Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeKinderfilmfestAutonomes Fahren in OberfrankenBlitzerwarner

Brennpunkte

Fahrer führt Busunfall auf «technisches Versagen» zurück

Die verletzten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben den Heimflug gut überstanden. Offizielle Angaben zur Unglücksursache und den Toten bleiben derweil rar. Nun dringen Angaben des Busfahrers an die Öffentlichkeit.



Busunglück auf Madeira
Der Fahrer spricht einem Medienbericht zufolge von «technischem Versagen» seines Fahrzeugs.   Foto: Rui Silva/Aspress/Global Imagens/AP » zu den Bildern

Der Fahrer des Unglücksbusses von Madeira hat den Unfall mit 29 Toten nach Informationen einer örtlichen Zeitung auf «technisches Versagen» seines Fahrzeugs zurückgeführt.

Die Regionalzeitung «Jornal da Madeira» berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, die den 55-Jährigen im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besuchte. Die zuständigen Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverlässig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Straßenrand streifte.

Der Versuch schlug fehl. Der Bus stürzte einen Abhang hinunter und krachte in ein Haus. Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. Die Identität der 29 Getöteten war aber auch nach der Autopsie weiterhin ungeklärt. Im Laufe des Wochenendes wurden aus Deutschland Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung ermöglichen sollen.

Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, blieb am Sonntag weiter offen. Die Überführung der Leichen werde wohl «schon in den nächsten Tagen» nach abgeschlossener Identifizierung erfolgen können, sagte der regionale Gesundheitssekretär Pedro Ramos vor Journalisten.

Die von der Bundeswehr nach Deutschland zurückgeholten Überlebenden überstanden unterdessen die Heimreise am Samstag mit einer Sondermaschine der Bundeswehr ohne Probleme. «Den 15 Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Noch am Osterwochenende werden die ersten Patienten in Krankenhäuser in der Nähe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt», berichtete der Direktor der Unfallklinik in Köln-Merheim, Bertil Bouillon, am Ostersonntag.

Im Krankenhaus in Funchal lagen noch drei Verletzte: Neben dem Fahrer des Unglücksbusses eine Frau aus Deutschland, die nach Einschätzung der Ärzte noch nicht transportfähig war, sowie die Reiseleiterin. Die 32 Jahre alte Portugiesin, die sich bei dem Unfall ein Bein brach, bedankte sich auf Facebook für die Anteilnahme und die vielen Genesungswünsche.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 04. 2019
17:11 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundeswehr Debakel Facebook Frank-Walter Steinmeier Herzog von Edinburgh Philip Mountbatten Krankenhäuser und Kliniken Obduktionen Reiseleiter Technik Tote Touristen Unglücksursachen englische Queen Ärzte Überlebende
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Schwerer Unfall

22.04.2019

Verletzte Überlebende von Madeira sind zurück in der Heimat

Endlich zu Hause: Nach der Buskatastrophe von Madeira kehren die Überlebenden in ihre Heimatorte zurück. Wie das Unglück geschah, woher die Toten stammen - das ist offiziell noch offen. » mehr

Flugzeugabsturz in Kasachstan

27.12.2019

Flugzeug stürzt in Kasachstan unmittelbar nach dem Start ab

Schock vor den Neujahrsferien in der zentralasiatischen Republik Kasachstan: Kurz nach dem Start verliert ein Passagierflugzeug an Höhe, stürzt ab und kracht in ein Gebäude. Viele sterben. Aber die große Mehrheit der fas... » mehr

Gebäude-Einsturz

05.01.2020

36 Tote bei Gebäude-Einsturz in Kambodscha

Das Ausmaß des Unglücks wird erst zwei Tage später deutlich: 36 Menschen können nach einem Rohbau-Einsturz in Kambodscha nur noch tot geborgen werden. War minderwertiges Baumaterial im Spiel? » mehr

Feuerwehrfahrzeug

23.01.2020

Australiens Feuer-Krise: Drei Tote bei Löschflugzeug-Crash

Tödliches Unglück in Australien: Ein Löschflugzeug stürzt im Einsatz gegen die Brände ab. In der Hauptstadt Canberra muss der Flughafen wegen der Feuer schließen. Die Tourismusbranche hat unterdessen einen Wunsch, der si... » mehr

Tsunami-Überlebende

25.12.2019

15 Jahre Tsunami: «Dachte, dass kein Mensch überlebt hat»

Ein Tsunami tötete an Weihnachten 2004 Tausende Menschen, riss Familien auseinander. Julia hat überlebt, ihre Mutter nicht. 15 Jahre später sind ihre Erinnerungen noch immer lebendig. » mehr

White Island

11.12.2019

White Island: Sorge vor Ausbruch verzögert Opferbergung

Noch immer werden Opfer des tödlichen Vulkanausbruchs auf White Island vermutet - doch die Bergungskräfte dürfen die Insel nicht betreten. Die zuständigen Behörden befürchten einen weiteren Ausbruch auf der Insel vor der... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Was treibt die Kandidaten an und wofür steht der Landkreis Wunsiedel nach ihrer ersten Amtszeit? |
» 4 Bilder ansehen

Tina Turner Show - Simply the Best

Tina Turner Show - Simply the Best | 27.01.2020 Hof
» 60 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EV Füssen

Selber Wölfe - EV Füssen | 26.01.2020 Selb
» 48 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
21. 04. 2019
17:11 Uhr



^