Aufstieg in die Bezirksliga haben die Verantwortlichen ihr sportliches Nahziel erreicht. Dass eine knüppelharte Saison auf die junge Mannschaft zukommt, ist in den beiden Frankenwald-Gemeinden bekannt. "In der Bezirksliga Ost spielen in der demnächst beginnenden Saison 18 Vereine. Die Folge sind fünf Direktabsteiger", rechnet Wunderlich vor.
Angst hat die SV 05 dennoch nicht. Sie vertraut der Meistermannschaft. Mit Daniel Horn vom FCR Geroldsgrün stößt nur ein neuer Spieler dazu. Als einzigen Abgang vermeldet der Verein Claudio de Jesus Sabino, der sich dem FC Steinbach/Dürrenwaid anschließt. Als Glücksgriff sieht Wunderlich die Verpflichtung Andreas Deffners, der wie die Faust aufs Auge zu der Mannschaft passt. "Er gibt ihr Sicherheit und führt die jungen Spieler mit viel Geduld an ihre Leistungsgrenzen."
Im Testspiel gegen Chemnitz können die Froschbachtaler zeigen, was in ihnen steckt. Der Verein will sich mit dem Spiel bei seinen Fans bedanken. "Wir hatten die meisten Zuschauer in der Kreisliga. Sie waren ein ganz wichtiger Baustein für unseren Erfolg", lobt Wunderlich.
Dass die Fusion zwischen Thierbacher und Bobengrüner Fußballern sich als Erfolgsgeschichte entpuppt hat, konnte vor fünf Jahren niemand guten Gewissens voraussagen. Inzwischen ist der SV 05 ein Vorzeigemodell. Einige Vereine aus der Region ahmen ihn nach. Und auch die Skeptiker bei den früheren Nachbarrivalen ATSV und ATS haben sich längst beruhigt und drücken nun gemeinsam der SV 05 Froschbachtal die Daumen. Auch morgen im Spiel gegen den CFC. P. Langer



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