Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom WochenendeStromtrasse durch die RegionBlitzerwarnerVER Selb

Brennpunkte

Kalifornien setzt Todesstrafe aus

Gegner der Todesstrafe haben in den USA einen Sieg verbucht. Kalifornien setzte die Todesstrafe in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat aus. Einer findet das gar nicht gut.



US-Hinrichtungsraum
US-Hinrichtungsraum: Präsident Trump kritisiert den in Kalifornien geplanten vorläufigen Stopp von Hinrichtungen.   Foto: Paul Buck » zu den Bildern

In Kalifornien, dem US-Bundesstaat mit der größten Zahl von Häftlingen in Todestrakten, ist die Todesstrafe per Dekret ausgesetzt worden. Der seit Januar amtierende Gouverneur Gavin Newsom gab die Entscheidung für das Moratorium am Mittwoch bekannt.

Er glaube nicht, dass der Staat das Recht habe, zu töten, sagte der Demokrat in Sacramento. Mit sofortiger Wirkung werde die Hinrichtungskammer im San Quentin Gefängnis stillgelegt.

In dem Gefängnis nahe San Francisco sitzen derzeit alle 737 zum Tode verurteilten Gefangenen in Kalifornien ein. In dem Westküstenstaat gibt es bereits seit 2006 einen vorläufigen Hinrichtungsstopp. Ein Bundesrichter hatte entschieden, dass Exekutionen mit der Giftspritze verfassungswidrig seien, weil sie eine grausame und außergewöhnliche Form von Bestrafung darstellten.

US-Präsident Donald Trump hatte Newsoms Entscheidung schon vorab kritisiert. Er warf dem Demokraten auf Twitter vor, sich dem Willen von Wählern zu widersetzen, indem er die Exekutionen von 737 «eiskalten» Mördern stoppe. «Die Freunde und Familien von OPFERN, die immer vergessen werden, sind nicht begeistert, und ich bin es auch nicht!», fügte der Republikaner hinzu.

Newsom rechtfertigte seine Entscheidung unter anderem damit, dass in den Todestrakten auch zu Unrecht verurteilte Menschen einsitzen und Schuldsprüche später revidiert wurden. Er führte eine Studie an, wonach einer von 25 Todeskandidaten unschuldig sein soll. Er könne keine Hinrichtungen erlauben, mit dem Wissen, dass Unschuldige betroffen wären, sagte Newsom.

Kalifornien hat unter allen Bundesstaaten die größte Zahl von Häftlingen in den Todestrakten. Durch die Anordnung des Gouverneurs würden sie von der Vollstreckung verschont werden, aber lebenslänglich hinter Gitter bleiben.

20 der 50 US-Bundesstaaten haben nach Angaben des

US-Death Penalty Information Centers (DPIC) die Todesstrafe abgeschafft. 2003 hatte beispielsweise der Gouverneur von Illinois alle 157 in seinem US-Bundesstaat zum Tode verurteilten Gefangenen begnadigt. Die meisten Strafen wurden in lebenslange Haftstrafen ohne Möglichkeit auf Entlassung umgewandelt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 03. 2019
19:55 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Donald Trump Gouverneure Häftlinge Twitter
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Kohlekraftwerk am Kapitol

05.11.2019

Empörung nach US-Kündigung des Pariser Klimaabkommens

US-Präsident Donald Trump hält Wort und kündigt das Pariser Klimaabkommen auf. Fast gleichzeitig warnen Tausende Wissenschaftler vor «unsäglichem menschlichem Leid». Aber nicht nur die USA verzögern den Kampf gegen die K... » mehr

Lev Parnas

18.01.2020

Trump lässt sich von Clinton-Ermittler Starr verteidigen

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump hat begonnen. Nun verkündet das Weiße Haus, wer den US-Präsidenten verteidigen wird - ein Name ist noch aus dem letzten Impeachment bekannt. Die Demokraten heizen die Ukrain... » mehr

Nationaler Atomtag im Iran

16.01.2020

Ruhani: Iran will nicht komplett aus Atomabkommen aussteigen

Die USA sind ausgestiegen, nun will die EU den Atomdeal mit dem Iran retten. Auch Irans Präsident Ruhani hat gute Gründe, das Abkommen nicht komplett aufzukündigen. Sein Außenminister erhebt aber schwere Vorwürfe gegen d... » mehr

Baumarkt in Anchorage nach dem Beben

01.12.2018

Nachbeben erschüttert Alaska - Hohe Schäden, keine Toten

Ein Erdstoß hatte am Freitag in Alaska schwere Schäden an Häusern und Straßen hinterlassen. In der Nacht zu Samstag bebt die Erde erneut. Die Menschen dort haben aber wohl Glück im Unglück. » mehr

Erdbeben im Süden von Alaska

30.11.2018

Starkes Erdbeben im Süden von Alaska

Am Morgen werden die Menschen im Süden Alaskas von einem heftigen Erdbeben in Schrecken versetzt. Kurzzeitig gilt eine Tsunamiwarnung - aber die ganz große Katastrophe bleibt wohl aus. » mehr

«Klimahysterie» ist «Unwort des Jahres» 2019

14.01.2020

«Klimahysterie» ist Unwort des Jahres

Wälder stehen in Flammen, die Ozeane werden wärmer, und Deutschland ächzt im Sommer unter der Hitze: Die Klimadebatte rückte in den Fokus für das «Unwort des Jahres». Die Jury wendet sich gegen die Kritiker von Klimaschu... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Neujahrsempfang in Schwarzenbach an der Saale Schwarzenbach an der Saale

Neujahrsempfang in Schwarzenbach an der Saale | 19.01.2020 Schwarzenbach an der Saale
» 71 Bilder ansehen

Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas Marktredwitz

Gala-Abend Faschingsgilde in Marktredwitz | 18.01.2020 Marktredwitz
» 37 Bilder ansehen

Selber Wölfe - EC Peiting

Selber Wölfe - EC Peiting | 17.01.2020 Selb
» 48 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 03. 2019
19:55 Uhr



^