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Lenny Kravitz heizt Radiomachern ein

Radio und Rock vom Feinsten: Zur Musik von Lenny Kravitz, Max Giesinger, Revolverheld und anderen wird in Hamburg der Deutsche Radiopreis verliehen. Glückliche Gewinner gibt es in elf Kategorien.



Deutscher Radiopreis
Barbara Schöneberger plaudert mit Lenny Kravitz.   Foto: Axel Heimken » zu den Bildern

Mit rockigen Songs von Weltstar Lenny Kravitz haben sich Deutschlands Radiomacher in Hamburg gefeiert. Der 54-Jährige war am Donnerstagabend der künstlerische Hauptact bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises.

Bei der Gala im «Schuppen 52» heizte der US-Rocker vor knapp 1000 Gästen mit zwei Songs aus seinem noch unveröffentlichten Album «Raise Vibration» und dem Klassiker «Fly Away» ordentlich ein. Preise wurden in elf Kategorien verliehen, davon sechs an private und fünf an öffentlich-rechtliche Sender. Der private Berliner Rundfunk 91,4 räumte gleich zwei Kategorien ab, verschiedene Programme des Norddeutschen Rundfunks drei.

Unter den Laudatoren fanden sich Olympiasieger, Schauspieler und ein Ex-Bundesminister. Neben Kravitz - der die Gala mit dem Song «Low» eröffnete und auch am Ende noch einmal auf der Bühne stand - sorgten Max Giesinger, Michael Schulte, Revolverheld, Dua Lipa, Namika und Glasperlenspiel für Stimmung. Durch den Abend führte die gewohnt frech-witzige Barbara Schöneberger im asymmetrischen schwarzen Kleid mit gewagt hohem Beinausschnitt.

133 Sender hatten 385 Vorschläge eingereicht, mehr als je zuvor. Über die Gewinner entschied eine vom Grimme-Institut ausgewählte unabhängige Jury. Stifter des Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Die Gala wurde bereits zum neunten Mal federführend vom NDR in Hamburg ausgerichtet. 69 öffentlich-rechtliche und private Radios übertrugen sie live.

Kravitz betonte die Bedeutung des Radios beim eigenen Karrierestart 1989. «Ich bin durch die Straßen von New York gelaufen und da hörte ich dann meinen Song aus dem Radio eines Autos.» Für ihn sei das ein unvergesslicher Moment gewesen.

Radiopreis-Beiratsvorsitzender Joachim Knuth, Hörfunkprogrammdirektor beim NDR, lobte die «Galabegabung», die Radio habe. «Ein Weltstar wie Lenny Kravitz, die erfolgreichen deutschen Künstler wie Revolverheld oder Namika, die prominenten Laudatorinnen und Laudatoren - sie alle sind heute Abend gerne gekommen, um die besten Radiomacherinnen und Radiomacher dieses Jahres hoch leben zu lassen.»

Den Preis für die «Beste Comedy» erhielten Dietmar Simon und Buddy Ogün von der «Radio Hamburg Newsshow», den für die «Beste Innovation» Norbert Grundei und Mirko Marquardt für das «N-Joy Night Lab». In der Daily Comedy bei Radio Hamburg werden die aktuellen Themen des Tages auf die Schippe genommen. Im Night Lab des NDR bekommen Newcomer die seltene Chance, eigene Sendungen live zu moderieren. Die Lobreden hielten die Schauspieler Heikko Deutschmann und Jasmin Tabatabai.

Die deutsche Gold-Beach-Volleyballerin von Rio, Laura Ludwig, hielt die Laudatio für Karen Schmied und Momo Faltlhauser vom RBB-Radio Fritz, die mit ihrer Sendung «Fritz Abbechern - Kampf gegen den Pappbecher» für die «Beste Programmaktion» ausgezeichnet wurden. Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm ehrte Johannes Ott vom Münchner Radio Gong 96.3, der die Jury mit einem fürs Radio konzipierten «Erste Hilfe Crashkurs» in der Kategorie «Bestes Nachrichten- und Informationsformat» überzeugte. Der 83 Jahre alte Blüm nutzte seinen Auftritt für einen leidenschaftlichen Appell gegen den «bescheuerten Nationalismus», der sich in Europa «wie eine Seuche» ausbreite.

«Beste Moderatorin» wurde Kaya Laß mit ihrer Sendung «Mehr Musik bei der Arbeit» bei Antenne Niedersachsen. «Tagesthemen»-Moderator Ingo Zamperoni würdigte die Spontanität und Vielseitigkeit der Sängerin, Texterin und Radiomacherin. «Authentisch und den Menschen zugewandt» habe sich Philipp Schmid den Preis als «Bester Moderator» verdient, sagte Fernsehmoderatorin Mareille Höppner. Schmid führt die Hörer bei NDR Kultur «Klassisch in den Tag».

Für ihre bei FluxFM ausgestrahlte Sendung «Im Untergrund», die drei untergetauchten Terroristen der letzten Generation der Rote Armee Fraktion nachspürt, erhielten Patrizia Schlosser und Tim Kehl den Preis für die «Beste Sendung» aus den Händen von Max Giesinger. Die Vorsitzende des Ausichtsrats der Funke Mediengruppe, Julia Becker, würdigte die «Beste Reportage» der NDR Info-Kollegen Benedikt Strunz und Philipp Eckstein, die sich mit den «Paradise Papers» auseinandergesetzt hatten.

Auch hinsichtlich der Ereignisse in Chemnitz warnte Becker vor einer Einschränkung der Pressefreiheit, die eine Säule der Demokratie sei. «Auch bei uns in den politischen Randgruppen» werde der Hass auf unabhängige Medien größer. Je weniger kritische Berichterstattung es gebe, «desto besser funktioniert Propaganda».

Die beiden Preise «Beste Morgensendung» und «Beste Newcomerin» gingen beim Berliner Rundfunk 91.4 an Simone Panteleit und Ron Perduss für «Unser Team für Berlin» und die Reporterin Helena Daehler. Die Laudatio hielten Comedian Matze Knop und Sänger Johannes Strate. Für das «Beste Interview» mit einem ehemaligen Straßenkind wurde Kristin Hunfeld von Bremen Zwei von Schauspielerin Esther Schweins geehrt.

Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
08:27 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
07. 09. 2018
08:27 Uhr



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