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Mutmaßlicher Serienmörder aus Toronto gesteht acht Taten

Ein Gärtner, der seine Mordopfer zerstückelt und die Leichenteile in Übertöpfen versteckt - der Fall des Bruce McArthur hat das Zeug zum Kriminalroman. Nun gesteht der 67-Jährige in Toronto überraschend seine Taten. Schon kommende Woche soll die Strafe feststehen.



Spurensuche
Ermittler untersuchen das Grundstück in Toronto, auf dem zunächst sechs Leichen entdeckt wurden.   Foto: Chris Young/The Canadian Press/AP/Archiv

Der mutmaßliche Serienmörder Bruce McArthur aus Toronto hat gestanden, zwischen 2010 und 2017 acht Männer ermordet zu haben. Das berichteten kanadische Medien am Dienstag nach einer Gerichtsanhörung.

Als dort die Namen der acht Opfer verlesen wurden, bekannte sich der 67-Jährige in jedem der Todesfälle für schuldig. Den Ermittlern hatte die Mordserie jahrelang Kopfzerbrechen bereitet.

Der Strafprozess war ursprünglich für Januar 2020 erwartet worden. Das Strafmaß für McArthur soll nun bereits kommende Woche verkündet werden. Vorher sollen die Hinterbliebenen der Opfer Gelegenheit haben, sich im Gerichtssaal zu äußern.

Laut Staatsanwalt Michael Canton plante McArthur die Morde vorab und missbrauchte seine Opfer, die zwischen 37 und 58 Jahre alt waren, teilweise auch sexuell. Zudem soll er persönliche Gegenstände wie Schmuck von ihnen als Andenken behalten haben. McArthur war vor einem Jahr festgenommen worden. Auf einem Grundstück in Toronto, auf dem er als Gärtner arbeitete, hatten Ermittler Leichenteile entdeckt und daraufhin mehr als 100 weitere Grundstücke durchsucht.

Die meisten der Opfer hatten Verbindung zur Schwulenszene in Toronto und verschwanden unter ähnlichen Umständen. Polizeichef Mark Saunders hatte bis sechs Wochen vor McArthurs Festnahme dennoch erklärt, es gebe keine Hinweise auf einen Zusammenhang oder einen Serienmörder. Ein unabhängiges Team aus Experten untersucht derzeit, ob die Polizei der kanadischen Großstadt den Fall falsch handhabte.

«Ich setze nicht viel auf Vergebung und darauf, Dinge abzuschließen», sagte Karen Fraser dem TV-Sender CTV mit Blick auf die Verurteilung McArthurs. Auf ihrem Grundstück hatte die Polizei in Pflanzgefäßen die Überreste von sieben Leichen entdeckt. «Es sind schreckliche Dinge geschehen», sagte Fraser. Die Überreste eines achten Mannes wurden in einem Komposthaufen hinter Frasers Haus gefunden.

In McArthurs Schlafzimmer fand die Polizei zudem Hilfsmittel, die auf die gewaltsame Entführung der Opfer hindeuteten, darunter Klebeband, Seil, einen Plastikhandschuh, Kabelbinder und Spritzen.

Ermittler Dave Dickinson sprach von einem «langen und traumatischen Prozess». Das Schuldbekenntnis McArthurs sei nun der bestmögliche Ausgang. Womöglich werde aber nie ganz klar, warum McArthur die Morde beging.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
29. 01. 2019
20:27 Uhr

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dpa

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29. 01. 2019
20:27 Uhr



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