Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimJubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

Brennpunkte

Linker US-Präsidentschaftsbewerber Sanders jetzt Millionär

Der linke US-Senator Bernie Sanders will Trump als Präsident ablösen, er setzt sich unter anderem für eine Reichensteuer ein. Wie es um sein Einkommen steht, darüber gibt Sanders nun freiwillig Auskunft: Ein Buch hat ihm Einkünfte in Millionenhöhe beschert.



Bernie Sanders
Bernie Sanders, demokratischer US-Senator und Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2020, hat seine Steuererklärungen freiwillig offengelegt.   Foto: Christopher Dolan/The Times-Tribune

Der Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten, Bernie Sanders (77), ist durch einen Bestseller zum Millionär geworden.

Der Senator veröffentlichte Steuererklärungen, wonach er und seine Ehefrau Jane Sanders in den Jahren 2016 und 2017 auf ein gemeinsames Einkommen von jeweils mehr als einer Million Dollar kamen - nach 240.622 Dollar im Jahr 2015. Sanders' Buch «Our Revolution» («Unsere Revolution») war im November 2016 erschienen, kurz nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl.

Sanders - der sich als einen demokratischen Sozialisten bezeichnet - setzt sich für eine Reichen- und eine Spekulationssteuer ein. Bei einer Diskussionsveranstaltung von Trumps Haussender Fox News am Montagabend sagte Sanders, sein Buch «war ein Bestseller, der überall auf der Welt verkauft wurde, und wir haben Geld verdient. Wenn irgendwer denkt, dass ich mich dafür entschuldigen sollte, einen Bestseller zu schreiben, dann tut es mir leid, das werde ich nicht tun». Sanders forderte Trump dazu auf, nun ebenfalls seine Steuererklärungen vorzulegen.

Der Präsident weigert sich, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus wollen Trump dazu zwingen. Sanders sagte den Fox-Moderatoren bei der Veranstaltung in Bethlehem im Bundesstaat Pennsylvania, er zahle seine Steuern. «Warum holen Sie nicht Donald Trump hierher und fragen ihn, wie viele Steuern er bezahlt?» Der Senator aus Vermont wandte sich dann direkt an Trump, der regelmäßig Fox News schaut. «Hey Präsident Trump, meine Frau und ich haben gerade (Steuererklärungen über) zehn Jahre veröffentlicht», sagte Sanders. «Bitte machen Sie dasselbe.»

Aus den Steuererklärungen geht hervor, dass Sanders und seine Ehefrau im vergangenen Jahr noch auf ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von gut 561.000 Dollar kamen. Der unabhängige Senator ist ein scharfer Kritiker Trumps, den er am Montagabend «einen krankhaften Lügner» und «einen gefährlichen Präsidenten» nannte.

Sanders gehört zur wachsenden Zahl von Bewerbern für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl im November 2020. In Umfragen liegt er an zweiter Stelle hinter dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden, der seine Bewerbung um die Kandidatur allerdings noch gar nicht offiziell erklärt hat.

Die «New York Times» berichtete, unter den offiziellen Bewerbern um die Kandidatur der Demokraten habe Sanders bislang die meisten Spenden eingesammelt: Sanders konnte demnach 18,2 Millionen US-Dollar verbuchen, an zweiter Stelle liegt Senatorin Kamala Harris mit 12 Millionen Dollar. Sanders kann vor allem auf Kleinspender bauen: Der Zeitung zufolge stammen 84 Prozent seiner Mittel von Spendern, die 200 Dollar oder weniger gaben. Sanders trat bereits 2016 bei den Vorwahlen der US-Demokraten an, unterlag aber Hillary Clinton.

Bei der Kandidatur der Republikaner bekam Trump unterdessen Konkurrenz vom früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld. Weld erklärte am Montag im Sender CNN, er werde sich um die Kandidatur seiner Partei bewerben. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Trump herausfordert. Welds Chancen dürften allerdings schlecht stehen: Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup genießt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent.

Weld sagte, es wäre eine «politische Tragödie», wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bleiben würde. «Ich hätte Angst um die Republik.» Weld hatte Trump kürzlich in einem Interview der Zeitschrift «Rolling Stone» «bösartigen Narzissmus» attestiert. Weld hatte sich 2016 an der Seite des Präsidentschaftskandidaten der kleinen Libertären Partei, Gary Johnson, um die Vizepräsidentschaft beworben. Im Februar war Weld zu den Republikanern zurückgekehrt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
15:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bernie Sanders Bestseller Bücher CNN Donald Trump Fox News Channel Gary Johnson Hillary Clinton Joe Biden Kamala Harris New York Times Präsidentschaftsbewerber Präsidentschaftswahlen Senatoren Steuererklärungen Steuern und staatliche Abgaben US-Senatoren Vorwahlen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Joe Biden

29.04.2020

Frau wirft Biden sexuellen Übergriff vor

Bereits vor einem Jahr war Joe Biden Vorwürfen mehrerer Frauen ausgesetzt, er sei ihnen zu nah gekommen. Nun hat er es - inzwischen als designierter Präsidentschaftskandidat - mit einer noch schwerwiegenderen Anschuldigu... » mehr

Joe Biden

03.06.2020

Biden gewinnt wie erwartet Serie von US-Vorwahlen

Im Schatten der Corona-Pandemie und der gewaltsamen Proteste in den USA gehen die Präsidentschaftsvorwahlen in den USA weiter. Trumps designierter Herausforderer Biden räumt erwartungsgemäß ab und sammelt ordentlich Dele... » mehr

Vorwahlen in den USA

02.06.2020

US-Vorwahlen: Abstimmungen in mehreren Bundesstaaten

War da nicht noch was? Die USA stecken mitten im Wahljahr, doch andere Themen stehen derzeit im Vordergrund. Im Schatten der Corona-Pandemie und der gewaltsamen Proteste im Land finden nun weitere Vorwahlen statt - und z... » mehr

Joe Biden

11.03.2020

Bidens Siegesserie hält: Vorwahl-Sieg in vier Bundesstaaten

Nach dem «Super Tuesday» räumt Joe Biden auch bei der nächsten größeren Vorwahlrunde der US-Demokraten ab. Noch ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur nicht entschieden - für Bidens linken Konkurrenten Bernie S... » mehr

Biden

01.05.2020

Biden wehrt sich gegen Missbrauchsvorwürfe: Nie passiert

Joe Biden ist der große Hoffnungsträger von Donald Trumps Kritikern - er soll den US-Präsidenten aus dem Weißen Haus vertreiben. Doch mitten im Wahlkampf ist Biden mit brisanten Anschuldigungen konfrontiert. Kann er das ... » mehr

Wahlkampf in den USA

17.03.2020

Nächste Vorwahl-Runde für Biden und Sanders

Zwei Männer kämpfen bei den US-Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur: Joe Biden und Bernie Sanders. Kann Biden seine Führung in der neuen Vorwahl-Runde entscheidend ausbauen? In einem Staat blieben die Wahllokale ... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

n5_200812_ID18565_1.jpg Röslau

Landwirt wird unter Traktor begraben | 12.08.2020 Röslau
» 9 Bilder ansehen

Dota Kehr und Lappalie in der Filzfabrik Hof

Dota Kehr und Lappalie in der Filzfabrik | 06.08.2020 Hof
» 44 Bilder ansehen

FC Trogen - SG Regnitzlosau Trogen

FC Trogen - SG Regnitzlosau |
» 62 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
15:44 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.