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IS reklamiert Anschlag auf libysches Außenministerium

Die Männer trugen Sprengstoff, als sie Libyens Außenministerium angriffen. Die Unbekannten töteten mehrere Menschen. Inzwischen beanspruchte die Terrormiliz Islamischer Staat die Tat für sich.



Selbstmordanschlag
Ein Krankenwagen in der Nähe des Außenministeriums in Tripolis, aus dem Rauch aufsteigt.   Foto: Mohamed Ben Khalifa/AP

Der Selbstmordanschlag auf das Außenministerium Libyens ist möglicherweise von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat verübt worden.

Die Miliz habe die Tat für sich reklamiert, berichtete die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group in der Nacht zum Mittwoch. Die drei Selbstmordattentäter hatten bei dem Angriff in Tripolis mindestens zwei Zivilisten mit in den Tod gerissen. 18 weitere Unbeteiligte seien verletzt worden, berichtete das Innenministerium am Dienstag. Das Gesundheitsressort ging sogar von drei toten Zivilisten und 21 Verletzten aus.

Nach Angaben der libyschen Nachrichtenagentur LNA sprengten sich zwei der Angreifer in die Luft. Ein dritter Mann sei bei einer Schießerei mit dem Sicherheitspersonal des Außenministeriums getötet worden. Auf online kursierenden Bildern war dichter Rauch über dem Gebäude zu sehen, das zur international anerkannten Regierung des Landes gehört.

Seit dem Tod von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 ist das Land in Nordafrika im Chaos versunken. In Tripolis gibt es immer wieder Kämpfe von Milizen und verfeindeten Gruppen sowie Gewalt gegen die schwache offizielle Regierung Libyens, die in der Hauptstadt sitzt. Das Land ist dabei tief gespalten, eine Gegenregierung im Osten beansprucht die Macht ebenso für sich.

Das libysche Außenministerium verurteilte den Anschlag am Dienstag. Alle Menschen, die während des Angriffs in dem Gebäude waren, seien in Sicherheit gebracht worden. «Die libysche Bevölkerung führt für die Welt einen Kampf gegen den Terror», hieß es in einer Mitteilung.

Erst im Herbst war es in Tripolis zu schweren Zusammenstößen verfeindeter Milizen gekommen. Innerhalb eines Monats starben dabei mehr als 100 Menschen. Rund 500 weitere wurden verletzt. Die Gewalt konnte erst durch die Vermittlung eines Waffenstillstands durch die Vereinten Nationen gestoppt werden. Auch Terrororganisationen wie der Islamische Staat (IS) sind in Libyen aktiv. Vor zwei Wochen hatten die Dschihadisten mit der Tötung von sechs libyschen Geiseln für Aufmerksamkeit gesorgt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
26. 12. 2018
08:36 Uhr

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26. 12. 2018
08:36 Uhr



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