Lade Login-Box.
Topthemen: Kommunalwahl 2020Bilder vom WochenendeHof-GalerieBlitzerwarner

Brennpunkte

Streit mit den USA: Kim Jong Un will Armee stärken

Nordkorea will ein Ende der Sanktionen, Trump die atomare Abrüstung des kommunistischen Landes. Die Fronten sind verhärtet. Nun will Machthaber Kim Jong Un die Schlagkraft der Armee erhöhen. Und die Drohung mit einem «Weihnachtsgeschenk» steht weiter im Raum.



Kim Jong Un
Das von der nordkoreanischen Regierung herausgegebene Foto zeigt Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un während eines Treffens der Militärkommission der Arbeiterpartei.   Foto: -/KCNA via KNS/AP/dpa

Kurz vor Ablauf der Frist für US-Konzessionen im Streit um sein Atomwaffenprogramm hat Nordkorea wichtige Maßnahmen zur Stärkung des Militärs angekündigt.

Bei einem erweiterten Treffen der zentralen Militärkommission der Arbeiterpartei habe Machthaber Kim Jong Un die «komplizierte interne und externe» Lage erläutert, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Das Treffen werde über die Schritte zum Ausbau der militärischen Stärke entscheiden, wurde Kim zitiert. Details wurden nicht genannt.

Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte wiederholt gedroht, einen «neuen Weg» zu gehen, sollte Washington bis zum Jahresende keine neuen Vorschläge für eine Verhandlungslösung vorlegen. Nordkorea will unter anderem eine Aufhebung internationaler Sanktionen. US-Präsident Donald Trump lehnt dies ab. Seine Bemühungen, Nordkorea zu einer atomaren Abrüstung zu bewegen, blieben trotz dreier Treffen und vieler warmer Worte erfolglos.

Zuletzt drohte Pjöngjang sogar offen, es liege allein an den USA, welcher Art «Weihnachtsgeschenk» Nordkorea präsentieren werde. In Südkorea wird befürchtet, dass Nordkorea demnächst ein Ende seines Teststopps für Atombomben und Langstreckenraketen ausrufen könnte.

Unterdessen lief eine Frist des UN-Sicherheitsrats ab, wonach Nordkoreaner, die im Ausland arbeiten und Geld nach Hause schicken, bis Sonntag in ihre Heimat zurückgeführt werden sollten. Damit soll der Führung in Pjöngjang eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen genommen werden. Die Maßnahme ist Teil von Sanktionen, die das höchste UN-Gremium Ende 2017 wegen der Atom- und Raketentests Nordkoreas beschlossen hatte.

Es wird geschätzt, das Nordkorea mindestens 200 Millionen Dollar jährlich durch die Arbeit Zehntausender Landsleute im Ausland eingenommen habe. Ein Großteil der Löhne ging an den Staat. Die meisten Arbeiter wurden nach China und Russland geschickt, wo sie unter anderem in Fabriken und als Holzfäller arbeiteten. Russland hatte im März berichtet, bis Ende 2018 sei die Zahl der Nordkoreaner mit gültiger Arbeitserlaubnis von über 30.000 auf knapp 11.500 zurückgegangen.

China und Russland hatten zuletzt in einem Resolutionsentwurf eine Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea gefordert, um die «ernste humanitäre Situation» etwas zu verbessern und den Dialogprozess wiederzubeleben. Der Entwurf sieht vor, auch die die Pflicht zur Rückführung nordkoreanischer Arbeiter aus dem Ausland aufzuheben. Unter Diplomaten galt es als unwahrscheinlich, dass der Entwurf im UN-Sicherheitsrat eine Mehrheit bekommt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 12. 2019
15:53 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abrüstung Armee Atomabrüstung Atombomben Atomwaffenprogramme Donald Trump Kim Chongun Militär Präsidenten der USA UN-Sicherheitsrat
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Nordkorea meldet Test

08.12.2019

Nordkorea meldet bedeutenden Test auf Satellitenstartgelände

Eigentlich war Nordkorea dabei, seine umstrittene Raketen- und Satellitenanlage in Sohae abzubauen. Nun scheint der Komplex wieder in Betrieb zu sein. Gesprächen mit den USA erteilt Pjöngjang eine Absage. » mehr

Nordkorea-Konflikt

01.01.2020

Nordkorea fühlt sich nicht mehr an Atomteststopp gebunden

Der Spielraum für neue Atomverhandlungen der USA mit Nordkorea wird kleiner. Die Gespräche kommen schon seit Monaten nicht mehr voran. Die Befürchtung, Nordkorea könnte schon bald wieder Atombomben oder Langstreckenraket... » mehr

Nordkoreas Machthaber Kim

31.12.2019

Kim schwört Arbeiterpartei auf kämpferische Linie ein

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat führende Funktionäre der regierenden Arbeiterpartei auf eine «militante» Linie eingeschworen und sie zur Vorbereitung militärischer Maßnahmen für die nationale Sicherheit aufgerufen. » mehr

Gespräch

10.05.2019

Nordkorea spricht nach neuem Raketentest von Angriffsübung

Mit zwei Waffentests schürt Nordkorea neue Spannungen in der Region. US-Präsident Trump sieht neue Probleme für Verhandlungen mit Pjöngjang. Warum vermeiden Südkorea und die USA das Wort Provokation? » mehr

Kim Jong Un

14.12.2019

Nordkorea meldet neuen Test auf Satellitenstartgelände

Nordkorea hat den USA im Streit um sein Atomprogramm eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. Washington soll neue Vorschläge für Gespräche machen. Nordkorea unterstreicht seine Forderungen mit Waffentests. » mehr

Kim Jong Un

29.11.2019

Nordkorea: Kim Jong Un mit Raketentest «sehr zufrieden»

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat nach eigenen Angaben bei seinem jüngsten Raketentest abschließend den möglichen Einsatz eines großen Mehrfach-Raketenwerfers erprobt. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Faschingsumzug in Schönbrunn Schönbrunn

Faschingsumzug in Schönbrunn | 22.02.2020 Schönbrunn
» 150 Bilder ansehen

Narrentreiben Stadtsteinach

Narrentreiben Stadtsteinach | 24.02.2020 Stadtsteinach
» 106 Bilder ansehen

VER Selb - EV Lindau Islanders Selb

VER Selb - EV Lindau Islanders | 23.02.2020 Selb
» 41 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
22. 12. 2019
15:53 Uhr



^