Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

Brennpunkte

Bayern schickt weitere Helfer in Schnee-Katastrophengebiete

Kurze Entspannung im Schneechaos: Nach einer Pause sollte es ab Samstagabend wieder kräftig schneien. Ministerpräsident Söder hat in Bad Tölz Helfer besucht, Bayern schickt 500 weitere Polizisten in die Katastrophenregionen.



Einsatz auf Dach
Einsatzkräfte der Bundeswehr befreien das Dach der Straßenmeisterei in Wolfratshausen von Schneemassen.   Foto: Matthias Balk » zu den Bildern

In Bayern drohen weitere kräftige Schneefälle. Der Freistaat schickt 500 zusätzliche Bereitschaftspolizisten in die verschneiten Katastrophenregionen.

«Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Bad Tölz. Dort wollte er sich einen Überblick über die Situation verschaffen.

Insgesamt sind laut Söder dann 5000 Kräfte im Einsatz - und vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Bei Bedarf sollen weitere Helfer in Bewegung gesetzt werden. Alle seien «volle Pulle im Einsatz», sagte Söder. «Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein», betonte der Ministerpräsident. «Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer.» Die Helfer seien «sehr sehr besorgt».

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) sagte in einer vom Bayerischen Roten Kreuz im Internet verbreiteten Videonachricht: «Es ist wirklich eine ernste Situation.» Sie dankte ebenfalls den ehrenamtlichen Helfern. «Es ist wirklich eine sehr positive Botschaft, wie hier zusammengestanden wird, um den Menschen in Not zu helfen.»

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag dauern.

Für Samstag und Sonntag sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) erneut heftige Niederschläge voraus. «Die Wetterlage ist sehr ernst zu nehmen», sagte ein Sprecher. Es gab Unwetterwarnungen für den Süden Bayerns. Die Schneefallgrenze soll von 600 Metern am Samstagabend auf 1000 Meter am Sonntagmorgen steigen und am Montag wieder auf 500 Meter sinken. Neuschnee und Regen erhöhen nicht nur den den Druck, der auf den Dächern lastet. In Schönau am Königssee kam beispielsweise ein Helikopter zum Einsatz, der den Schnee von an Straßen stehenden Bäumen wirbeln sollte.

Die Lawinengefahr in den Alpen ist erheblich. In Ruhpolding und Reit im Winkl im Kreis Traunstein nahm die Bundeswehr nach Behördenangaben mehrere kontrollierte Lawinensprengungen vor. Zugleich drohen ab Sonntag wegen Tauwetters Überschwemmungen an mehreren Flüssen nördlich der Donau und in den Alpen.

Wegen verschneiter Gleise ist der Regionalverkehr in Teilen von Oberbayern, Schwaben und Niederbayern weiter eingestellt. Nach Angaben eines Bahnsprechers fallen auch in den kommenden Tagen zahlreiche Züge aus. Auf Bayerns Straßen lief der Verkehr weitgehend ungehindert. Die Polizei meldete in erster Linie Blechschäden bei Unfällen auf glatten Straßen und nur wenige schwerere Unfälle.

Auch jenseits der deutsch-österreichischen Grenze schneit es kräftig. Im Bundesland Salzburg beispielsweise rechnete der Wetterdienst bis Montag mit bis zu 130 Zentimetern Neuschnee. Vielerorts herrscht erhebliche Lawinengefahr.

In Österreich schaufelten ebenfalls Hunderte von Soldaten viele Hausdächer von der Schneelast frei. Hubschrauber flogen zahlreiche Einsätze, um mit dem Wind ihrer Rotoren den Schnee von den Bäumen zu blasen. Die Behörden warnten die Bürger davor, geräumten Schnee einfach in Bäche oder an die Ufer zu kippen. Es drohten lokale Überschwemmungen, wenn sich Bäche dadurch stauten.

Generell sank die Lawinengefahr in Österreich zumindest vorübergehend. Laut Wetterbericht droht ab Sonntag aber erneut kräftiger Niederschlag mit regional mehr als einem Meter Schnee.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 01. 2019
18:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundeswehr Bäche CSU Deutscher Wetterdienst Hochwasser und Überschwemmung Ilse Aigner Katastrophengebiete Lawinengefahr Markus Söder Ministerpräsidenten Neuschnee Polizei Rotes Kreuz Schnee Schneechaos Wetterdienste
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Schneemassen

13.01.2019

Schneechaos geht weiter

Mindestens fünf Menschen kommen im Schnee ums Leben. Wegen Lawinengefahr sind mehrere Orte in den Alpen abgeschnitten. Und das Schneechaos ist noch nicht vorbei. » mehr

Dauerregen in Bayern

04.08.2020

Hochwasser nach Dauerregen in Südbayern stärker als erwartet

Dauerregen am Alpenrand lässt die Flüsse rasch anschwellen, viel schneller und höher als gedacht. Eine der wichtigsten Autobahnen Bayerns steht unter Wasser. An anderer Stelle rutscht ein Hang ab. » mehr

Gesperrt

13.01.2019

Keine Entwarnung: Bis Dienstag soll es weiter schneien

Neuschnee könnte die Lage in den sowieso schon völlig verschneiten Regionen von Bayern verschärfen. Und bei Tauwetter wird der Schnee noch schwerer. » mehr

Unwetter in Japan

04.07.2020

Starker Regen bringt Überschwemmungen und Tod nach Japan

Wieder schlagen Naturgewalten in Japan zu. Sintflutartige Regenfälle sorgen im Südwesten des Inselreiches für gewaltige Überflutungen und Erdrutsche, ganze Wohnhäuser werden fortgerissen. Hunderttausende müssen sich in S... » mehr

Lawine

26.12.2019

Mächtige Lawine reißt Skiläufer mit

In der Schweiz geht am zweiten Weihnachtstag eine gewaltige Lawine auf einer Skipiste nieder. Die Schneemassen verschütten mehrere Wintersportler. Tags zuvor hatten Bergretter in Österreich nach einer Lawine schon von ei... » mehr

Winterwetter in Berchtesgaden

11.01.2019

Südbayern im Ausnahmezustand - neuer Schnee erwartet

Tausende Helfer in Bayern sind im Dauereinsatz: Dächer und Straßen räumen, eingeschlossene Bewohner versorgen. Die Bundesregierung kündigt an, die Zahl der Soldaten im Notfall aufzustocken. Und ab Samstag soll es wieder ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Wieder Ammoniak-Alarm in Kulmbach

Wieder Ammoniak-Alarm in Kulmbach | 06.08.2020 Kulmbach
» 6 Bilder ansehen

Dota Kehr und Lappalie in der Filzfabrik Hof

Dota Kehr und Lappalie in der Filzfabrik | 06.08.2020 Hof
» 44 Bilder ansehen

FC Trogen - SG Regnitzlosau Trogen

FC Trogen - SG Regnitzlosau |
» 62 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 01. 2019
18:44 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.