Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Brennpunkte

Nato-Generalsekretär: Handlungsdruck bei Militärausgaben

Rund zweieinhalb Monate ist es her, dass US-Präsident Trump beim Nato-Gipfel mit einem Austritt aus dem Bündnis drohte und damit für einen beispiellosen Eklat sorgte. Ist das Thema nun ausgestanden?



Jens Stoltenberg
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei einer Pressekonferenz im Nato-Hauptquartier in Brüssel.   Foto: Francisco Seco/AP POOL

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Alliierte wie Deutschland nachdrücklich aufgefordert, so schnell wie möglich zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben.

Das Gipfeltreffen im Juli habe gezeigt, dass es Handlungsdruck gebe, sagte der Norweger zum Auftakt zweitägiger Gespräche der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel.

Stoltenberg spielte damit auf die jüngste Eskalation des Streits um höhere Verteidigungsausgaben an. US-Präsident Donald Trump hatte beim Gipfel sogar mit einem Austritt aus dem Bündnis gedroht, um seinen Forderungen nach höheren Ausgaben Nachdruck zu verleihen.

Der Amerikaner beklagt seit langem eine unfaire Lastenteilung im Militärbündnis und attackiert vor allem Deutschland wegen seiner vergleichsweise niedrigen Ausgabenquote von nur 1,24 Prozent des BIP. Die USA lagen zuletzt bei 3,5 Prozent.

Trump begründet seine Forderungen vor allem damit, dass sich die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten 2014 darauf geeinigt hatten, dass sich Länder, die weniger als zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Rüstung und Militär ausgeben, bis 2024 auf den «Richtwert» von zwei Prozent zubewegen sollten. Berlin sieht dieses Ziel schon erfüllt an, wenn es die Ausgaben bis dahin auf 1,5 Prozent des BIP steigert. Trump hält dies aber für viel zu wenig.

Wie es im Streit um die Verteidigungsausgaben weitergeht, ist offen. US-Verteidigungsminister James Mattis äußerte sich beim Treffen in Brüssel zunächst nicht konfrontativ. Nach einem bilateralen Treffen mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ließ er mitteilen, die Vereinigten Staaten würden die laufenden Bemühungen Deutschlands zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben «anerkennen». Von deutscher Seite gab es zunächst keine Reaktion.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 10. 2018
21:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Donald Trump James Mattis Jens Stoltenberg Militärhaushalt Nato-Generalsekretäre Ursula von der Leyen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Nato-Generalsekretär Stoltenberg

25.10.2019

USA fordern von Nato-Partnern höhere Verteidigungsausgaben

Fast wäre es beim letzten Nato-Gipfel zum Eklat gekommen. US-Präsident Donald Trump drohte damit, das Bündnis zu verlassen. Er will, dass die Verbündeten mehr in Verteidigung investieren. Und Washington lässt nicht locke... » mehr

Bundeswehr

17.05.2019

Deutschland meldet Nato massive Budgeterhöhung

Deutschland steht wegen seiner vergleichsweise niedrigen Verteidigungsausgaben unter enormem Druck von Nato-Partnern - vor allem der USA. Jetzt sind in der Bündniszentrale beeindruckende Zahlen eingegangen. Reicht das US... » mehr

Bundeswehrsoldaten im Norden Malis

18.11.2019

Berlin meldet zum Nato-Gipfel Rekord-Verteidigungsausgaben

Deutschland hat der Nato erstmals Verteidigungsausgaben in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro gemeldet. Reicht das, um US-Präsident Trump davon abzuhalten, beim Jubiläumsgipfel in London einen neuen Eklat zu verursache... » mehr

Kramp-Karrenbauer

07.11.2019

Kramp-Karrenbauer will weltweit eingreifen

Es ist der nächste weitreichende Vorstoß von Annegret Kramp-Karrenbauer: Die CDU-Chefin will Deutschland zu internationalen «Gestaltungsmacht» machen - im Rahmen der Nato. Doch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stell... » mehr

Emmanuel Macron

07.11.2019

Macron nennt Nato «hirntot» - Merkel weist Kritik zurück

Frankreichs Präsident Macron hat dir Nato drastisch kritisiert und wirft ihr vor, dass es bei strategischen Entscheidungen keine Koordinierung gebe. Bundeskanzlerin Merkel weist diesen Vorwurf vehement zurück. » mehr

Begrüßung

14.07.2019

Merkel und Macron: Gesten der Versöhnung am Nationalfeiertag

Frankreichs Staatschef Macron macht Druck bei der gemeinsamen europäischen Verteidigung - und lädt Kanzlerin Merkel und andere Spitzenpolitiker ein. Die Militärparade verläuft nach Plan. Doch am Rande gibt es Proteste. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Lehrermedientag 2019 Hof

Lehrermedientag 2019 | 20.11.2019 Hof
» 58 Bilder ansehen

Susis Blaulichtparty Weißenstadt

Susis Blaulichtparty | 16.11.2019 Weißenstadt
» 47 Bilder ansehen

SC Riessersee - Selber Wölfe 4:1 Garmisch-Partenkirchen

SC Riessersee - Selber Wölfe 4:1 | 17.11.2019 Garmisch-Partenkirchen
» 29 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 10. 2018
21:33 Uhr



^