Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeHitzewelleMit Video: HöllentalbrückenGerch

Boulevard

Vom Kinderstar zum Star-Regisseur: Ron Howard wird 65

Ron Howard zählt zu den wenigen Kinderstars, die später auch als Erwachsene in Hollywood Erfolg haben: Zwei Oscar-Trophäen und Dutzende Filmhits sind der Beweis. Mit 65 Jahren packt der Regisseur ein Doku-Projekt an.



Ron Howard
Ron Howard stellt mit Chewbacca seinen Film «Solo: A Star Wars Story» in Cannes vor.   Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP

Es war ein ungewöhnlicher Besuch aus Hollywood in den Trümmern der ausgebrannten Ortschaft Paradise im vorigen Dezember. Der schlimmste Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens hatte dort mehr als 14 000 Häuser vernichtet, 85 Menschen starben.

Der zweifache Oscar-Preisträger Ron Howard, der an diesem Freitag (1. März) 65 Jahre alt wird, traf in der ländlichen Region mit Betroffenen und Helfern zusammen. Der Regisseur von Blockbustern wie «Solo: A Star Wars Story» und «Inferno» wird nun eine Dokumentation über die massive Zerstörung drehen.

Howard, ein engagierter Liberaler und Umweltschützer, will darin auch die Folgen des Klimawandels aufzeigen. Die Katastrophe von Paradise könne jedem von uns widerfahren, sagte Howard in einer Mitteilung.

Sein großer Oscar-Auftritt liegt viele Jahre zurück. 2002 nahm Howard für das Drama «A Beautiful Mind» gleich zwei Trophäen entgegen, als Regisseur und als Produzent des besten Films. Russell Crowe spielt darin ein an Schizophrenie leidendes Mathematik-Genie. Der Politfilm «Frost/Nixon» zum Watergate-Skandal brachte Howard 2009 eine weitere Oscar-Doppelnominierung ein.

Er zählt auch zu den wenigen, die gleich zwei Sterne-Plaketten auf Hollywoods «Walk of Fame» bekommen haben. 2015 enthüllte er seinen Stern in der Sparte Film, bereits 1981 war er für seine Fernsehverdienste geehrt worden. Rote Haare, Stupsnase und Sommersprossen - so war der kleine Ron Howard in den 1960er Jahren durch die Fernsehserie «Andy Griffith Show» bekannt geworden. «Zwei sind gut, drei wären besser», flachste der Filmemacher bei der zweiten Ehrung. Vielleicht schaffe er es in 20 Jahren noch zu einem Stern in der Sparte Musik. Er habe noch jede Menge Energie.

Das glaubt man Howard gerne, pausenlos dreht und produziert er. Bei «Solo: A Star Wars Story» (2018) war er nach dem plötzlichen Ausstieg der Regisseure Phil Lord und Chris Miller kurzfristig eingesprungen. Das Ergebnis ist ein packendes «Star Wars»-Abenteuer über die Vorgeschichte von Han Solo (Alden Ehrenreich) mit der richtigen Portion an Charme und Nostalgie.

Zuvor holte er für die Bestseller-Verfilmung «Inferno» (2016) zum dritten Mal Tom Hanks in der Rolle des Symbolforschers Robert Langdon vor die Kamera. Daniel Brühl gab für ihn im Motorsportdrama «Rush - Alles für den Sieg» (2013) Gas. Der deutsche «Niki Lauda»-Darsteller wurde für etliche Filmpreise nominiert, darunter für einen Golden Globe.

Howard konnte immer große Namen für seine Filme verpflichten, darunter Kurt Russell, Robert De Niro, Mel Gibson und Cate Blanchett. Das Liebesepos «In einem fernen Land» vereinte Tom Cruise und Nicole Kidman auf der Leinwand.

Seit über 40 Jahren ist der Oscar-Preisträger mit seiner Schulfreundin Cheryl Howard verheiratet. Sie haben vier Kinder. Die älteste Tochter Bryce Dallas Howard (37) ist ihrem Vater als Star von Filmen wie «Jurassic World» und «Gold - Gier hat eine neue Farbe» ins Geschäft gefolgt.

Auch Ron Howard hatte seinem Vater, dem Schauspieler Rance Howard, seinen frühen Start im Showbusiness zu verdanken. Nach zahlreichen Fernsehrollen feierte er mit dem Kultfilm «American Graffiti» (1973) seinen ersten Kinoerfolg. George Lucas holte die damals unbekannten Jungschauspieler Richard Dreyfuss, Harrison Ford und Howard als High-School-Schüler, die mit Ami-Schlitten durch die Kleinstadt cruisen, vor die Kamera.

Der Wechsel hinter die Kamera zahlte sich aus, nicht nur für Howard. Mit der Hit-Komödie «Splash - Die Jungfrau am Haken» (1984) brachte er Tom Hanks und Daryl Hannah groß heraus. Hanks war auch einer der Astronauten in Howards gefeiertem Weltraum-Drama «Apollo 13» (1995). Und das war kein Zufall. Mit der Trilogie nach den Bestsellern von Dan Brown rund um den klugen Wissenschaftler Robert Langdon setzte das eng befreundete Duo seine Zusammenarbeit fort.

Veröffentlicht am:
28. 02. 2019
08:48 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apollo 13 Cate Blanchett Dan Brown Daniel Brühl Daryl Hannah Harrison Ford Hollywood Kameras und Photoapparate Kurt Vogel Russell Mel Gibson Nicole Kidman Niki Lauda Oscarpreisträger Richard Dreyfuss Robert De Niro Ron Howard Russell Crowe Tom Cruise Tom Hanks Twitter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Penny Marshall

19.12.2018

Trauer um «Big»-Regisseurin Penny Marshall

Mit der Komödie «Big» schrieb Regisseurin Penny Marshall in Hollywood Geschichte. Es war der erste Film einer Frau, der in den USA mehr als 100 Millionen Dollar einspielte. Marshall ist nun mit 75 Jahren gestorben. » mehr

George Lucas

13.05.2019

«Star Wars» Schöpfer George Lucas wird 75

Steven Spielberg, Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und George Lucas: Zusammen bauten sie in den 1970er Jahren das «New Hollywood» auf. Alle sind nun Rentner und stehen weiter hinter der Kamera - außer Lucas. Der «St... » mehr

Filmfestspiele in Cannes - Quentin Tarantino

22.05.2019

Hysterie in Cannes: Starauflauf bei Tarantino-Premiere

Stundenlang warten die Fans am roten Teppich auf die Stars. DiCaprio, Pitt und Tarantino: Einen solchen Trubel löst in diesem Jahr keine andere Premiere beim Festival in Cannes aus. » mehr

Filmfestspiele in Cannes

13.05.2019

Zombie-Komödie eröffnet Filmfestival Cannes

Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, Sylvester Stallone und Penélope Cruz - die Gästeliste ist so lang und voller prominenter Namen, dass einem schwindlig werden kann. Den Auftakt macht eine Zombie-Komödie. Und auch deutsche Fi... » mehr

William Goldman

16.11.2018

Oscar-Preisträger William Goldman gestorben

Er legte Stars wie Robert Redford, Dustin Hoffman, Paul Newman und Robert Downey Jr. unvergessliche Worte in den Mund. Mit seinen Drehbüchern holte er zwei Oscars. Nun ist William Goldman mit 87 Jahren gestorben. » mehr

Rita Wilson

30.03.2019

Rita Wilson auf «Walk of Fame» verewigt

Seit über 30 Jahren sind Tom Hanks und Rita Wilson miteinander verheiratet, nun haben sie beide einen Stern in Hollywood. Hanks feuerte die Schauspielerin und Sängerin bei der «Walk of Fame»-Feier an. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Heiße Orte, kalte Orte | 25.06.2019
» 6 Bilder ansehen

Rock im Hof 2019

Rock im Hof 2019 | 20.06.2019 Hof
» 98 Bilder ansehen

FC Vorwärts Röslau - SpVgg Bayern Hof 4:5

FC Vorwärts Röslau - SpVgg Bayern Hof 4:5 | 23.06.2019 Röslau
» 84 Bilder ansehen

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
28. 02. 2019
08:48 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".