Lade Login-Box.
Topthemen: HitzewelleHofer Volksfest 2019Bilder vom WochenendeGerch

Brennpunkte

Ebola: WHO prüft «internationalen Gesundheitsnotstand»

Der Ebola-Ausbruch im Kongo hat das Nachbarland Uganda erreicht. Ein erkrankter Junge ist dort bereits gestorben. Die WHO überlegt nun, ob ein «internationaler Gesundheitsnotstand» ausgerufen werden muss.



Furcht vor Ebola
Am Grenzübergang Kasindi zwischen dem Kongo und Uganda wird die Körpertemperatur von Passanten gemessen. Nach Bekanntwerden der ersten aus dem Kongo eingeschleppten Ebola-Erkrankungen ins benachbarte Uganda war am Tag zuvor ein fünfjähriger Junge gestorben.   Foto: Al-Hadji Kudra Maliro/AP

Einen Tag nach Bekanntwerden der ersten aus dem Kongo eingeschleppten Ebola-Erkrankung ins benachbarte Uganda ist der Patient, ein fünfjähriger Junge, gestorben.

Zudem seien zwei weitere Erkrankungen von Laboren bestätigt worden, erklärte das Uganda-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch über Twitter. Es handle sich um die Großmutter des Jungen und seinen dreijährigen Bruder, erklärte das ugandische Gesundheitsministerium. Das hämorrhagische Fieber endet für die meisten Infizierten mit dem Tod.

Die WHO hatte seit Monaten vor einer Ausbreitung der Epidemie auf Nachbarländer gewarnt. Sie berief für Freitag den Notfallausschuss ein, der die WHO darüber berät, ob ein «internationaler Gesundheitsnotstand» ausgerufen werden muss. Das würde die Alarmbereitschaft erhöhen, mehr Geld für die Bekämpfung der Epidemie frei machen und könnte Reisewarnungen beinhalten.

Der in Uganda gestorbene Junge war in einem Ebola-Behandlungszentrum in der grenznahen Stadt Bwera versorgt worden. Er hatte sich ersten Erkenntnissen zufolge bei einem Besuch seiner Familie im Kongo mit dem gefährlichen Virus infiziert. Die Familie war am Sonntag unter Umgehung der gesundheitlichen Kontrollen am Grenzübergang nach Uganda eingereist. Die Angehörigen wurden unter Quarantäne gestellt.

Uganda hatte in den vergangenen Monaten mit internationaler Unterstützung bereits Vorkehrungen für ein mögliches Einschleppen von Ebola getroffen. Dazu gehörte auch die Verabreichung eines experimentellen Impfstoffs an Tausende Mitarbeiter des Gesundheitswesens. An der Grenze zu Uganda werden zudem Menschen routinemäßig auf Fieber untersucht, um ein Einschleppen von Ebola zu verhindern. Allein im Ort Kasindi überqueren täglich bis zu 25.000 Menschen die Grenze.

Wegen der Gewalt in den kongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Ituri ist es schwierig, den bislang zweitschwersten bekannten Ebola-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Im Ost-Kongo haben sich seit dem offiziellen Beginn der Epidemie fast 2100 Menschen mit dem Virus angesteckt, rund 1400 davon erlagen der Krankheit.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
20:34 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ebola-Fieber Epidemien Familien Hämorrhagisches Fieber Infektionskrankheiten Infektionspatienten Kranke Nord-Kivu Patienten Reisewarnungen Twitter Weltgesundheitsorganisation
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ebola im Kongo

11.11.2018

Bereits mehr als 200 Tote durch Ebola im Kongo

Im Kongo sind seit dem Ebola-Ausbruch vor rund zwei Monaten 201 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben. » mehr

Impfung

27.04.2019

Masern-Quarantäne in USA: Hunderte in Los Angeles betroffen

Wegen einer möglichen Ansteckung mit Masern stehen Hunderte Studenten und Mitarbeiter an zwei US-Universität in Los Angeles unter Quarantäne. » mehr

Malaria-Impfkampagne

22.04.2019

In großem Maßstab: Weltweit erste Malaria-Impfkampagne

Alle zwei Minuten stirbt ein Kleinkind an Malaria. Am schlimmsten betroffen ist Afrika. Die von Stechmücken übertragene Krankheit ist kaum einzudämmen. Ein Impfstoff gibt jedoch Anlass zu neuer Hoffnung. » mehr

Arztpraxis

21.06.2019

Häufig beim Doktor? Ärztepräsident fordert Selbstbeteiligung

Gehen die Menschen in Deutschland zu oft zum Arzt? Der Ärztepräsident meint, es gebe viele unnötige Arztbesuche - und wartet mit einem umstrittenen Vorschlag auf, dies zu ändern. » mehr

Ebola im Osten des Kongos

12.12.2018

Inzwischen 500 Fälle des gefährlichen Ebola-Virus im Kongo

Im Osten des Kongos sind inzwischen 500 Menschen an dem lebensgefährlichen Ebola-Virus erkrankt. Davon seien 452 Fälle bestätigt worden, bei 48 sei die Krankheit wahrscheinlich, teilte das kongolesische Gesundheitsminist... » mehr

Arzt

29.05.2019

Gefährliche Antibiotika werden weiter oft verschrieben

Die teils erheblichen Nebenwirkungen von Fluorchinolon-Antibiotika sind lange bekannt - trotzdem werden die Präparate noch häufig verschrieben. Ein Versagen der Arzneimittelüberwachung, kritisieren Experten. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall mit Rettungswagen in Weißenstadt

Unfall mit Rettungswagen | 26.06.2019 Weißenstadt
» 27 Bilder ansehen

Rock im Hof 2019

Rock im Hof 2019 | 20.06.2019 Hof
» 98 Bilder ansehen

FC Vorwärts Röslau - SpVgg Bayern Hof 4:5

FC Vorwärts Röslau - SpVgg Bayern Hof 4:5 | 23.06.2019 Röslau
» 84 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
20:34 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".