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Die Geschichte der Frankenpost

Mit feierlichen Worten beschrieb ein Redakteur der ersten Stunde am 16. Oktober 1945 in einem Aufmacher unter dem Titel "Feierliche Taufe der Frankenpost" die Geburtsstunde der neuen Tageszeitung für Oberfranken.

In der ersten Zeit erschien die Frankenpost wegen der Papierknappheit nur zweimal in der Woche: dienstags und freitags. Die Zeitung hatte einen Umfang von acht Seiten und fast keine Anzeigen. Das Verbreitungsgebiet erstreckte sich von Hof bis zum Fichtelgebirge und zum oberen Main.

Im Jahr 1951 holte Herausgeber und Chefredakteur Tibor Yost Fritz Poppenberger als neuen Chefredakteur ins Haus. Poppenberger leitete die Redaktion bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1974 und prägte den Stil der Zeitung ebenso wie der große "Skandalreporter" Helmut F. Krüger und der Karikaturist Josef Nyary.

In den sechziger, siebziger und achtziger Jahren schloss sich die Frankenpost mit mehreren Heimatzeitungen zusammen und weitete dadurch ihr Verbreitungsgebiet stark aus. Nach dem Tod der Frankenpost-Gründer Tibor Yost und Hans Seidel verkauften deren Erben die Frankenpost im Jahr 1969 an die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG). Als neuer Geschäftsführer kam Werner Friedrich nach Hof: er legte den Grundstein für die technische Erneuerung des Verlages. Unter seiner Führung entwickelte sich die Frankenpost zu einer der modernsten deutschen Zeitungen.

Im Jahr 1984 trat Heinrich Giegold, seit 1974 Nachfolger von Fritz Poppenberger als Chefredakteur, auch die Nachfolge von Werner Friedrich als Geschäftsführer und Herausgeber der Zeitung an. Zwei Jahre später stieg der Süddeutsche Verlag in München, der auch die Süddeutsche Zeitung heraus gibt, mit einer Beteiligung von 70 Prozent bei der Frankenpost ein.

Als im Jahr 1989 die Mauer fiel, begann für die Frankenpost eine neue Ära, die Phase einer gewaltigen Expansion. Zwei Tage nach der Grenzöffnung brachte der Hofer Verlag die Vogtlandpost heraus, die Hunderttausenden Besuchern aus der DDR als Wegweiser durch die Nachbarregion Oberfranken diente. In den folgenden Monaten gründete der Verlag in den Städten Plauen, Schleiz und Zwickau drei neue Regionalzeitungen: Den Vogtland-Anzeiger, die Thüringenpost und die Sachsenpost, die später in Zwickauer Tageblatt umbenannt wurde. Da sich das Zeitungsgeschäft in den neuen Bundesländern einige Jahre später nicht mehr so entwickelte, wie der Boom und die Euphorie unmittelbar nach der Wende dies hatten erwarten lassen, musste der Frankenpost-Verlag die Thüringenpost wie das Zwickauer Tageblatt schließen.

Um einige Erfahrungen reicher, ist die Frankenpost heute ein gesundes, technisch hervorragend ausgestattetes Unternehmen. Die „Stimme der Region“ erscheint mit neun Lokalausgaben und einer täglichen Druckauflage von ca. 70.000 Exemplaren in einem Verbreitungsgebiet, das von Hof bis Marktredwitz, von Selb bis Bayreuth und von Naila bis Kulmbach reicht.


 
 

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