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Hoffen auf Regen in Lübtheen

Der kleine Ort Alt Jabel steht im Zentrum der Löscharbeiten im Waldbrandgebiet von Südwestmecklenburg. Die Bewohner möchten in ihre Häuser zurückkehren. Das Wetter könnte mitspielen.



Bundeswehr-Hubschrauber
Ein Hubschrauber der Bundeswehr vom Typ NH90 mit einem Löschwasser-Behälter wirft über einer Brandstelle Löschwasser ab.   Foto: Jens Büttner

Der Waldbrand bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern ist eingegrenzt und die Rückkehr für die Bewohner des Ortes Alt Jabel nur eine Frage der Zeit.

Mit vier Hubschraubern soll in dem Gebiet des früheren Truppenübungsplatzes an diesem Freitag weiter gelöscht werden, um alle Glutnester zu bekämpfen. Die Einsatzkräfte hoffen auf Regen als Unterstützung.

Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes ist es an diesem Freitag im Nordosten stark bewölkt mit Schauern. Am Samstag soll es noch mehr Regen geben. Unberechenbar bleibt aber der Wind, der die Glut immer wieder anfachen kann.

Die Einsatzkräfte konzentrieren sich seit Donnerstag auf den einzigen noch evakuierten Ort in der Nähe des munitionsbelasteten Gebietes. «Alt Jabel ist unser Hotspot. Dort bündeln wir all unsere Möglichkeiten», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Stefan Geier. Am frühen Freitagmorgen war der Abstand zwischen Brand und Dorf um mehr als 150 auf rund 500 Meter ausgedehnt worden, wie der Landkreis mitteilte. Erst, wenn ein Kilometer erreicht ist, dürfen die Einwohner zurück in ihre Häuser.

Für die anderen drei vom Brand bedrohten Dörfer Trebs, Jessenitz-Werk und Volzrade - allesamt Ortsteile von Lübtheen - war schon am Mittwoch die Sperrung aufgehoben worden. Die Region liegt südwestlich von Schwerin, zwischen Hamburg und Berlin.

Am Freitagmorgen waren noch auf etwa 560 Hektar Wald Glutnester und Flammen festgestellt worden. Die vom Brand betroffene Fläche wurde mit insgesamt 1200 Hektar angegeben. Die Bundeswehr hatte mit schwerer Räumtechnik alte Fahrwege rund um den Brandherd freigeschoben, damit das Feuer nicht auf benachbarte Waldflächen übergreift.

«Wir liegen im Plan», sagte Brigadegeneral Gerd Kropf, Chef des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern. Das Feuer sei weitgehend eingekesselt und bei erneutem Aufflammen könne sich die Feuerwehr frei bewegen. Zeitweilig seien bis zu zwölf Räumpanzer im Einsatz gewesen. Sie hätten insgesamt 60 Kilometer Brandschneisen gezogen. Die Gefahr einer weiteren Ausdehnung des Feuers sei nahezu gebannt.

Vor noch nicht einmal einem Jahr hatte die Bundeswehr schon mit einem Moorbrand auf einem Truppengelände im benachbarten Niedersachsen zu kämpfen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur in Hannover, die Kommunikation der Bundeswehr mit den Behörden habe sich seither verbessert. «Ich gehe davon aus, dass die Bundeswehr aus den Fehlern gelernt hat und dass ihr nicht noch einmal so etwas passieren wird wie im vergangenen Jahr im Emsland.»

Am 3. September hatte sich im Emsland bei einem Waffentest mit einem Hubschrauber ein Moorbrand entzündet, der erst Wochen später gelöscht werden konnte. Die Bundeswehr hatte die Hilfe der Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden mit erheblicher Verzögerung angefordert. Selbst das Kompetenzzentrum Großschadenslagen des niedersächsischen Innenministeriums erfuhr laut Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD) erst am 13. September inoffiziell davon, dass im Emsland Feuerwehrmaterial angefordert wird.

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dpa

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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
07:31 Uhr

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dpa

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05. 07. 2019
07:31 Uhr



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