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Brennpunkte

Großbrand in Naturschutzgebiet weiterhin nicht gelöscht

Etwa 500 Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen die Flammen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Insgesamt ist eine Fläche von rund 170 Hektar betroffen. Auch in Belgien brennt es.



Waldbrand
Ein Waldstück im Mariapeel bei Deurne in den Niederlanden steht unter Feuer.   Foto: Rob Engelaar/ANP/dpa » zu den Bildern

Auch zwei Tage nach Ausbruch eines Großbrandes im deutsch-niederländischen Grenzgebiet ist das Feuer noch nicht gelöscht.

Einsatzkräfte haben den niederländischen Ort Herkenbosch mit rund 4000 Einwohnern evakuiert. Der Grund war der dichte Qualm mit einer hohen Konzentration von Kohlenmonoxid, teilte die Gemeinde mit.

Für die Betroffenen richtete das Rote Kreuz in 16 Turnhallen Notquartiere ein, wegen der Corona-Pandemie mit nicht mehr als 50 Betten je Halle. Nur ein geringer Teil der Menschen nutzte jedoch das Angebot. Wann die Einwohner in den abgesperrten Ort zurückkönnen, war nach Angaben der Gemeinde zunächst noch nicht absehbar.

Auf deutscher Seite sei der Brand unter Kontrolle, erklärte eine Sprecherin des Kreises Viersen am Mittwochmorgen. Auch in der Nacht seien etwa 500 Einsatzkräfte vor Ort gewesen. In der Grenzregion brennen seit Montagmittag die Heide und der Wald, vor allem auf niederländischer Seite im Nationalpark De Meinweg. Das Feuer hatte sich am späten Dienstagnachmittag zunächst wieder vergrößert. Insgesamt sei eine Fläche von rund 170 Hektar betroffen, hieß es.

Auch in Belgien hat ein Waldbrand große Teile eines Naturschutzgebiets zerstört. Von dem Brand seien 167 Hektar eines Torfmoors in der Gemeinde Oud-Turnhout nahe der niederländischen Grenze betroffen, sagte Bürgermeister Bob Coppens der Nachrichtenagentur Belga. Das Feuer sorgte dem Bericht zufolge für große Rauchentwicklung. Bei den Löscharbeiten war unter anderem ein Hubschrauber im Einsatz. Insgesamt ist das Gebiet in der Provinz Antwerpen 500 Hektar groß. «Es wird Jahrzehnte dauern, bis alles wiederhergestellt ist», sagte Coppens.

Die Brandursache war am Abend zunächst nicht bekannt. Allerdings herrscht seit Wochen extreme Trockenheit. Das betroffene Gebiet war deshalb bereits wegen der Gefahr von Waldbränden für Besucher gesperrt, wie Belga berichtete.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
23. 04. 2020
00:21 Uhr

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23. 04. 2020
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