Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeHofer Volksfest 2019BlitzerwarnerGerch

Brennpunkte

Hurrikan «Florence» trifft auf die Südostküste der USA

Tagelang wappnete sich die Südostküste der USA für «Florence» - nun ist der Hurrikan da. Zwar hat der Sturm auf dem Weg an die Küste an Stärke nachgelassen, zerstörerische Kraft hat er trotzdem. Menschen mussten bereits ihr Leben lassen.



Hurrikan «Florence»
Sturm und Wasser umtosen die Gebäude, in der Innenstadt von Swansboro N.C.   Foto: Tom Copeland/AP » zu den Bildern

Mit Wucht ist Hurrikan «Florence» auf die Südostküste der USA getroffen und hat am Freitag mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen.

Eine Mutter und ihr Kleinkind starben in der Küstenstadt Wilmington (North Carolina), nachdem ein umstürzender Baum auf ihr Haus krachte, wie die Polizei mitteilte. Die «New York Times» meldete am Freitagnachmittag (Ortszeit) bereits vier Tote durch den Wirbelsturm.

Das Zentrum des Sturms stieß am Freitagmorgen (Ortszeit) in Wrightsville Beach in North Carolina auf Land. Der Sturm sorgte für schwere Fluten, heftige Böen und extreme Regenfälle. Katastrophenschützer mussten ausrücken, um Menschen aus überfluteten Häusern zu retten. Der Fernsehsender CNN berichtete, mehr als 400 000 Menschen in North und South Carolina seien ohne Strom. Experten warnen vor tagelangen heftigen Regenfällen.

Es liefen bereits viele Notfalleinsätze in der betroffenen Küstenregion, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long. Als eine der ersten Gegenden wurden die Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Inselkette in North Carolina. Auch den Ort New Bern an der Küste North Carolinas traf die Sturmflut. Rund 150 Menschen warteten hier zwischenzeitlich darauf, von Rettungskräften aus den Wassermassen gerettet zu werden, wie der National Weather Service auf Twitter meldete.

Die Auswirkungen von «Florence» zeigten sich an vielen Orten. Flüsse traten über die Ufer, Uferstraßen wurden überspült. Mehr als 1300 Flüge wurde laut CNN an der US-Ostküste gestrichen. In der Nähe von Wilmington in North Carolina - unweit des Ortes, an dem «Florence» auf die Küste traf - hatte der Stromversorger Duke Energy ein Atomkraftwerk vorsichtshalber vom Netz genommen.

Der Sturm traf mit Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde auf die Küste. «Florence» war über dem Atlantik tagelang angewachsen und hatte sich zwischenzeitlich zu einem Hurrikan der Stärke 4 entwickelt. Vor der Ankunft an der Küste verlor der Sturm zwar deutlich an Kraft und schwächte sich zu einem Hurrikan der niedrigsten Stufe 1 ab. Experten halten den Sturm dennoch für sehr gefährlich. Es sind weniger die Windgeschwindigkeiten, sondern vor allem die Wassermassen, die ihnen Sorgen bereiten.

Es sei besonders problematisch, dass sich «Florence» sehr langsam bewege, sich lange über den Küstengebieten halte und enorme Wassermassen dorthin trage, sagte der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami (Florida), Ken Graham. Experten rechnen damit, dass sich die Wasserlast des Sturms bis zu vier Tage lang über das Land ergießt.

Wirbelstürme entwickeln zwar Winde mit enormen Geschwindigkeiten, bewegen sich selbst aber nur gemächlich vorwärts. «Florence» rückte am Freitag besonders langsam voran - mit nur neun Kilometern pro Stunde.

Die Behörden hatten vorsorglich mehr als eine Million Menschen entlang der Küste aufgerufen, sich vor dem Hurrikan in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen - bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle folgten aber den Aufrufen.

An vielen Orten kam es bereits zu Stromausfällen. Duke Energy geht davon aus, dass am Ende ein bis drei Millionen Haushalte und Unternehmen wegen «Florence» ohne Strom sein könnten. Stromversorger haben Tausende Spezialkräfte aus vielen Teilen der Vereinigten Staaten in die Region entsandt, um nach dem Einsturz von Strommasten die Versorgung wiederherzustellen.

Die Behörden rechnen damit, dass insgesamt fünf Millionen Menschen in einem riesigen Einzugsgebiet im Südosten der USA von Überschwemmungen betroffen sein könnten. Sturmfluten, die vom Ozean in die Flüsse und damit ins Hinterland drängen sowie ergiebiger Regen könnten gemeinsam große zerstörerische Kraft entfalten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 09. 2018
22:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
CNN Donald Trump Facebook Flüsse Hurricans Hurrikanzentren Meeresküsten Polizei Stromausfälle Stromversorger Stürme Twitter Windgeschwindigkeit
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Überschwemmte Straße in Mandeville

14.07.2019

Tropensturm «Barry» trifft die Südküste der USA hart

Bange hatten die Menschen an der südlichen Küste der USA auf den heranziehenden Sturm «Barry» geschaut - auch wegen des verheerenden Hurrikans «Katrina» von 2005. Der aktuelle Sturm hat weit weniger Wucht. Doch Experten ... » mehr

Vorbereitung

13.09.2018

Südostküste der USA wappnet sich für tagelange Fluten

Die Vorhersagen sind düster. Auch wenn der Hurrikan «Florence» ein wenig an Stärke eingebüßt hat: Die schiere Größe und die erwarteten Wassermengen lassen Politiker schon jetzt von einer «Katastrophe» sprechen. » mehr

Hurrikan «Michael»

10.10.2018

«Monster»-Hurrikan «Michael» trifft in Florida auf Land

US-Präsident Trump spricht von einem «Monster»: Mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern hat Hurrikan «Michael» Florida erreicht. Die betroffene Küste bereitet sich auf «unvorstellbare Zerstörung» vor. » mehr

Hurrikan «Michael»

09.10.2018

Hurrikan «Michael» steuert auf Florida zu

Die Schäden durch «Florence» sind noch nicht mal überall beseitigt, da bewegt sich schon der nächste große Sturm auf die USA zu. Hurrikan «Michael» soll Mitte der Woche auf die Küste Floridas treffen. Wie schlimm wird es... » mehr

Louisiana

13.07.2019

Sturm «Barry» erreicht US-Südküste und wird wieder schwächer

Den Hurrikan «Katrina» von 2005 haben viele Menschen in New Orleans noch böse in Erinnerung. Nun trifft ein neues Unwetter die Südküste der USA - zwar kein Hurrikan, sondern «nur» ein Tropensturm. Experten warnen dennoch... » mehr

«Florence»

15.09.2018

Sturm «Florence» überflutet weite Gebiete an US-Südostküste

«Florence» ist zwar kein Hurrikan mehr, hat aber enorme Wassermassen an die Südostküste der USA getragen. Die Folgen sind enorm. Und noch ist das Unwetter nicht überstanden. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Frankenpost-Firmenlauf 2019

Frankenpost-Firmenlauf 2019 | 19.07.2019 Untreusee Hof
» 395 Bilder ansehen

Plassenburg-Open-Air mit Stahlzeit

Plassenburg-Open-Air mit Stahlzeit | 16.07.2019 Kulmbach
» 9 Bilder ansehen

FC Eintracht Bamberg - SpVgg Bayern Hof 6:4

FC Eintracht Bamberg - SpVgg Bayern Hof 6:4 | 20.07.2019 Bamberg
» 34 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 09. 2018
22:33 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".