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Mehr als Seerosen - Monets Lebenswerk in 100 Bildern

Claude Monet gilt als einer der wichtigsten Künstler des Impressionismus. Die Albertina in Wien widmet dem Franzosen eine große Ausstellung. Dabei wird deutlich: Monet war nicht nur der Meister der Seerosen.



Monets Lebenswerk in 100 Bildern
Typisch Monet: «Seerosen» aus dem Jahr 1908.   Foto: Ugo Bozzi,Editore Srl, Rom/Sammlung Callimanopulos/Albertina

Am Anfang sind die Bilder noch voller kleiner Details, Perspektiven, klaren Linien. Doch je älter Claude Monet wurde, desto mehr verschwanden die Grenzen und Konturen.

«Ein Bild ist ein Bild und nicht das, was es darstellt», sagt Klaus Albrecht Schröder, Generaldirektor des Museum Albertina in Wien, über Monets Sichtweise.

Die Albertina zeigt ab Freitag 100 Werke des weltbekannten französischen Impressionisten in einer großen Ausstellung. Zu den Höhepunkten gehört das Bild «Junge Mädchen im Boot» (1887) aus dem National Museum of Western Art in Tokio, das auch für das Plakat zur Ausstellung ausgewählt wurde. Insgesamt werden Leihgaben aus mehr als 40 internationalen Museen und Privatsammlungen gezeigt.

Das Museum präsentiert die Bilder chronologisch, beginnend in den frühen 1860er Jahren. Zu dieser Zeit ist Monet in vielen seiner Bilder noch «ein Zähler der Details, letztlich ein Realist», erklärt Schröder. Doch schon in den nächsten Jahren beginnt der Franzose, seinen bekannten Stil zu entwickeln.

Thematisch zeigt die Albertina-Ausstellung, kuratiert von Heinz Widauer, wie sich Monets Leben verändert hat, ohne dieses Thema dabei in den Fokus zu stellen. «Sie werden nicht den Ausbruch des Ersten Weltkriegs sehen können, keine persönlichen Krisen», sagt Schröder. Solche Krisen habe es zwar gegeben, doch auf der Leinwand festgehalten habe Monet sie nicht. In der Malerei wollte er sich nur der Natur und der Gesellschaft seiner Zeit zuwenden, sagt Schröder.

Und so werden in der Albertina bis zum 6. Januar vor allem Monets Darstellungen seiner verschiedenen Wohnorte präsentiert, viele davon im Winter. Es folgt ein Raum, der sich vor allem Monets Serien widmet. Dasselbe Motiv zu verschiedenen Tageszeiten, mit anderen Lichtverhältnissen, mal mit vielen Details, mal mit wenigen. Zu diesem Teil gehört auch die Darstellung eines Getreideschobers (1891), den das Kunsthaus Zürich zur Verfügung gestellt hat und der zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört. Porträts und Stillleben, wenngleich Monet beides ebenfalls gemalt hat, stehen bei der gesamten Schau nicht im Mittelpunkt.

Die bekannten Seerosen-Darstellungen und Monets Leben im französischen Giverny werden erst im vorletzten Kapitel thematisiert. Der Schlussteil der Ausstellung beschäftigt sich mit den letzten künstlerischen Jahren Monets, als der Künstler am Grauen Star litt und mit herbstlichem Kolorit seinem Lebenswerk einen bis dahin eher unbekannten Anstrich verpasste.

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dpa

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Veröffentlicht am:
19. 09. 2018
15:21 Uhr

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