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Millionenbetrug im Internet mit Trading-Plattformen

Mit Geldanlage-Plattformen im Internet soll eine international agierende Bande betrogen haben. Grenzüberschreitend laufen nun Ermittlungen.



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Auf den Plattformen konnten Nutzer unter anderem auf Aktienkurse und Währungsschwankungen wetten. Symbolbild: Andy Wong/AP   Foto: Andy Wong

Eine internationale Bande soll mit betrügerischen Geldanlage-Plattformen im Internet Millionen erbeutet haben.

Die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption in Österreich teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, sie führe Ermittlungen gegen eine international agierende Tätergruppierung wegen gewerbsmäßig schweren Betruges und Geldwäscherei.

Unter den Betroffenen seien auch Tausende Deutsche, berichteten der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Saarländische Rundfunk (SR) auf Grundlage einer gemeinsamen Recherche. Die Bande habe die Opfer mit Hilfe sogenannter Trading-Plattformen hinters Licht geführt. Nutzer könnten dort etwa auf Aktienkurse und Währungsschwankungen wetten oder mit Kryptowährungen wie Bitcoin handeln.

Kopf der Bande sei ein Deutscher, berichten NDR und SR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Saarbrücken, die das Verfahren gemeinsam mit der Zentralen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft aus Österreich führe. Dem Mann und vier weiteren Beschuldigten werde gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen. Von der Saarbrücker Staatsanwaltschaft waren zunächst keine Informationen zu bekommen.

Allein in Saarbrücken werden dem Bericht zufolge 233 Strafanzeigen im Zusammenhang mit den Trading-Plattformen bearbeitet. Der Hauptbeschuldigte sitze in Wien in Untersuchungshaft, einige der Beschuldigten seien noch flüchtig. Opfer wurden den Angaben zufolge gezielt in sozialen Netzwerken angeworben - und im Schnitt um mehr als 40.000 Euro betrogen.

Die Ermittler in Wien sprachen von rund zehn Beschuldigten. In Österreich werde derzeit von einer mutmaßlichen Schadenssumme von etwa fünf bis sechs Millionen Euro durch Betrug beziehungsweise Geldwäsche ausgegangen. «Die genauen Schadensbeträge sind jedoch noch Gegenstand der Ermittlungen.»

Aufgrund eines europäischen Haftbefehls sei ein Hausarrest gegen einen Beschuldigten in Bulgarien verhängt worden. Zudem sei ein Team «zur Vereinfachung der Führung grenzüberschreitender Ermittlungen» gebildet worden. Es habe Hausdurchsuchungen und Sicherstellungen gegeben, auch seien Konten gesperrt worden.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
03. 07. 2019
18:13 Uhr

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dpa

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03. 07. 2019
18:13 Uhr



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