Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Jubiläumsgewinnspiel "75 Jahre Frankenpost"WohnzimmerkunstBlitzerwarnerCoronavirus

Brennpunkte

Sudans Militär und Opposition einig über Verfassungsrahmen

Drei Jahrzehnte war Staatschef Omar al-Baschir im Sudan an der Macht. Seit er im April von den Streitkräften gestürzt wurde, ringen Militär und Demokratiebewegung um eine Übergangsregierung. Nun wurde ein weiterer Kompromiss erzielt. Unterzeichnet ist er aber noch nicht.



Einigung im Sudan
Mohamed Hacen Lebatt (vorne, r), Gesandter der Afrikanischen Union im Sudan, tritt gemeinsam mit Mitgliedern der Verhandlungsdelegationen, in Khartum vor die Presse.   Foto: Mohamed Khidir/XinHua

Militärführung und Opposition im Sudan haben sich auf den Rahmen für eine neue Verfassung geeinigt, die auch die künftige Machtverteilung in dem nordostafrikanischen Land regeln soll.

Beide Seiten hätten einer Verfassungserklärung zugestimmt, teilte der Vermittler Mohamed Lebatt von der Afrikanischen Union (AU) in der Hauptstadt Khartum mit.

Bis zur feierlichen Unterzeichnung würden noch einige Details besprochen. Die Ankündigung der Einigung löste auf den Straßen der Hauptstadt Khartum Jubel aus.

Die politischen Spannungen im Sudan hatten zuletzt zugenommen. Seit der Langzeit-Präsident Omar al-Baschir im April vom Militär gestürzt wurde, ringen die Streitkräfte und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Eigentlich hatten sich die Streitkräfte und das Oppositionsbündnis Deklaration für Freiheit und Wandel Anfang Juli darauf geeinigt, für den Zeitraum von drei Jahren einen Obersten Rat mit wechselnder Führung einzurichten. Dennoch kommt es immer wieder zu Protesten in verschiedenen Städten des Sudans.

Ende Juli waren bei einer Demonstration in der Stadt Obeid vier Schüler und ein Erwachsener von Scharfschützen getötet worden. Die Teilnehmer hatten eine rasche Machtübergabe an eine zivile Regierung gefordert. Hinter den Tötungen wurden die Schnellen Einsatztruppen (RSF) vermutet.

Die aus arabischen Reitermilizen hervorgegangenen RSF sind formell eine Einheit der Streitkräfte, agieren aber weitgehend autonom. Ihnen werden viele Menschenrechtsverletzungen nachgesagt. Sie werden auch für die gewaltsame Räumung einer Sitzblockade in Khartum Anfang Juni verantwortlich gemacht. Dabei wurden nach Angaben der Opposition weit mehr als 100 Menschen getötet, die vom Militärrat eingesetzte Untersuchungskommission spricht von 87 Getöteten und 168 Verletzten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 08. 2019
13:53 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Afrikanische Union Hauptstädte von Staaten und Teilregionen Menschenrechtsverletzungen Regierungen und Regierungseinrichtungen Regierungschefs Städte Tötung Übergangsregierungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Präsidentschaftswahl in Burundi

20.05.2020

Wahlen in Burundi trotz Covid-19

Burundi steckt seit Jahren in der Krise. Das autoritär geführte Land hat sich immer mehr von der Außenwelt abgeschottet. Nun findet inmitten der Corona-Pandemie eine Präsidentenwahl statt. Wird sie ein neues Kapitel eröf... » mehr

Frist verstrichen

16.04.2020

Israel: Rivlin gibt Parlament Auftrag zur Regierungsbildung

Oppositionskandidat Gantz und Ministerpräsident Netanjahu können sich weiter nicht auf eine Regierung einigen. Nun kommt das Parlament zum Zug. Israel droht eine vierte Parlamentswahl seit April 2019. » mehr

Regierungsbildung in Israel

14.04.2020

Israel: Gantz und Netanjahu treffen sich erneut

Seit fast einem Jahr ringt Israels Politik um eine neue Regierung. Kommt jetzt Bewegung in die Gespräche zwischen Benjamin Netanjahus Likud und der Opposition? » mehr

Bolsonaro

20.04.2020

Regierungsanhänger in Brasilien fordern Militärintervention

Präsident Bolsonaro wettert seit Tagen gegen Gouverneure, die gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgehen. Fans des Ex-Militärs sehnen einen Staatsstreich herbei - und der Präsident beehrt die radikalen Basis mit eine... » mehr

Wladimir Putin

12.05.2020

Corona-Fall im Kreml: Putins Sprecher infiziert

Kaum gibt es in Russland nach den strengen Ausgangsbeschränkungen erste Lockerungen, gibt es wieder einen prominenten Corona-Fall. Diesmal im engsten Umfeld von Kremlchef Wladimir Putin. » mehr

Evo Morales zur Lage in Bolivien

19.11.2019

Morales wirft Nachfolgerin Menschenrechtsverletzungen vor

Evo Morales kam fast zeitgleich mit Angela Merkel an die Macht. Weil er sich daran nach Ansicht vieler zu sehr festklammerte, sitzt er nun 5000 Kilometer von zu Hause im Exil. Sein Wort hat in Bolivien aber noch immer Ge... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Bewaffneter überfällt Bank in Brand Brand

Bewaffneter Mann überfällt Bank in Brand | 29.05.2020 Brand
» 12 Bilder ansehen

DisTANZ in den Mai Fichtelgebirge

DisTANZ in den Mai | 03.05.2020 Fichtelgebirge
» 63 Bilder ansehen

20200516_143430

4. Bratwurstlauf 2020 |
» 17 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 08. 2019
13:53 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.