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Nach Razzien: Nur noch drei Verdächtige in Gewahrsam

Nach den Razzien gegen islamistische Gefährder in Düren und Köln bleiben drei Verdächtige vorerst in Polizeigewahrsam. Einer von ihnen soll in einem abgehörten Telefonat indirekt Anschlagspläne geäußert haben.



Razzia gegen islamistische Gefährder
Polizisten stehen vor einem Wohngebäude eines der mutmaßlichen Gefährder in der Kölner Innenstadt hinter einem Absperrband.   Foto: Oliver Berg

Nach den Razzien in Köln und Düren wegen mutmaßlicher Terrorpläne bleiben drei Verdächtige in Polizeigewahrsam - zwei als islamistisch eingestufte Gefährder sowie ein Konvertit aus ihrem Umfeld.

Ein Verdächtiger sei dagegen wieder auf freien Fuß gesetzt worden, teilte die Kölner Polizei am Freitag mit. Polizeigewahrsam ist in Nordrhein-Westfalen nach dem neuen Polizeigesetz mit richterlicher Zustimmung bis zu 14 Tage möglich und kann um 14 weitere Tage verlängert werden.

Beamte hatten am Donnerstag nach Durchsuchungen in insgesamt sieben Objekten zunächst sechs Männer in Gewahrsam genommen. «Wir hatten aktuell verdeckte Erkenntnisse, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstehen könnte», sagte der Leitende Kölner Kriminaldirektor Klaus-Stephan Becker. Zwei Männer kamen dann wieder auf freien Fuß, später folgte ein weiterer.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte am Donnerstag, es habe «keine Hinweise auf einen konkreten Anschlagsort, keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagszeit und keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsart» gegeben. Die Polizei habe allerdings Hinweise gehabt, dass die in Gewahrsam genommenen Männer «möglicherweise einen Terroranschlag planen könnten». Mit den Durchsuchungen sollten deshalb weitere Erkenntnisse gewonnen und Beweismittel gefunden werden.

Als zentrale Figur gilt der 30-jährige Wael C., ein deutsch-libanesischer Konvertit aus Berlin, der in der dortigen Dschihadisten-Szene bestens vernetzt sein soll. Er wird bereits seit 2013 vom Verfassungsschutz als Gefährder eingestuft und soll in einem abgehörten Telefonat indirekt Anschlagspläne geäußert haben.

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dpa

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Veröffentlicht am:
19. 07. 2019
10:01 Uhr

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19. 07. 2019
10:01 Uhr



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