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Forscher erkunden Grab Friedrichs III.

Neben den sterblichen Überresten des Kaisers (1415-1493) fanden die Wissenschaftler eine Krone, ein Zepter und einen Reichsapfel. Doch das ist noch nicht alles.



Krone und Schwert in Grab von Friedrich III.
Die Mitrenkrone sitzt auf dem mit Stoff bedeckten Schädel von Kaiser Friedrich III. (1415-1493).   Foto: -/DOMBAUHÜTTE ZU ST. STEPHAN/APA/dpa » zu den Bildern

Im Grab Kaiser Friedrichs III. (1415-1493) im Wiener Stephansdom befinden sich neben dem Leichnam unter anderem eine Krone, ein Zepter und ein Reichsapfel.

Wissenschaftlern ist es gelungen, mit kleinen Kameras das Innere des letzten unangetasteten Kaisergrabs Europas zu erforschen. Die beteiligten Experten bezeichneten den Fund bei der Präsentation der Ergebnisse am Freitag in Wien als «Sensation».

Den Blick in das prunkvolle Grab riskierten die Wissenschaftler bereits 2013, die Bilder und Proben mussten allerdings aufwendig analysiert werden. Die Forscher nutzten für ihre Arbeit ein kleines Loch, dass 1969 in das Grab gebohrt worden war. Damals wollte man Gerüchte entkräften, dass das Grab leer sei. Bei den Recherchen 500 Jahre nach der endgültigen Bestattung des Kaisers (1513) fanden die Wissenschaftler Hinweise auf dieses Loch - und nutzen es fortan als Eingang für Beleuchtungen und kleinste Kameras.

Neben den Insignien fanden die Forscher so eigens geprägte Münzen, ein großes Kruzifix mit einer Jesus-Statuette und verschiedene Textilien im Grab. Die vermutlich großteils aus vergoldetem Silber gearbeitete Krone entpuppte sich als frühestes erhaltenes Exemplar vom Typus «Mitrenkrone», der für das Haus Habsburg in den folgenden Jahrhunderten charakteristisch werden sollte.

Friedrich III. war mit einer Regierungszeit von 53 Jahren das am längsten herrschende Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches. Zudem war er der einzige Habsburger, der in mittelalterlicher Tradition durch den Papst in Rom 1452 zum Kaiser gekrönt wurde. Das Grabmal des Kaisers im Wiener Stephansdom gilt als ein Hauptwerk der Spätgotik. Eine komplette Öffnung des Grabes sei halbwegs zerstörungsfrei nicht möglich, so die Forscher.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2019
15:52 Uhr

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08. 11. 2019
15:52 Uhr



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