Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019EhrenamtskampagneVER Selb

Brennpunkte

Hunderte bei Solidaritätsgebet für attackierten Rabbiner

Zwei Wochen ist eine antisemitische Attacke auf den Berliner Rabbiner Yehuda Teichtal her. Mit einem gemeinsamen Gebet in der Synagoge zeigen sich nun viele solidarisch - und verurteilen Antisemitismus.



Solidaritätsgebet
Schauspielerin Natalia Wörner, ihr Mann, Außenminister Heiko Maas und Rabbiner Yehuda Teichtal in der Synagoge in Berlin-Wilmersdorf.   Foto: Jörg Carstensen

Rund zwei Wochen nach einem antisemitischen Übergriff auf den Berliner Rabbiner Yehuda Teichtal haben Hunderte Menschen ihre Unterstützung für das Opfer bekundet.

An einem Solidaritätsgebet in einer Synagoge in Berlin-Wilmersdorf nahm am Freitagabend auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) teil - zusammen mit seiner Partnerin Natalia Wörner. Auch viele Christen, darunter der künftige evangelische Landesbischof Christian Stäblein, fanden sich zu dem Gebet ein.

«Es ist abstoßend, widerlich und es macht wütend, wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland beschimpft und bespuckt werden», sagte Maas laut Redemanuskript. Antisemitismus sei in Deutschland lauter und aggressiver geworden. «Umso beherzter müssen wir gegenhalten, wo immer es geht.»

Teichtal ist Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Am vorvergangenen Wochenende hatten zwei Männer den Geistlichen nach einem Gottesdienst auf Arabisch beschimpft und bespuckt. Eines seiner Kinder war bei dem Vorfall dabei. Die Ermittlungen beim polizeilichen Staatsschutz laufen. Zum aktuellen Stand äußerte sich die Polizei am Freitag auf Nachfrage unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

«Wir werden uns nicht verstecken oder unsere Identität auf irgendeine Weise verbergen», erklärte Teichtal anlässlich des Solidaritätsgebetes mit Blick auf wiederholte Übergriffe auf Juden in Berlin. «Ganz im Gegenteil, wir werden alles tun, um mit Respekt füreinander einzustehen und den Dialog untereinander zu fördern.»

Die Mehrheit hierzulande sei tolerant. «Die meisten Menschen in Deutschland wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen.»

Der jüdische Journalist Henryk M. Broder erschien mit einem Shirt mit auffälligem Aufdruck: zwei gekreuzte Sturmgewehre unter einem Davidstern und die Aufschrift «GUNS N MOSES».

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
20:50 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Antisemitismus Christen Evangelische Kirche Geistliche und Priester Heiko Maas Henryk M. Broder Juden Juden in Deutschland Judentum Landesbischöfe und Landesbischöfinnen Polizei SPD Synagogen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Andreas Geisel

14.08.2019

Jüdischer Mann in Berlin attackiert

Wieder soll es in Berlin eine antisemitische Attacke gegeben haben. Innensenator Geisel plant einen Antisemitismus-Beauftragten - und einen Runden Tisch. » mehr

Demonstration in Hamburg

12.10.2019

Bürger setzen Zeichen gegen Antisemitismus und rechte Gewalt

Die Botschaft ist eindeutig: «Wir stehen in dieser schweren Stunde zusammen.» Nach dem Anschlag von Halle gehen mehrere tausend Menschen auf die Straße, um gegen rechten Terror zu demonstrieren. » mehr

Einsatz in Halle

09.10.2019

Rechtsextremist wollte Massaker in Halle anrichten

Die jüdische Gemeinde in Halle entgeht nur knapp einer Katastrophe. Ein Attentäter will das Gotteshaus stürmen, scheitert aber. Dann erschießt er zwei Menschen vor der Synagoge und in einem Döner-Laden. Es soll ein 27-jä... » mehr

Abgesperrter Tatort in Halle

16.10.2019

Attentäter von Halle wollte 2018 als Soldat zur Bundeswehr

Eine Woche nach dem Anschlag von Halle werden neue Details über den Attentäter bekannt. Sein perfides Internet-«Manifest» führt zudem zu Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen. » mehr

Gedenken

10.10.2019

Seehofer garantiert Juden nach Anschlag Sicherheit

Vier Schusswaffen, Sprengsätze, Bekennervideo und ein «Manifest». Für die Ermittler gibt es keinen Zweifel: Der rechtsextremistische Schütze von Halle plante ein Massaker in der Synagoge mit weltweiter Wirkung. Und die B... » mehr

Gottesdienst der Gemeinde Beth Shalom in München

06.08.2019

Antisemitischer Übergriff in München

Erneut gibt es eine Attacke auf Juden: In München werden drei Männer bespuckt und antisemitisch beschimpft. Die Polizei sucht zwei Tatverdächtige. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Traktor-Demo Bindlach

Traktor-Demo rollt nach Bayreuth | 22.10.2019 Bindlach
» 30 Bilder ansehen

Filmtage Eröffnungsparty

Filmtage-Eröffnungsparty | 22.10.2019 Hof
» 46 Bilder ansehen

Fightnight Plauen mit Etem Bayramoglu Plauen

Fightnight Plauen mit Etem Bayramoglu | 19.10.2019 Plauen
» 69 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
20:50 Uhr



^