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Steinmeier fordert mehr Polizeipräsenz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den jahrelangen Personalabbau bei den Sicherheitsbehörden in Deutschland kritisiert und eine Stärkung von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten gefordert.



Steinmeier bei GdP-Bundeskongress
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht beim Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin.   Foto: Bernd von Jutrczenka

«Regelverstöße, die erst nach Monaten, Jahren oder überhaupt nicht sanktioniert werden, haben die Reputation unserer Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden in Teilen der Bevölkerung beschädigt», sagte das Staatsoberhaupt auf dem Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin.

Zu lange hätten Bund, Länder und Kommunen unterschätzt, wie wichtig vielen Menschen Polizeipräsenz sei - «bis hin zur Fußstreife im eigenen Viertel», sagte Steinmeier laut vorab veröffentlichtem Redetext. Zu lange sei auch ignoriert worden, dass sich organisierte Kriminalität schwer in Schach halten lasse, wenn etwa Gerichte chronisch unterbesetzt seien.

Es sei ein Fehler gewesen, mit dem Ziel eines «schlanken Staats» bei den Sicherheitsbehörden Personal abzubauen. «Gerade wenn wir ein Europa der offenen Grenzen bewahren wollen, brauchen wir gut ausgestattete und professionelle Polizeien, Staatsanwaltschaften und Gerichte», betonte der Bundespräsident. Der Staat und nur der Staat sei für Sicherheit und Strafverfolgung zuständig. Genau dafür müsse er seine Behörden auch in die Lage versetzen - personell, strukturell und technisch.

Steinmeier verurteilte auch Gewalt und Übergriffe gegen Polizisten. «Nichts, aber auch gar nichts davon ist akzeptabel - und dieses Bekenntnis müssen wir in unserem Land auch einfordern», sagte er. Politisch Verantwortliche in Bund und Ländern dürften die Sicherheitskräfte nicht allein lassen. Niemals hinzunehmen sei aber auch, dass sich in Teilen der Polizei Misstrauen gegen die liberale Demokratie entwickle. «Extremismus in den Reihen der Polizeien darf es nicht geben und darf nicht geduldet werden.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
26. 11. 2018
15:13 Uhr

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