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Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften drohen mit Eskalation

Geschlossene Kitas, entfallender Unterricht, verschobene Operationen: Tagelang bekamen viele Bürger die Auswirkungen des aktuellen Tarifstreits zu spüren. Nun wird es am Verhandlungstisch spannend.



Warnstreik im öffentlichen Dienst
Warnstreik in Bremen. Die Gewerkschaften fordern in den laufenden Tarifverhandlungen sechs Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro.   Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Zum Start der wohl entscheidenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst halten die Gewerkschaften eine massive Streikwelle für möglich.

Verdi-Chef Frank Bsirske sagte am Donnerstag in Potsdam: «Es kann sein, dass wir zu einem Ergebnis kommen.» Auch eine weitere Verhandlungsrunde sei möglich. «Oder man steht vor dem Scheitern der Verhandlungen», so Bsirske. «Auch das ist möglich, und dann stehen wir natürlich vor einer deutlichen Eskalation des gesamten Tarifkonflikts.»

Auch der Chef vom dbb beamtenbund und tarifunion, Ulrich Silberbach, sagte, ein Ergebnis am Samstag oder Sonntag sei möglich. Oder die Gewerkschaften gingen in die Urabstimmung und riefen einen Streik aus. Das Land brauche dies aber nicht.

«Die Ausgangslage zu Beginn der dritten Verhandlungsrunde ist so kompliziert, dass man keine Prognose wagen kann, weil wir in allen drei wesentlichen Themenfeldern weit auseinander liegen, die bisher in den Verhandlungen eine Rolle gespielt haben», sagte Bsirske. Das betreffe eine Neugestaltung der Entgeltordnung, die Forderung nach linear 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro - sowie spezielle Verbesserungen für die Krankenpflege.

Der Verhandlungsführer der Länder, der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), sagte: «Wir gehen von der Arbeitgeberseite aus mit dem Ziel hinein in diesen mehrtägigen Verhandlungen, ein Paket zu schnüren, zu einem Ergebnis zu kommen.» Offen sei, ob dies gelinge. In den vergangenen Tagen hatten Warnstreiks in Kitas, Schulen, Verwaltungen und Kliniken spürbare Einschränkungen für viele Bürger gebracht.

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dpa

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Veröffentlicht am:
28. 02. 2019
17:15 Uhr

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28. 02. 2019
17:15 Uhr



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