Lade Login-Box.
Topthemen: 30 Jahre GrenzöffnungBilder vom WochenendeHofer Filmtage 2019VER Selb

Brennpunkte

Neue WHO-Strategie gegen Schlangenbisse

Von einer Giftschlange gebissen zu werden, gehört in vielen Ländern der Erde zu den tödlichen Gefahren. Die Weltgesundheitsorganisation will nun mehr dagegen tun.



Schwarze Mamba
Schwarze Mamba: Giftige Schlangen sind eine Gefahr für fast sechs Milliarden Menschen weltweit.   Foto: Fredrik von Erichsen

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat eine neue Strategie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen Giftschlangen-Bisse begrüßt.

Jährlich kämen weit mehr als 100.000 Menschen durch die Folgen der Bisse ums Leben, zum Beispiel in Afrika südlich der Sahara, teilte Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag mit. Rund 400.000 Menschen trügen körperliche Einschränkungen und Entstellungen davon. Oft treffe es arme Saisonarbeiter, Bauern und Vertriebene.

Mit der Strategie, die am Donnerstagabend auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf offiziell verabschiedet werden sollte, will die WHO die Todeszahlen durch Schlangenbisse bis 2030 halbieren. Rund 137 Millionen Dollar (123 Millionen Euro) sind nach ihren Berechnungen dafür nötig, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Zusammenfassung hervorgeht. Die Weltgesundheitsorganisation sieht Gefahren für fast sechs Milliarden Menschen weltweit. Kinder können auf dem Schulweg gebissen werden, Bauern auf dem Feld oder Frauen auf dem Gang zur Toilette. «Ein falscher Tritt kann tödlich sein», so die WHO.

Mit der neuen Strategie sollen Menschen in gefährdeten Gebieten besser informieret werden. Wo möglich, könne das Tragen von Schuhen Schlangenbisse verhindern. In Dörfern sollen Ersthelfer ausgebildet und Erste-Hilfe-Medikamente zur Verfügung stehen. Die WHO will auch die bislang völlig unzureichende Produktion von Gegengift fördern.

«Wir sind vorsichtig optimistisch, dass das Strategiepapier der WHO ein Wendepunkt in der Bekämpfung von Schlangenbissen ist», sagt Julien Potet von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen. «Regierungen und internationale Geber müssen dieses Momentum nutzen und die Strategie der WHO sowohl politisch als auch finanziell umsetzen, damit sie zum Erfolg führt.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
13:40 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Dollar Erfolge Hilfsorganisationen und Hilfseinrichtungen Internationalität und Globalität Millionen Dollar Millionen Euro Optimismus Weltgesundheitsorganisation Ärzte ohne Grenzen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Sonnenterrasse

25.10.2019

US-Luxusvilla mit 21 Badezimmern für 94 Mio. Dollar verkauft

Ein schönes Häuschen - und günstig noch dazu: Die bekannte Luxusvilla «Billionaire» im kalifornischen Bel Air hat für 94 Millionen US-Dollar einen neuen Besitzer gefunden. Und der hat schlanke 156 Millionen Dollar gespar... » mehr

Rettungsschiff «Open Arms»

13.08.2019

Seenotretter auf Irrfahrt: 500 Menschen suchen einen Hafen

Die Rettungsschiffe «Open Arms» und «Ocean Viking» haben zusammen mehr als 500 Menschen an Bord. Die Lage für die Migranten spitzt sich zu. Die UN sprechen von einem «Wettlauf gegen die Zeit». » mehr

Ebola im Kongo

18.07.2019

Ebola-Helfer verlangen mehr Impfstoff und mehr Geld

Behörden und Helfer bekommen den Ebola-Ausbruch im Kongo nicht unter Kontrolle. Die WHO hat einen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Hilfsorganisationen stellen nun Forderungen auf. » mehr

Zyklon in Mosambik

19.03.2019

Überschwemmungen in Mosambik - «Binnenmeere» entstanden

Das Ausmaß der Katastrophe in Mosambik ist immer noch nicht absehbar. Experten warnen angesichts steigender Flusspegel, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Hilfsorganisationen wollen ihre Einsätze ausweiten. » mehr

Mosambik

26.03.2019

WHO bereitet 900.000 Cholera-Impfungen in Mosambik vor

Der Zyklon «Idai» hat weite Teile von Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet. Jetzt versuchen WHO-Experten, eine Ausbreitung von Krankheiten zu stoppen. Der UN-Generalsekretär sieht auch anderswo Handlungsbedarf. » mehr

Michael Cohen

07.03.2019

Trumps Ex-Anwalt verklagt Trump-Firmen auf Millionenbetrag

Muss US-Präsident Trump seinem Ex-Anwalt und heute ärgsten Feind Michael Cohen 1,9 Millionen Dollar Anwaltskosten zahlen? Das wäre bizarr - aber Cohen beruft sich auf eine Vereinbarung mit der Trump-Organisation. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Eröffnung des Digitalen Gründungszentrums Hof

Gründerzentrum "Einstein 1" wird eingeweiht | 14.11.2019 Hof
» 30 Bilder ansehen

Wunsiedel

20. Wunsiedler Kneipennacht | 09.11.2019 Wunsiedel
» 98 Bilder ansehen

Kickers Selb - FC Vorwärts Röslau

Kickers Selb - FC Vorwärts Röslau | 09.11.2019 Selb
» 5 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
13:40 Uhr



^