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Generalstreik in Frankreich: Störungen bei der Bahn erwartet

Pläne von Präsident Emmanuel Macron zu grundlegenden Änderungen bei der Rente treiben diese Woche viele Franzosen auf die Straße. Das öffentliche Leben könnte vielerorts lahmgelegt werden.



Streik in Frankreich
Schon im September hatte ein Streik für Stillstand im Pariser Bahnverkehr gesorgt.   Foto: Sadak Souici/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

Kurz vor einem Generalstreik in Frankreich warnt das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts vor Störungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Insbesondere die Hauptstadt Paris werde von den Streiks beeinträchtigt sein, heißt es in einem Tweet.

Für Donnerstag haben mehrere Gewerkschaften für ganz Frankreich einen Generalstreik angekündigt, der das öffentliche Leben weitgehend lahmlegen soll.

Der Grund ist eine geplante Rentenreform. Sie gilt als wichtigste Sozialreform in der noch bis 2022 dauernden Amtszeit von Staatschef Emmanuel Macron. Das neue System soll von 2025 an eingeführt werden und die Zersplitterung in Einzelsysteme für bestimmte Berufsgruppen beenden. Arbeitnehmer sollen auch dazu gebracht werden, länger zu arbeiten.

Für Donnerstag wird erwartet, dass öffentliche Verkehrsmittel weitestgehend stillstehen. Die französische Staatsbahn SNCF warnte vor Störungen ab Mittwoch 19 Uhr und empfiehlt Reisenden, ihre Pläne zu verschieben. Von Donnerstag an bis Sonntag können auf der Webseite wegen des Streiks keine Tickets gekauft werden. Auch Angestellte der Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr, der Schulen und Müllabfuhr wollen sich an dem Streik beteiligen. Es wird damit gerechnet, dass landesweit nur vier von zehn Schulen geöffnet sein werden.

Die Pariser Polizeipräfektur hat angeordnet, dass Läden und Restaurants, die sich in Paris entlang der Route der geplanten Demonstrationen befinden, nicht öffnen dürfen. Sie rechnet mit Blick auf vergangene Proteste mit Ausschreitungen.

Auch «Gelbwesten» wollen bei den geplanten Demonstrationen protestieren. Die Regierung befürchtet nach Medienberichten, dass es Donnerstag und vor allem Samstag wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen bei Demonstration der Bewegung kommen könnte. Zuletzt hatten Randalierer am ersten Jahrestag der Proteste wieder massiv in Paris randaliert. Die «Gelbwesten» protestieren gegen die Politik der französischen Regierung und gegen Präsident Macron.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
13:08 Uhr

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03. 12. 2019
13:08 Uhr



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