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Plattners Impressionismus-Sammlung in Potsdam

Renoir, Sisley, Monet - mit seinen mehr als 100 Gemälden großer Impressionisten lädt das Museum Barberini Besucher zu einem Spaziergang durch die Welt ein - mit dem Blick der Impressionisten.



Museum Barberini
Das Museum Barberini zeigt Werke von Impressionisten.   Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Sie hingen bereits in London, Paris und Madrid: Ab Samstag (5. September) können Besucher mehr als 100 impressionistische und nach-impressionistische Werke aus der Sammlung des Mäzens Hasso Plattner in Potsdam sehen.

Mit 34 Bildern von Claude Monet (1840-1926) zeige das Museum Barberini nun mehr Werke des französischen Malers an einem Ort als jedes andere Haus in Europa außerhalb von Paris, teilte das Museum am Donnerstag mit.

«Jetzt haben wir auch eine eigene Sammlung, die sich mit Museen in der ganzen Welt messen kann», sagte die Direktorin Ortrud Westheider. Die Gemälde von Malern wie Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Paul Signac wurden dem Museum von Plattner (76), Mitbegründer des IT-Unternehmens SAP, als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

Plattner sei der Abschied von seiner Sammlung, die er in rund 20 Jahren zusammenstellte, nicht leicht gefallen, sagte seine Tochter Stefanie Plattner vom Stiftungsrat der Hasso Plattner Foundation. Aber seine Überzeugung überwiege, dass sich die Menschen, genau wie er, an den Werken erfreuen sollen. «Schauen Sie es sich an», sagte Stefanie Plattner mit Blick auf die Schau. «Es macht was mit einem.»

Monets Werke konnten Besucher bereits in der Schau «Monet.Orte» sehen. Waren die farbgewaltigen Bilder noch nach Orten sortiert, hat das Museum die Sammlung jetzt thematisch sortiert. «Unsere Räume sind wie ein Spaziergang durch die Welt, wie sie unsere Impressionisten gesehen haben», sagte Westheider. Durch die Anordnung werde für Besucher die Geschichte des Impressionismus nacherzählt - konzentriert auf den Blick der Maler.

Paris und seine Peripherie. Gustave Caillebotte malte hier mit Öl auf Leinwand die Rue Halévy (1878), sein Blick ist aus der sechsten Etage in die belebte Straßenschlucht. Émile-Othon Friesz hielt eine Szene in einer Pariser Brasserie fest. Die Impressionisten beobachteten nach Museumsangaben in Paris das Leben auf den Boulevards, in den Kaffeehäusern und Parks. Aber auch die Landschaftsmalerei zeigt das Barberini auf seinen Etagen. Alfred Sisleys Wintermorgen (1874) gibt blauen Himmel und blauen Fluss wieder, die sich von den orangefarbenen Bäumen und Büschen am Flussufer absetzen.

Neben der Dauerausstellung soll es weiterhin Wechselausstellungen geben, sagte Westheider. Genug Platz hat das Museum, denn bald sollen die Gemälde der DDR-Kunst und der zeitgenössischen Maler ins «Minsk» ziehen, ein früheres Terrassenrestaurant auf dem Potsdamer Brauhausberg, das renoviert wird. Wann es soweit ist, soll im Oktober bekanntgegeben werden, kündigte Westheider an.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-419113/2

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Veröffentlicht am:
03. 09. 2020
16:03 Uhr

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03. 09. 2020
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