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Ildikó von Kürthy: Man sollte nicht alles glauben

Viele empfinden das Alter als Last. Die Schriftstellerin Ildikó von Kürthy kann ihm aber auch positive Seiten abgewinnen.



Ildiko von Kürthy
Die Schriftstellerin Ildiko von Kürthy wird mit dem Alter immer zufriedener.   Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

Die Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy (51) wird eigenen Worten zufolge mit dem Alter immer zufriedener, aber auch kritischer.

«Mit dem Älterwerden empfinde ich Menschen, die sich jedem Gefühl unreflektiert hingeben, zunehmend als unangenehm», sagte die Schriftstellerin dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» (2/2020). «Man sollte nicht alles glauben, was man fühlt und denkt. Ein bisschen mehr Selbstkontrolle wäre oft angebracht.»

Gefühle seien keine unveränderlichen Merkmale, denen man hilflos ausgeliefert sei. «Es geht darum, das rechte Maß zu finden, es geht um sinnvolles Mitleid, um angemessenen Zorn; auch darum, unnötiges Selbstmitleid und biestigen Zynismus zu vermeiden. Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Verhaltensspielraum, den es zu vergrößern gilt.»

Kurz nach ihrem 50. Geburtstag sei es ihr gar nicht gut gegangen, bekannte von Kürthy, die am 20. Januar 52 wird. «Ich hatte die Zahl unterschätzt. 50, das klingt nach der Mitte des Lebens - in Wirklichkeit sind statistisch gesehen schon fast zwei Drittel des Lebens vorbei. Kein ganz angenehmer Gedanke.»

Man könne dann panisch versuchen, das Alter aufzuhalten und mehr Selbstoptimierung betreiben, sagte von Kürthy («Neuland - Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand») dem «Spiegel». Oder man entwickle eine souveräne Haltung und sehe die positiven Seiten des voranschreitenden Lebens. «Ich will keine verbiesterte Alte werden. Aber man wird nicht automatisch weise, man muss sich zur Ordnung rufen.»

Wenn ihr die Waage ein ungemütliches Gewicht anzeige, wisse sie, dass sie das in abshebarer Zeit wieder verändern werde. «Eine derartige Ruhe lag mir früher fern. Der Vorteil am Älterwerden ist, dass man zum Profi seines eigenen Lebens wird: in der Ehe, im Beruf, im Straßenverkehr, in der Gesundheitspflege.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
04. 01. 2020
12:44 Uhr

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04. 01. 2020
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