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Taylor Swift versöhnt sich im Video mit Katy Perry

Lange galten sie als verfeindet, jetzt finden sie in Fast-Food-Kostümen wieder zusammen: Taylor Swift und Katy Perry haben sich in einem ungewöhnlichen Musikclip versöhnt. Schlagzeilen macht dabei aber auch die politische Dimension des Songs in einem besonderen Monat.



Katy Perry und Taylor Swift
Die Sängerinnen Katy Perry (l) und Taylor Swift haben ihren Clinch beigelegt.   Foto: Jordan Strauss

In ihrem farbenfrohen Musikvideo zur Single «You Need To Calm Down» versöhnt sich Taylor Swift (29) mit ihrer langjährigen Rivalin Katy Perry (34) - und steht mit der Regenbogen-Hymne gleichzeitig für sexuelle Vielfalt ein. Gegen Ende des sich viral verbreitenden Clips sind beide Popstars in Fast-Food-Kostümen zu sehen: Swift als Pommes-Tüte, Perry als Hamburger.

Beide lachen sich an, tanzen zusammen und schmiegen sich aneinander. Auf Instagram veröffentlichte Swift dazu ein Foto mit der Notiz: «Ein Happy Meal». In den vergangenen Jahren hatten sich die einstigen Freundinnen immer wieder negativ über einander geäußert. 

Eine Versöhnung hatte sich zuletzt aber mehrfach angedeutet. Im vergangenen Jahr freute sich Swift, dass Perry ihr einen Brief und einen Olivenzweig geschickt habe. Vor wenigen Tagen postete Perry ein Foto mit Cookies und den Worten «Endlich Frieden» - und verlinkte dabei ihre Musikerkollegin. 

Im Clip zu ihrer aktuellen Single setzt sich Swift erneut für die Rechte von Schwulen und Lesben ein. Auf einem kunterbunten Campingplatz zeigen die Bewohner grenzenlose Liebe. Am Ende fordert Swift Gesetze, die «alle Bürger gleich behandeln».

Die Video-Veröffentlichung fällt in den «Pride-Monat», in dem in den USA Menschen für sexuelle Vielfalt und gegen Unterdrückung auf die Straße gehen. Zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen - Café-Ketten, U-Bahnbetreiber, Milliarden-Konzerne - unterstützen das, indem sie sich mit der Regenbogen-Flagge schmücken. Im «Pride-Monat» wird des Stonewall-Aufstandes in New York vor 50 Jahren gedacht, bei dem sich Transsexuelle, Lesben und Schwule gegen Polizeiwillkür wehrten. 

Mit der Unterstützung einer Reihe von Prominenten, die der LGBTQ-Gemeinde angehören - darunter Moderatorin Ellen DeGeneres, Entertainer Billy Porter, Sänger Adam Lambert, «Modern Family»-Star Tyler Ferguson oder Dragqueens der US-Show «RuPaul's Drag Race» - will Swift «You Need To Calm Down» offensichtlich zu einer Hymne der Gleichberechtigung machen. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transgender.

Kommentatoren sehen das Video, das nach wenigen Stunden bereits mehr als 20 Millionen Mal auf der Plattform «Youtube» angeklickt wurde, als vielleicht politischste Botschaft von Taylor Swift bislang. Dabei war die 29-Jährige jahrelang dafür bekannt, um politische Äußerungen einen weiten Bogen zu machen und möglichst abwaschbar zu bleiben. 

Insofern wird Swifts Video als Bestätigung eines neuen, politischeren Kurses gesehen, der dem Popstar aber wirtschaftlich kaum schaden dürfte. Die öffentliche Unterstützung von Schwulen, Lesben,  Bisexuellen und Transgendern ist in weiten Teilen der US-Gesellschaft im Mainstream angekommen. Nicht umsonst treten in dem Video auch einige Wenige auf, die gegen sexuelle Gleichberechtigung demonstrieren. Sie stellen mit Zorn-verzerrten Gesichtern die «Wutbürger» der USA dar.  

Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
16:40 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
16:40 Uhr



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